Die "eierlegende Wollmilchsau" TKS 2010 - Resümee nach einem Jahr Betrieb  (12.12.2011)

- Was lange währt, ...
- Das neue Busnetz TKS2010
- Wo uns der Schuh noch immer drückt - Start mit Hindernissen
- Weitere Optimierung tut not
- Resümee nach einem Jahr Betrieb und weitere Verbesserungen ?


Neues Buskonzept für die Region auf den Weg gebracht
Liebe Besucher dieser Seite,

im November 2010, nach mehr als 15 Monaten angestrengter Arbeit, waren wir der Vollendung des neuen Buskonzeptes für die Region Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf "TKS 2010" ein großes Stück näher gerückt. Die bis zum Sommer 2010 vereinbarte Zurückhaltung konnte nun aufgegeben werden, da seine Einführung am 12. Dezember 2010 inzwischen Geschichte ist. Es folgen hier im Telegrammstil gerafft zunächst die Meilensteine des damaligen Projektstandes:

- Mit der Buskonferenz im April 2009 in Teltow wird der Landkreis PM in seiner Rolle als Träger des üÖPNV (= übriger Öffentlicher Personen-Nahverkehr = im wesentlichen Busverkehr) aktiv und stellt für die Neuordnung des gesamten Busnetzes in der Region TKS die entsprechenden Mittel für eine umfassende Analyse zur Verfügung.
- Im Mai 2009 nimmt die Arbeitsgruppe "TKS2010" (AG-TKS) ihre Arbeit auf und begleitet ab diesem Zeitpunkt das gesamte Projekt bis zu seiner Vollendung im Dezember 2010 und auch noch danach, um ggf. Korrekturen einzuleiten. Als Mitglieder der AG-TKS werden Vertreter des VBB und des Landkreises PM als Moderatoren und Mitverantwortliche, der Verwaltungen der Kommunen, der Agenda-Gruppen, der KAT sowie als eigentlicher Auftragnehmer die PTV AG Berlin-Karlsruhe berufen.
- Nach der Erarbeitung der Zielfunktionen im Mai 2009 beginnt die PTV mit der etwa ein viertel Jahr dauernden Ist-Analyse.
- Im August / September 2009 werden die Analyse und erste Vorstellungen zur Neuordnung des Busnetzes TKS präsentiert. Im Ergebnis der Analyse werden neue Verkehrsströme und Verkehrsbedürfnisse erkannt, die es nun gilt, entsprechend durch Neuordnung des Gesamtnetzes zu kanalisieren und eine möglichst effektive Ausnutzung des Fahrzeugparkes zugunsten eines deutlich verbesserten Gesamt-Angebotes und im Sinne einer weitreichenden Optimierung zu erreichen.
- Bis November 2009 wird das Stamm-(Haupt-)linien-Netz einschließlich aller Randbedingungen und Abhängigkeiten konzipiert und im gemeinsamen Konsens aller Beteiligten abgestimmt.
- Im Dezember 2009 / Januar 2010 wird das Erschließungsnetz für die einzelnen Kommunen konzipert, wobei sich nach einigen harten Abstimmungsrunden, insbesondere mit den Teltower Beteiligten, ebenfalls Konsens abzeichnet (z.B. in der künftigen Linienführung und Bedeutung des Markenzeichens "CityBus").
- Im Februar 2010 liegt der vorläufige Abschlussbericht nebst einem Grob-Fahrplan und einer Finanzkalkulation vor.
- Die Umsetzung des vorgesehenen Marketing-Konzeptes kann noch nicht begonnen werden, auch ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit auf breiter Basis noch nicht möglich, da letztlich der Landkreis über die finanzielle Einordnung des Projektes noch seine Entscheidung fällen muss. Die Erarbeitung des Fahrplanes, die bis Ende September 2010 abgeschlossen sein muss, soll das Konzept noch im Dezember 2010 eingeführt werden, läuft zunächst auf Sparflamme, wodurch leider wertvolle Zeit verloren geht.
- Die maßgebliche Entscheidung zur Einführung des neuen Buskonzeptes fällt der Kreistag PM auf seiner Sitzung am 24. Juni 2010 mit klarer Mehrheit, so dass nun einer zügigen Umsetzung des Projektes in die Praxis (was sowohl Fahrplankonstruktion als auch Marketing angeht) nichts mehr im Wege steht. Ein erheblicher Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass der Kreis von seiner ursprünglich zugesagten Summe von jährlich 380 T€ nun nur noch 280 T€ zur Verfügung stellt, was nicht zuletzt aus einer gewissen "Neiddiskussion" aus dem übrigen Kreisgebiet resultiert. Das bedeutet, dass jede nutznießende Kommune nun anstelle von 127 T€ die Summe von etwa 160 T€ aufbringen muss, was in der Zeit knapper Kassen nicht gerade einfach ist. Trotzdem bekennen sich die Kommunen zum neuen ÖPNV-Konzept auch mit der Mehrbelastung, allerdings nicht ohne die Stadt Teltow darum zu bitten, möglicherweise die Zusatzkosten über die zusätzlichen Mittel für den Status als "Mittelzentrum" zu finanzieren. Hierzu ringt sich die Stadt schließlich durch, obwohl es, wie weiter unten noch belegt wird, eine unbillige Härte darstellt.
- Ein erster konkreter Fahrplanentwurf wird im Juli 2010 zur Diskussion in der AG vorgelegt. Nach intensiven Diskussionen, die schließlich noch bis in den September 2010 hinein vor allem zu Anschlüssen, Taktzeiten und Minutenplänen fortgesetzt werden, liegt der Fahrplan schließlich Anfang November 2010 vor und soll nun in der 2. Novemberhälfte endgültig den Fahrgästen über eine Postwurfsendung an alle Haushalte der Region offeriert werden. Der Fahrplan spiegelt im Prinzip den Stand von August 2010 wider, wurde jedoch bisher nicht komplett veröffentlicht, da vor allem die BVG mit ihrer Fahrplankonstruktion bis zur letzten Minute Schwierigkeiten hatte.        
- Im Juli 2010 beginnt auch die Marketing-Offensive der Havelbus-Gesellschaft mbH (HVG) unter dem Motto "TKS 2010 - Unser Herz schlägt im neuen Takt", die schließlich mit einer leider schlecht besuchten "Regionalen Buskonferenz" für Führungskräfte in Teltow am 11. Oktober 2010 im Wesentlichen abgeschlossen wird. Als weitere Aktivitäten werden noch eine Bürgerversammlung zum Thema am 14.10.2010 im Rathaus Kleinmachnow und die Stationierung des HVG-Infomobils auf diversen Veranstaltungen und Standorten in der Region durchgeführt. 
- Die Einführung des neuen Liniensystems und -angebotes startet am Sonntag, dem 12. Dezember 2010, am Tag des einheitlichen Wechsels zur Winterfahrplan-Periode 2010/2011.
- Ein letztes zusätzliches HighLight zur Einführung des neuen Buskonzeptes ist die Durchführung von kostenlosen Schnupperfahrten auf allen HVG-Linien am Wochenende des 4. Advent (18./19.12.2010). 

Zum aktuellen Stand der Einführung, den zahlreichen Linien- und Hintergrund-Informationen sowie der "Meckerecke" nutzen Sie bitte auch die


Die Entwicklung des neuen Busnetzes TKS2010 bis zum Stand 12.12.2010
Am 12. Dezember 2010 wird in der Region Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf ein neues Buskonzept eingeführt, hinter dem sich für alle Einwohner innerhalb und außerhalb dieses Ortsverbandes eine neue ÖPNV-Qualität verbirgt. Hören Sie zur Einstimmung zunächst das Interview mit einem maßgeblichen Beförderer des Projektes, Herrn Dr. Detlef Fanter, der als Mitglied des Kreistages PM und als delegiertes Mitglied der Agenden ´21 Teltow und Kleinmachnow sowie des "Runden Tisches Verkehr Stahnsdorf" als deren Vertreter in der AG "TKS2010" maßgeblich für das Zustandekommen und die Realisierung des neuen Buskonzeptes für die Regio beteiligt war und nach wie vor auch ist.    

Mit der Vorlage des Abschlussberichtes der PTV AG zur Neuordnung des TKS-Busnetzes im Februar/März 2010 wurde nach der Analyse des Status Quo im September 2009 der zweite Meilenstein erreicht, auf dessen Basis die praxisnahen Fahrplankonstruktionen aufsetzen konnten. In den folgenden vier Übersichten sind die Ergebnissse der Tätigkeit der AG TKS2010 mit Arbeitsstand Frühjahr 2010 zusammenfassend dargestellt.

Zur Legendenerläuterung der Skizzen: In den Planskizzen sind die Linien noch nicht mit ihren endgültigen Liniennummern bezeichnet.  Dies erfolgt erst im verbindlichen Liniennetz.
Zum besseren Verständnis sind deshalb in der folgenden Tabelle die wechselnden Linienbezeichnungen gegenübergestellt.

LinienHaupt-Linien Erschließungs-Linien
(CityBus)
Ergänzungs-Linien Nacht-Linien
bis 11.12.2010X1X10117601620629623 622A622B627628602621624704N12N43
Übergangsbezeichnung
auf den Planskizzen
PX1PX10P117P601P620P629P623P625P4P3P2P1602621624704 PN12PN43
ab 12.12.2010X1X10117601620622623629625A/B626627628602621624704N12N43

Planungsstand Frühjahr 2010
Status Quo bis 11.12.2010 - TagesverkehrStatus Quo bis 11.12.2010 - Nachtverkehr
Planfall ab 12.12.2010 - TagesverkehrPlanfall ab 12.12.2010 - Nachtverkehr
Hauptlinien ab 12.12.2010 - TagesverkehrHauptlinien ab 12.12.2010 - Taktfolge Tagesverkehr Montag bis FreitagHauptlinien ab 12.12.2010 - Taktfolge Tagesverkehr Wochenende
Erschließungslinien ab 12.12.2010 - TagesverkehrErschließungslinien ab 12.12.2010 - Taktfolge täglich


Eile mit Weile!!
Das Ergebnis der AG mit Stand Frühjahr 2010 musste auf Grund der auftretenden Probleme bei der konkreten Fahrplan-Gestaltung (Anschlussrealisierung, Umlaufzeiten, modifizierte Linienführungen, Zusatzforderungen und -leistungen, Berücksichtigung von weiteren Zwangspunkten) mehrmals revidiert werden, bis schließlich mit der Version vom 12.10.2010 die vorläufig letzte Modifizierung des Liniennetzes erfolgte.
Leider hat sich die HVG mit der Veröffentlichung der konkreten Fahrpläne zuviel Zeit gelassen, denn endlich am 19.11.2010, also erst gut drei Wochen vor Einführung des neuen Konzeptes - buchstäblich "auf den letzten Drücker", wurden die neuen Fahrpläne ins INTERNET gestellt und konnten nun sowohl bei der HVG als auch beim VBB abgerufen werden. Das Ergebnis ist entsprechend problematisch, da wiederum grundlegende, zuvor nicht diskutierte Änderungen erneut durch die HVG vorgenommen wurden. Auf der letzten Zusammenkunft des AK am 23.11.2010 wurde dieses Verhalten erneut scharf kritisiert, zumal erneut Teltow das Ziel der Änderungen bzw. nicht realisierten Vorgaben ist.

Aber auch die Bürger in Kleinmachnow und Stahnsdorf sind mit der konkreten Umsetzung des Fahrplan-Konzeptes nicht besonders glücklich. So ist damit zu rechnen, dass die ständige Beobachtung des Verkehrs (Evaluierung) zwangsläufig zu weiteren Veränderungen führen wird und muss, so dass im Laufe des nächsten Jahres mit weiteren Korrekturen zu rechnen sein dürfte.

Erste Fahrplan-Korrekturen wurden am 07.02.2011 erforderlich, nachdem massive Beschwerden aus Kleinmachnow und Stahnsdorf einliefen.
Auch in Teltow gab es massive Beschwerden, die ein weiteres Treffen von HVG-Vertretern mit der Stadtverwaltung und der Agenda-Gruppe zu Fragen des Teltower Busnetzes am 17.02.2011 notwendig machte. Aber leider blieb auch diese einstündige Beratung ohne Ergebnisse, so dass zum Evaluierungs-Treffen der AG "TKS 2010" am 01.03.2011 erneut die Diskussion zu dringenden Veränderungen vor allem in Teltow zu führen war, wobei die Chancen auf realisierbare Verbesserungen nach den bisherigen Diskussionen wohl eher unwahrscheinlich sind. Die entsprechenden Erläuterungen dazu werden im Folgenden gegeben.  

Welches sind nun die wesentlichen Neuerungen gegenüber dem Status Quo vom Herbst 2010 und die neu erwachsenen Probleme (Stand Sommer 2011) ?
(Wertung: Verbesserung, Verschlechterung, unverändert, sowohl Verbesserung als auch Verschlechterung)
Allgemein:
- Teilweise neue Linienführungen
- Erhebliche Erhöhung des gesamten Fahrtenangebotes, also sowohl zum Wochenverkehr (MF) als auch am Wochenende (WE) auf allen Haupt- und Erschließungs-Linien
- Veränderung des Fahrtenangebotes im Nachtverkehr für TeltowKleinmachnow und Stahnsdorf
- Durchgehende Gewährleistung aller Anschlüsse zum Schienenverkehr (U-Bahn, S-Bahn, Regionalbahn) an den SPNV-Übergängen S Teltow-Stadt, Teltow Bahnhof, Potsdam Hauptbahnhof, Potsdam Medienstadt, Berlin-Wannsee, S Berlin-Mexikoplatz, S Berlin-Zehlendorf, S Berlin-Lichterfelde/Ost, U Berlin-Krumme Lanke, U Berlin-Oskar-Helene-Heim
- Bus-Anschlussgarantie an den Hauptknoten S Teltow-Stadt, Teltow Warthestraße, Stahnsdorf Waldschänke
und an den Nebenknoten Teltow Bürgertreff, Kleinmachnow, Rathausmarkt, Kleinmachnow, Im Kamp/Meiereifeld, Stahnsdorf, Stahnsdorfer Hof

- Klare und übersichtliche Trennung von Stamm-(Haupt-)Linien, Erschließungs-Linien (ehemaliger CityBus) für alle drei Orte, Ergänzungs-Linien als Bestand bisheriger Linien für Schüler- und Berufsverkehr   
- Einführung eines (temporären) Rufbus-Systems auf den Erschließungslinien
- Wegfall und Neueinrichtung von Haltestellen in Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow
- Wegfall des CityBus-Sondertarifes und Fahrpreiserhöhung ab 01.01.2010 von 0,50 auf 1,20 € (CityBus) bzw. von 1,10 auf 1,20 € im Stadtverkehr der Kategorie I

Vergleich der Linienführungen und -angebote:
Ergänzungs-Linien:

602, 621, 624, 704 verkehren im Wesentlichen unverändert --> Linie 624 verbindet am Wochenende nicht mehr die Regionen TKS und Nuthetal

Stamm-Linien:

X1 unverändert
mit verbessertem Fahrtenangebot:
  1) 
im Tagesverkehr MF durchgängig im 20-Minutentakt
  2) Täglicher Spätverkehr und Tagesverkehr WE im 60-Minutentakt (dadurch 30-Minuten-Takt von Teltow Bahnhof bis Güterfelde Friedensstraße


601 in Teltow über Oderstraße, sonst unverändert mit verbessertem Fahrtenangebot:

  1) im Tagesverkehr MF durchgängig im 20-Minutentakt (zusätzlich im Berufsverkehr auch von/nach Teltow Sigridshorst)
  2) Täglicher Spätverkehr und Tagesverkehr WE im 60-Minutentakt
  --> teilweise wechselseitige Anschlüsse in S Teltow-Stadt/Teltow Bürgertreff zu den Stammlinien X10 (nur im MF-Berufsverkehr und am WE), 117, 620 und
       teilweise zu den Citylinien 625, 626

Problem:

Der Anschluss des 601 von Teltow Bahnhof ergibt leider keine vernünftige Umsteigezeit am S Teltow-Stadt. --> Hier wird auch beim VBB-Fahrplan ein Anschluss 04 auf 26 ausgegeben, was nicht akzeptabel ist. Die Mindest-Umsteigezeit wurde hier mit 3 Min. festgelegt. Ältere Bürger, Behinderte und Mütter mit Kinderwagen sind somit stark benachteiligt.

  --> Problemlösung: Abfahrt des 601 generell 1 Min. früher ab Sigridshorst/Teltow, Bahnhof

Auch die Nicht-Realisierung des 10-Minuten-Taktes der S25 wurde ebenfalls nicht gebührend berücksichtigt. Insbesondere die Anschlüsse zu den Citylinien wurden stiefmütterlich behandelt.
  --> ibid. in Teltow, Warthestraße zu den Stammlinien X10 (nur MF), 620, 629 und zur Citlinie 625
Auch hier wurden die Anschlüsse zu den Citylinien stiefmütterlich behandelt.  
  --> ibid. Stahnsdorf, Waldschänke zu den Stammlinien 620, 622, 623 und zu den Citylinien 626, 627, 629
Auch hier wurden die Anschlüsse zu den Citylinien stiefmütterlich behandelt.    

X10 am WE unverändert zwischen Zehlendorf, Eiche und S Teltow-Stadt, neu an MF in zwei Relationen durch Teltow:
  1) durchgängiger Tagesverkehr im 20-Minutentakt zwischen Berlin-Zoo und Teltow, Warthestr.
  2) im Berufsverkehr zusätzlich im 20-Minutentakt zwischen Berlin-Zoo und S Teltow-Stadt

Problem:

Die an sich gut gemeinte Lösung wird zum Problem
, da es im MF-Tagesverkehr keine durchgehende Verbindung mehr von S Teltow-Stadt nach S Zehlendorf gibt, was nicht akzeptabel ist.
Dies war ursprünglich eine wichtige Prämisse des Konzeptes.
   --> Problemlösung: Eine Lösung wäre die Umsteigerealisierung zwischen 601 und X10 an der Knesebeckbrücke/Badstraße. Ersteres funktioniert jedoch nicht mehr wegen der unverständlichen Auflassung der drei Haltestellen an der Knesebeckbrücke und außerdem gibt es nur eine zufällige Umsteigemöglichkeit von X10 auf 601 an der Badstraße (Umsteigezeiten von 10 bzw. 17´) !

117 verkehrt verkürzt nur noch zwischen S- Lichterfelde/Ost und S Teltow-Stadt, an allen Tagen Takt wie bisher.
  --> Anschluss zur Linie 620 am S Teltow-Stadt mit Einschränkungen am WE
  --> Ergänzungsverkehr an MF im Tagesverkehr durch Linie 625B von Teltow, Seehof nach Warthestraße (allerdings nur im nicht ausreichenden Tagesverkehr von 8 ... 16 Uhr
)

620 täglich zwischen S Berlin-Wannsee und S Teltow-Stadt mit erweitertem Fahrtangebot:
  1)
Tagesverkehr MF im 20-Minutentakt
 
2) Täglicher Spätverkehr und Tagesverkehr WE im 30-Minutentakt
  3) 
Täglich am Tagesrand 30-Minutentakt mit einigen Fahrten nicht über Stahnsdorf, Waldschänke

622 (Nachfolge-Linie für bisherige Linie 629): Linienführung von Stahnsdorf, Hildegardstr. bis U Krumme Lanke über Stahnsdorfer Hof, Kleinmachnow, Rathausmarkt, S Mexikoplatz
  
1) Tagesverkehr MF im 20-Minutentakt
 
2) Täglicher Spätverkehr und Tagesverkehr WE im 30-Minutentakt
  3) Täglich am Tagesrand 60-Minutentakt


623 (Nachfolge-Linie für bisherige Linie 623): Linienführung von Stahnsdorf, Hildegardstr. bis Zehlendorf, Eiche
      über Stahnsdorf, Waldschänke, Kleinmachnow, Rathausmarkt, S Zehlendorf
  
1) Tagesverkehr MF im 20-Minutentakt und Verlängerung der Linienführung von Zehlendorf, Eiche bis U Oskar-Helene-Heim
 
2) Täglicher Spätverkehr und Tagesverkehr WE im 30-Minutentakt
  3) Täglich am Tagesrand 60-Minutentakt

1. Problem:
Durch das Fahren einer "Acht" über Kleinmachnow, Rathausmarkt werden die Fahrzeiten der Linien 622/623 etwas verlängert.
Die Linien 622 und 623 fahren allerdings im Verbund, d.h. ein Umsteigen von Linie 622 auf 623 und zurück ist in Stahnsdorf, Hildegardstr. nicht erforderlich.
  --> günstige gemeinsame Ortserschließung von Stahnsdorf
Die sehr knappen Umläufe zwecks Einsparung von Mitteln führen in der Praxis leider zu teilweise erheblichen Verspätungen, so dass vor allem die Umsteigemöglichkeiten zur S-Bahn problematisch werden.

2. Problem:

Durch Wegfall der Linie 623 von Teltow, Warthestraße nach S Zehlendorf wird der wichtige Anlaufpunkt Behring-Krankenhaus nicht mehr direkt bedient.
Es muss jetzt in Kleinmachnow, Im Kamp (bzw. Meiereifeld) umgestiegen werden, was leider nicht während der gesamten Fahrzeit realisiert wurde. Am Tage wird eine akzeptable Umsteigezeit von ca. 7 Min. eingehalten, die sich am Tagesrand und am WE allerdings auf inakzeptable 25 Min.verlängert.

CityBus-Linien
(alle Linien verkehren täglich, am WE verkürzt und teilweise als RufBus; zur Problematik der Anschlüsse s. weiter oben):
625A (Nachfolge-Linie für CityBus 622A): Linienführung von Teltow, Bahnhof bis Postviertel gekürzt, keine Bedienung des Wiesenviertels, der Beethovenstr., der Neuen Wohnstadt und
   der Reha Seehof --> neue Route über Mühlendorf, Bürgertreff zur Warthestr. mit Verlängerung bis Ruhlsdorf über Iserstr.


625B
(Zusätzliche Linie zur MF-Tagesbedienung Seehof): Linienführung von Teltow, Maxim-Gorki-Str. bis Teltow, Warthestr., verkehrt MF von 08 bis 16 Uhr
Die Linien 625A/B realisieren im Tagesverkehr MF zwischen Teltow, Warthestr. und Bürgertreff/Zehlendorfer Str. einen 30-Minutentakt.  

626
(Nachfolge-Linie für CityBus 622B): Beginn Teltow, Bürgertreff über Reha, Seehof nach Ruhlsdorf über Ruhlsdorfer Str. und Fortsetzung bis Stahnsdorf, Waldschänke über Greenpark

627
(CityBus-Linie Stahnsdorf): Linienführung von Stahnsdorf, Waldschänke über Güterfelde nach Schenkenhorst/Sputendorf
Diese Linie wird im Berufsverkehr MF zum 20-Minuten-Takt von Stahnsdorf, Annastraße bis Waldschänke  erweitert.

- R628
(RufBus-Linie Kleinmachnow, Fahrplanfahrten nur zum Berufsverkehr): Linienführung von Dreilinden nach Kleinmachnow, Rathausmarkt über R.-Breitscheid-Str.
  Die bisherige Linie 628 wird damit entscheidend gekürzt.
629 (CityBus-Linie Kleinmachnow als Ersatz für entfallende Linie 117, kein RufBus-Verkehr): Linienführung von Stahnsdorf, Waldschänke über Kleinmachnow nach Teltow, Nuthestr.

Nacht-Linien (Alle Linien - bis auf Linie N43 -  fahren jetzt täglich im Stundentakt. Gemeinsamer Anschluss- und Umsteigepunkt ist Kleinmachnow, Im Kamp.)
- N12: 
Diese Linie verkehrt über Kleinmachnow, Rathausmarkt, Stahnsdorf, Waldschänke zur Bahnhofstr. 
             Teltow wird nicht mehr bedient.

- N43: Diese Linie verkehrt zusätzlich über Kleinmachnow, Rathausmarkt und wird bis Teltow, Bahnhof verlängert.
             Diese Lösung wird leider unverständlicherweise dadurch konterkariert, dass sie in der Woche (MF) nur im 2-Stunden-Takt verkehrt. Das bedeutet eine klare                          Verschlechterung gegenüber dem Status Quo, wo die Nachtlinie N12 auch in der Woche täglich fuhr. Begründung dafür ist der zusätzliche Einsatz eines
             2. Fahrzeuges, dessen Finanzierung angeblich nicht gesichert ist
!?


Aktuelles Liniennetz TKS 2010 - gültig bis 10.12.2011 (*.pdf-DownLoad)
Es sollte im Laufe des Jahres 2011 begonnen werden, die bisher bekannten und noch nicht befriedigend gelösten Probleme sollten ebenfalls im Laufe des Jahres 2011 zu verändern sein (s. nächster Abschnitt).  

Am Donnerstag, dem 02.12.2010, ab 10 Uhr fand schließlich die offizielle Pressefahrt durch die HVG statt, auf der der Presse das neue Konzept in der realen Lage nähergebracht werden sollte. Auf dieser Veranstaltung wurde auch die Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Kreis PM und den drei Bürgermeistern der Region unterzeichnet. Bei dieser Fahrt bekamen alle Teilnehmer bereits einen Vorgeschmack auf das zu erwartende Chaos, das durch den plötzlichen harten Wintereinbruch zu befürchten war. 

Auch war bereits zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Skepsis zum Gelingen des Projektes nach der nicht optimalen Erarbeitung des Fahrplanes angebracht.
Der Protest in der Region stieg wegen der vielen absehbaren Unzulänglichkeiten, von denen oben nur einige erwähnt werden konnten, deutlich an.



Start mit Hindernissen - noch viel Optimierung erforderlich !

Eine tiefgreifende Analyse des ab Dez. 2011 geplanten Fahrplanangebotes bereits im August 2010 zeigte, dass das offerierte Angebot insbesondere nicht den Vorstellungen und Intentionen der AG-Mitglieder aus Teltow entsprach. Die wichtigsten Probleme wurden ja bereits oben in den Linienbeschreibungen berücksichtigt.

Am 12.12.2010, dem Tag des Großen Fahrplanwechsels, der also alle Verkehrsmittel (S-Bahn, U-Bahn, Regionalbahn, Busse und Straßenbahnen) betrifft, begann schließlich die Feuertaufe für das neue Buskonzept, auf dessen Einführung sich die HVG nach eigenen Worten sehr gut vorbereitet hatte. Doch bereits am ersten Tag, einem verkehrsberuhigten Sonntag, begann das Ganze gleich mit etlichen Pleiten, Pech und Pannen.

Im Anschluss seien einige Beispiele (ohne Wichtung und Vollständigkeit) genannt, die es galt, in den Folgewochen ernsthaft auszuwerten und vor allem abzustellen bzw. zu vermeiden:
- Die Rufbuszentrale mit der Ruf-Nr. 0331-7491-400 war nicht planmäßig scharf geschaltet worden, so dass die Anrufer am Starttag bis ca. 11:00 Uhr keinen Anschluss erreichten und somit die Rufbusse nicht nutzen konnten. Diese Panne wurde jedoch relativ schnell bis Mittag behoben, wonach dann allgemein eine erstaunlich gute Resonanz auf dieses Angebot zu beobachten war. Ab der zweiten Tageshälfte bis Dienstag vormittag gab es immerhin 23 Reservierungswünsche, was auf eine gute Akzeptanz dieses neuen Angebotes für die Region TKS hoffen lässt.
In der Folgezeit zeigte sich tatsächlich, dass das Rufbus-Angebot eine echte Alternative für die weniger frequentierten Fahrten zur Svz und am WE darstellen kann - und da die Vorhaltung dieses Angebotes auch kostenschonend ist, wäre zu überlegen, weitere (temporäre) Angebote auch auf anderen Linien einzuführen.

- Viele Fahrgäste standen vor den Fahrplänen an ihren Stamm-Haltestellen und rieben sich verwundert die Augen, weil sie ihren Stammbus nicht mehr vorfanden bzw. mit neuen Linien und neuen Takten konfrontiert wurden. Der einerseits verständliche Unmut der Fahrgäste war zum Teil durch die HVG hausgemacht, denn viele Fahrgäste hatten das als Postwurfsendung an fast alle Haushalte der Region verschickte Info-Material nicht ernst genommen. Andererseits konnte man - außer etwas über die neuen Linienführungen zu erfahren - mit den Infos leider nur wenig anfangen, denn der reguläre Fahrplan war nicht wie ursprünglich geplant auch in diesen Info-Schriften veröffentlicht worden. Lediglich INTERNET-Nutzer konnten sich direkt bei der HVG oder dem VBB kundig machen. Die vorbereitende Informationspolit
ik war also ziemlich vernachlässigt worden, so dass es selbst am Tag vor der Systemeinführung weder Pressehinweise noch besseres Infomaterial für die zu erwartenden einschneidenden Veränderungen der Fahrtrouten und Takte gab. (Man wog sich wohl zu sehr in Sicherheit und meinte, auf der einzigen Großveranstaltung für die Bevölkerung in Kleinmachnow alles gesagt zu haben!)
Trotz vielfacher Hinweise der AG im Vorfeld wurde jedoch nicht nachgebessert, so dass das Chaos vorprogrammiert war.
Die Auswirkungen des Schnee- und Kälteeinbruchs hielten sich aber zum Glück in Grenzen, so dass viele Busse trotz alledem relativ pünktlich fuhren.
Sicher war dies auch dem Umstand geschuldet, dass - wie üblich - die Planumstellung an einem Sonntag stattfand, an dem natürlich auch weniger Fahrgäste unterwegs waren und der Organisationsstress deutlich geringer ausfiel als z.B. zur Hvz.

- Schmerzlich vermisst wurden auch die zuvor avisierten Ansprechpartner der HVG, die zumindest an den wichtigen Knotenpunkten - wie z.B. S Teltow(Te)-Stadt, Regionalbahnhof Te, Te-Warthestr., Stahnsdorf (Stdf) Waldschänke, Stahnsdorfer Hof und am neuen Linienwechselpunkt Hildegardstr. sowie am Kleinmachnower (Klm) Rathausmarkt, OdF-Platz und Meiereifeld/Ecke Zehlendorfer Damm - von Anbeginn der Maßnahme hätten präsent sein müssen. Erst am Nachmittag trafen dann auch vereinzelt HVG-Mitarbeiter ein, die die Umstellung auf das neue Bussystem unterstützen sollten.

- Insbesondere auf den Linienpaaren X1/601 und 622/623 klappten die Umläufe mehr schlecht als recht, so dass es schon am Sonntag vereinzelt zu sich aufschaukelnden Verspätungen kam. Auch die Busfahrer machten ihrem Unmut Luft, denn so verkürzten sich auch deren Pausenzeiten drastisch.
Überhaupt beklagten die Mitarbeiter der fahrenden Zunft, dass sie zu lange im Unklaren über die kommende Umstellung gelassen wurden. Mit ihnen war im Vorfeld viel zu wenig gesprochen worden, Einweisungen hatten kaum stattgefunden und Kritik wurde einfach ignoriert.
Auch der starke Einsatz von Potsdamer Fahrpersonal vor allem auf den Linien X1/601 machte die Disposition nicht einfacher, denn im Vorfeld waren auch notwendige Streckenkundefahrten sträflich vernachlässigt worden.

- Einige grundsätzliche Anschlusskonstruktionen machten keinen professionellen Eindruck. So waren die Umsteigezeiten zwischen den Linien 620 und 623 bzw. 117 und 620 einfach zu lang, um akzeptiert zu werden. Auch die City-Linien wurden ziemlich stiefmütterlich behandelt, indem kurze Anschlüsse zur S-Bahn in Teltow bzw. zu anderen Bussen an der Stahnsdorfer Waldschänke bis heute noch nicht in jeder Hinsicht optimal realisiert sind.

- Auch der Anschluss des 601 aus Richtung Teltow-Ost am S Teltow-Stadt war fahrplanmäßig (FPl) mit 2 Min. Umsteigezeit zu knapp bemessen - und das war sogar den Programmierern des VBB zu knapp, die hier eine Umsteigezeit von 3 Min. erwartet hatten ! Somit wurde der offizielle Anschluss vom 601 zur S25 mit 22 Min. ausgewiesen, was natürlich ein Unding war !! In den Folgemonaten wurde dann "als Lösung" einfach die minimale 3-Min-Umsteigezeit von Bussen auf S-Bahnen entgegen den Prämissen der Projekterarbeitung vom Februar 2010 auf 2 Min reduziert und somit als ausreichend definiert. Damit war zwar das Problem "formal aus der Welt", doch die Senioren und Mütter mit Kleinkindern hatten weiterhin keine Chance, den Umsteigevorgang zu absolvieren.
So
dauerte es schließlich bis zum 11.12.2011 mit dem vollzogenen Großen Fahrplanwechsel und weiteren Veränderungen/Verbesserungen (?) im FPl-Angebot Winter 2011/12, dass durch ein neues Fahrzeitprofil die fehlende Minute herausgearbeitet wurde und damit nun offiziell effektiv 3 Min. Umsteigezeit zur Verfügung stehen.   
   


- Die Kleinmachnower Fahrgäste hatten vor allem massive Probleme bei den  S-Bahn-Anschlüssen in S Zehlendorf und S Mexikoplatz - hier vor allem aus  Ri. Berlin - sowie den Umsteigerelationen in Stdf. Waldschänke. Dies war insbesondere den sehr knappen Umläufen auf den Linien 622/623 geschuldet, wo man prinzipiell aus Kostengründen nicht bereit ist, ein weiteres Fahrzeug (Fzg) für einen optimalen Umlauf vorzuhalten. Auch der Einsaz von Großraumbussen war zunächst nicht vorgesehen, was allerdings umgehend bald verändert wurde.


Natürlich gibt es auch über etliche postive Beispiele zu berichten, wobei man sich allerdings lange Zeit fragen musste:
Was überwiegt, die positiven oder die negativen Beispiele ?

- Der durchgängige 20´-Takt zur Hvz bzw. der 30´-Takt zur Svz und dem WE auf allen Stammlinien ist ein echter Gewinn, wodurch sich die Flexibilität der Fahrgäste deutlich verbessert. Auch hat das Angebot verschiedener Fahrtvarianten über unterschiedliche Wege deutlich zugenommen:
So kann man z.B. von Te-Ost nach Klm Rathausmarkt mit den Linien X1/620 bzw. 601/620 über Teltow-Warthestr. sowie X1/622 bzw. 601/622 über Stahnsdorfer Hof oder auch X1/623 bzw. 601/623 über Waldschänke mit nur unwesentlichen Fahrzeitunterschieden fahren.

- Die großzügige Erschließung von Kleinmachnow und Stahnsdorf über die Linienkombination 622/623 ist ebenso ein Zugewinn - allerdings hatte das Personal noch erhebliche Schwierigkeiten mit den Fahrtzielanzeigen und auch der VBB machte in seinen online-Ergebnissen anfänglich bzgl. dieser beiden Linien keine gute Figur.
Als Manko wurde hierbei allerdings die Aufgabe der zeitweisen Bedienung der Alten Potsdamer Landstraße für die Stahnsdorfer Senioren gesehen. Mit dem FPl-Wechsel zum 11.12.2011 gab es hier aber auch eine gute Lösung, indem die Linie 627 während ihrer Wartezeit in Stdf Waldschänke von dort aus dreimal am Vormittag über den Rundkurs "Alte Potsdamer Landstraße/John-Graudenz-Straße und Potsdamer Allee" zurück zur Waldschänke als Rufbus verkehren wird. 

- Die Bedienung der Oderstraße über fünf Buslinien (X10, 601, 625A/B, 629) wird ebenfalls als sehr positiv eingeschätzt.
Durch die neue Linienführung der Linie X10 ab 11.12.2011 der entfällt zwar die Anbindung der Oderstraße, dafür besteht nun aber neu eine tägliche Verbindung zwischen Te-West und S Zehlendorf mit zusätzlicher Anbindung der weiteren Umgebung der Ramrathbrücke (u.a. des Landratsamtes).  


Start des Berufsverkehrs am 12.12.2010
Alles in allem war der Start am Sonntag, dem 12.12.2010, noch sehr vielversprechend.
Jedoch an den folgenden Tagen vom Montag, dem 13.12.2010, bis Mittwoch, dem 15.12.2010, kam es im Berufsverkehr tatsächlich zum prophezeiten Chaos. Nichts lief im Takt. Bei der HVG hatte man sich nicht auf den überraschend hohen Zusspruch der Fahrgäste eingestellt. So kam es dazu, dass praktisch für alle Stammlinien der Fahrplan zur Makulatur wurde. Vor allem die Linien X1, 601, 620, 622, 623, 629 waren davon betroffen. Viele Fahrgästen konnten wegen der zu kleinen Busse teilweise nicht befördert werden, die Schüler mussten deutlich längere Wege in Kauf nehmen. So entstanden Verspätungen bis zu 40´ und mehr, was natürlich auch den schlechten Straßenverhältnissen geschuldet war. Der Winterdienst hatte - wie so oft - seine Aufgaben auch nicht richtig erfüllt !! So fuhren einige Busse, wenn sie nicht gleich ganz ausfielen, nur auf Teilstrecken, um dann wieder umzukehren und weitere wartende Fahrgäste heranzuholen. In Ortsteil Sigridshorst, der nun zwar besser bedient wird, warteten die Fahrgäste z.B. 20´ und länger, da z.B. der reguläre Bus um 10:56 Uhr ausfiel, und um 11:20 Uhr immer noch kein Ersatz-Bus in Sicht war, obwohl am Regional-Bhf. Teltow die Busse der Linien X1 und 601 für ihren neuen Einsatz bereitstanden. Ein entsprechendes Telefonat mit der Einsatzleitung löste dann zwar das Problem mit Kulanz, indem ein Bus vom Bahnhof Teltow nach Sigridshorst beordert wurde.
In den Folgetagen wurde die Situation vor allem durch Bereitstellung von Gelenkbussen auf den Linien 622/623 in Kleinmachnow und Stahnsdorf zu Glück deutlich entschärft.

Das weitaus größte Problem ergab sich jedoch
für Teltow durch die überaus schlechte Bedienung der BVG-Linie X10, die hier eine tragende Säule des Berufsverkehrs darstellt. An der Endstelle Warthestr. kamen etlich Busse zu spät oder gar nicht zum Einsatz, so dass Ausfälle zu beklagen waren. Die schlimmsten Einbrüche gab es jedoch auf dem Berufsverkehrsast zum S Teltow-Stadt, wo die als "Einsetzer" behandelten Zusatzverkehre auf Grund von massivem Fahrzeugmangel bei der BVG mehrfach ausfielen, d.h. eine der wesentlichen Prämissen des neuen Konzeptes, viel Busverkehr über den Teltower Damm zu schleusen, ging nicht auf. So nahm es nicht wunder, dass die Fahrgäste sehr verärgert reagierten und das ganze Konzept in Frage stellten. Auch die BVG muss sich zu diesem Konzept durch Taten bekennen, sonst ist die ganze Mühe vergebens. So mussten viele Fahrgäste, statt den X10 von der Warthestr. zu nutzen, über den Umsteigefahrweg 620/623 ausweichen, was natürlich nicht ideal ist. Das wurde noch dadurch potenziert, dass 620 und 623 eigene Probleme mit der Pünktlichkeit hatten und somit die zu garantierenden Umstiege von 7´ an den Hst. "Im Kamp" bzw. "Meiereifeld" kaum realisierbar waren.

Und auch die Bedienung von Te-Seehof gab Anlass zu geharnischter Kritik. Das Zusammenspiel der Linien 117/620 war vielfach Glücksache - vor allem in Richtung Seehof. Und auch die Bedienung der Senioren durch die zusätzliche Linie 625B hatte ihre Probleme - u.a. zu hohe Bus-Einstiege, Einsatz nur von 08:00 bis 16:00 Uhr.
Die Forderungen nach Wiedereinführung der alten Linie 117 war unüberhörbar. Leider konnte dieses Problem bisher aber nicht gelöst werden
(s. weiter unten).  

Diese Unbequemlichkeiten führten dann zu solchen polemischen Äußerungen, wie sie der RBB in seiner Sendiung am 18.12.2010 ungerechterweise ausstrahlte.
Doch eines sollten sich die Fahrgäste auch klarmachen:
Über die Dauer-Misere bei der S-Bahn, die auf eigenen Gleiskörpern unabhängig von Straßenverkehrsverhältnissen verkehrt, redet niemand mehr bzw. toleriert überfüllte, verkürzte Züge, aber dem Busverkehr lastet man massiv die Witterungsprobleme mit schlechten Straßenverhältnissen an. Dass es hierbei ernsthafte Probleme bei der Einführung eines völlig neuen Konzeptes geben würde, war eigentlich zu erwarten. Das soll natürlich nicht die grundsätzlichen Mängel des nun eingeführten FPl einschließlich der zu eng konstruierten Umläufe beschönigen - hier werden und müssen sich beide Busunternehmen in den Jahren 2011/12 dringend etwas einfallen lassen müssen !!       

Einige weitere negative Schlaglichter vom ersten Berufsverkehr:
- Linie X10 fährt wochentags im Tagesverkehr nicht mehr vom S Teltow-Stadt nach S Zehlendorf.--> Fahrt mit 601/X10 und Umsteigen Badstr. --> deutliche Fahrzeitverlängerung
- Massive Busverspätungen am Kleinmachnower Rathausmarkt am 13.12.2010.
- Die angeblich eingesetzten Beobachter und das Service-Personal hat niemand wahrgenommen.
- Ein Bus der Linie X10 fuhr anstatt über die Oderstr. über die Potsdamer Str., rangierte dann aber wieder zurück in die richtige Richtung.
- Linie 620 hatte durchgängig am 13.12.2010 ca. 10´ Verspätung --> dadurch auch verpatzte Anschlüsse zu 117 und zurück
- Linie X10 Ausfall alle Tage 6:56 Uhr ab Warthestr. und sehr wenige Fahrgäste ab Warthestr.  

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Zwar haben sich die Verhältnisse in den Folgewochen langsam gebessert - was sicher dem Ende des strengen Wintereinbruchs ab Januar geschuldet war -, jedoch einige grundsätzliche Probleme wie z.B. die extrem knappen Umläufe auf den Linien X1/601 und 622/623 bereiten dem Fahrpersonal und den Fahrgästen weiterhin viel Ungemach !! Hier gibt es noch vieles zu verbessern, allerdings sind die Aussichten auf Erfolg generell nicht so günstig wie die Diskussionen auf den bisherigen Evaluierungstreffen zeigten. Die HVG und die BVG sind leider in ihrer Beweglichkeit und ihrem Mut zu Veränderungen zu unflexibel.

Hinzu kamen noch die neuerlichen Probleme bei der S-Bahn, die ihren Fahrplan auf einen sicheren Winterbetrieb mit längeren Fahrzeiten umstellen musste, was zu weiteren massiven Anschlussproblemen zum Busverkehr führte.
Das S-Bahn-Angebot wurde ab Ende Februar zwar wieder normalisiert, allerdings konnte der 10-Minuten-Takt erst im Sommer 2011 eingeführt werden - zum Glück allerdings für die zusätzlich lärmgeplagten Anlieger unmittelbar an der Trasse der S25 !!


Weitere Optimierung der Fahrpläne tut not
Seit Februar 2011 wurden bis zum heutigen Tag fünf Evaluierungstreffen der AG "TKS 2010" durchgeführt - am 01.03., 06.04., 17.05., 16.06. und 12.10. Während sich die Fahrpläne nach einigen kosmetischen Änderungen für die Orte Kleinmachnow und Stahnsdorf im Februar und August zunehmend stabilisierten, blieben für Teltow die geschilderten ernsthaften Probleme bestehen.
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Allerdings kam es zwischenzeitlich auch in Kleinmachnow zu einem kleinen Bürgeraufstand, der seine Wellen bis in den Kreistag schlug. Trotz des für diesen Ort am stärksten aufgewerteten Fahrtenangebotes beschwerten sich insbesondere die Anlieger der Förster-Funke-Allee darüber, dass das ÖPNV-Angebot überdimensioniert sei und dadurch erheblichen Lärm zusätzlich produziert. Nun ergaben allerdings aktuelle Fahrzeugzählungen, dass der ÖPNV-Anteil an der Gesamtbelastung nur etwa 5% ausmacht !! Nach der Devise: "Es jedem recht zu tun ist eine Kunst, die niemand kann!" wurde deshalb als "Good-will"-Angebot für die Bürger die Linie 629 ab 15.08.2011 in ihrer Linienführung so verändert, dass sie nun direkt über den Zehlendorfer Damm führt. Damit wurden die täglichen Fahrten in der Förster-Funke-Allee von etwa 320 auf 240 Fahrten reduziert, so dass der Busanteil am gesamten Fahrzeugaufkommen sogar nur noch etwa 3,5 % beträgt.
Unverständlich muss auch bleiben, dass die Kleinmachnower das überaus attraktive Angebot scheinbar nicht im erhofften Maße annehmen, was dem eigentlichen Anliegen des gesamten Projektes zuwider läuft.
Erste verbindliche Aussagen der HVG hierzu im Herbst 2011 belegen jedoch zweifelsfrei, dass das überaus attraktive Angebot insbesondere in Kleinmachnow durchaus gut angenommen wird, auch wenn es oft den Anschein hat, als ob die oftmals die Busse ziemlich leer durch den Ort fahren. 

Denn mit den aus Fahrscheinverkäufen ermittelten Umsätzen für das 1. Hj. 2011 sind erhebliche Mehreinahmen gegenüber 2009 zu verzeichnen (Stand 30.06.2011). Damit konnte der Nachweis erbracht werden, dass das insgesamt verbesserte Angebot mit einem Zusatzaufwand von 870 T€ gerechtfertigt ist und zu einem erheblichen Teil bereits im 1. Hj. 2011 aufgebracht werden konnte. Deshalb sollte unbedingt auch künftig in der TKS-Region an der Angebotsorientierung für den ÖPNV festgehalten werden.
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Auf den vergangenen Evalierungstreffen konnten folgende Mängel trotz hartem Ringen um FPl-Änderungen bzw. um optimierte Linienführungen in Teltow bisher nicht ausgeräumt werden:
Alle im Zusammenhang mit der BVG zu erörternden Fragen (X10, 117) sind grundsätzlich erst ab 12/2012 zu klären, da die BVG zu diesem Zeitpunkt eine Neuordnung des ÖPNV in Steglitz-Zehlendorf plant. (Da jedoch dringender Handlungsbedarf besteht, sollte zumindest erörtert werden, ob bereits ab 12/2011 Kompromisslösungen möglich sind.)
Diskutiert werden dabei folgende Veränderungen:
   . Durchbinden der Linien 117/620 ohne Umsteigevorgang (Zur Zeit sind kurze Zwangs-Umsteigezeiten am S Teltow-Stadt von etwa 5´ erforderlich.), um den Einwohnern des Ortsteiles Seehof wieder eine Direktverbindung in die Teltower Innenstadt anzubieten. Diese Möglichkeit wurde in den bisherigen Verhandlungen von der BVG jedoch abgelehnt - und somit wird es für 2011 noch keine Lösung angeboten.
   . Alternativ dazu wird über eine ganztägige stündliche Verlängerung der Linie 629 nach Seehof als Ersatz für die Notlösung Linie 625B debattiert. Diese attraktive Verbindung zum Einkaufszentrum Oderstraße und der durchgängige Anschluss nach Klm wären für die Seehofer Bürger ideal. Leider wird diese Lösung vom Kreis und der HVG aus Kostengründen bisher nicht unterstützt, obwohl inzwischen der Nachweis erbracht wurde, dass die dafür aufzubringenden Mittel bereits jetzt durch erfolgte Einsparungen und weitere Maßnahmen zu kompensieren wären. Eine Entscheidung darüber ist nun zur nächsten Evaluierungsrunde am 25. Januar 2012 vorgesehen.
   . Die Verbindung von Teltow nach S Zehlendorf via Linie X10 war das Sorgenkind. In dieser Relation gibt es ab 11.12.2011 ein neues Angebot der BVG, um die Gesamtsituation zu verbessern:
Dazu wird die Linienführung des X10W (Linienast zur Warthestr.) während der gesamten Woche -
also auch am WE - nunmehr grundsätzlich über die Potsdamer Straße geführt. Damit wird der SBT weiterhin nur zum Berufsverkehr durch den Linienast X10S bedient werden. Außerhalb dieses Angebotes und am WE lässt sich aber der Anschluss von den Linien X1/601 zur X10 günstiger gestalten. Er ist dann zwischen X1/X10 regelmäßig am Ruhlsdorfer Platz und zwischen 601/X10 (hier allerdings nur nachmittags) in der Zehlendorfer Straße möglich. Als erweitertes Angebot ist in diesem Zusammenhang auch eine Verlängerung der Linie X10W bis zur Ramrathbrücke/Landratsamt (Speicherstadt) vorgesehen, was ausdrücklich sehr zu begrüßen ist !! Hierfür müssen allerdings noch die technischen Voraussetzungen (Wendemöglichkeit, Haltestellen) durch die Stadt Teltow realisiert werden !

Auch die HVG hat in Teltow noch einiges nachzubessern:
- Die Einschränkung des Nachtverkehrs der Linie N43 von Mo-Do auf einen 2-Stunden-Takt.
(Die von Klm. geforderte Verlegung des Nacht-Umsteigepunktes "Im Kamp" zum "Rathausplatz" würde die Linienführung in Teltow noch einmal vom RBT zum SBT verkürzen. Deshalb wurde diesem Anliegen bisher nicht zugestimmt.)

- Die Verbesserung des Anschlusses von der Linie 601 am SBT zur Linie S25 aus Richtung Osten durch Verlegung der Abfahrt ab RBT um 1 Min. nach vorne sollte eigentlich keine große Hürde darstellen, denn vor allem ältere Menschen schafften den Umstieg in die S25 nicht in zwei Minuten. Die Realisierung dieser Forderung erfolgt nun ebenfalls ab 11.12.2011 durch Fahrzeiteinsparung - die Umsteigezeit beträgt dann regulär 3 Min.
- Überhaupt ist die Unpünktlichkeit der Linien X1/601 speziell bei Ankunft aus Potsdam nicht immer vorbildlich. Die sehr engen Umläufe sind hier anscheinend dringend zu verbessern. Verspätungen vor allem der Linie 601 von 10´ im Berufsverkehr sind keine Seltenheit. Man will nun versuchen, diesem Problem durch Zugabe von je einer Minute auf den Linien X1/601 ab 11.12.2011 zu begegnen.
- Weiterhin fehlt immer noch die Realisierung des Anschlusses der späten Züge der RE5 (Ankunft gegen 00:25 bzw. am WE auch um 1:30 Uhr) an die Busse der Linien X1, 601 oder N43.
- Die Agenda und auch die Stadtverwaltung in Teltow befürworten außerdem die Wiederinbetriebnahme der Haltestellen im Bereich Knesebeckbrücke, die ebenfalls bessere Anschlussmöglichkeiten ergeben würden.
- Die FPl der Citybusse der Linien 625 und 626 sind nach wie vor trotz 10-Minuten-Takt der S25 nicht optimal gestaltet (Wartezeit von S25 auf 625A Ri Innenstadt und umgekehrt = 11 Min., Wartezeit von 626 auf S25 aus Ri. Reha und umgekehrt = 11 Min.). Auch die ganztägige Anbindung der Anne-Frank-Schule an Linie 625A lässt nach wie vor zu wünschen übrig.
Hier wird es einige Nachbesserungen ebenfalls ab 11.12.2011 geben.  


Ein Jahr Betriebserfahrungen mit TKS2010 - ein erstes Resümee und weitere Veränderungen im Regionalverkehr
Das neue Linienangebot ab 11.12.2011 kann hier als  
<*.pdf-DownLoad>  heruntergeladen werden.

Sieht man einmal von den genannten ungelösten Problemen ab, ist die Einführung des TKS2010 trotzdem als Erfolg zu werten. Denn erstmalig gelang die Konstruktion eines harmonisierten Systems im ÖPNV der Region, was trotz Mehraufwand zu einer deutlichen Zunahme des Fahrgastaufkommens führte - dem Hauptanliegen der gesamten Aktion. Die regelmäßigen Evaluierungstreffen führten und führen dabei zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Angebotes.
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Auch für die Gemeinde Stahnsdorf ist inzwischen über weitere positive Aspekte zu berichten. So konnte an der Waldschänke ein neuer Umsteigepunkt mit Unterstellmöglichkeiten und elektronischer Busankündigung (DFI) ebenso wie auch am Teltower Knoten Warthestraße und dem Kleinmachnower Rathausmarkt neu in Betrieb genommen werden.
Auch den vehementen Forderungen der Senioren nach temporärer Bedienung der Alten Potsdamer Landstraße kann nun doch ab 11.12.2011 durch ein neues Rufbusangebot entsprochen werden.
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Bleibt nun vor allem noch für Teltow zu hoffen, dass auch die Seehofer Bürger mit einem besseres Angebot bedient werden. denn wie die genannten Beispiele zeigen, ist, Wo ein Wille ist, auch ein Weg !!

Abschließend noch einige Bemerkungen zur Veränderung der Fahrpläne beim Regionalexpress RE4 am Regionalbahnhof Teltow
Ganz heimlich still und leise hat auch DB-Regio den FPl der RE-Linie 4 umgeändert mit folgenden Inhalten:
- Der Zuglauf wurde von Wismar/Wittenberge - Jüterbog/Ludwigsfelde zurückgezogen und verkehrt nun nur noch zwischen Rathenow und
Jüterbog/Ludwigsfelde, allerdings mit etwas erweitertem Angebot nach Jüterbog.
- Die Durchfahrtzeiten am RBT änderten sich dadurch erheblich:
   . Ankunft aus Ri. Lu´felde / Abfahrt in Ri. Berlin jeweils zu den Minuten 39/40 mit kleineren Abweichungen
   . Ankunft aus Ri. Berlin / Abfahrt in Ri. Lu´felde jeweils zu den Minuten 22/23 mit kleineren Abweichungen

Durch diese Maßnahme mussten auch die Anschlussverbindungen der Buslinien X1 / 601 entsprechend modifiziert werden:
- Die Linie X1 behält ihren Fahrplan bei.
  .  Der Anschluss zum RE4 nach Berlin im Tagesverkehr wird dadurch sicherer und kürzer:
     Mo-Fr: Ankunft X1 von Potsdam zur Minute 33, Abfahrt RE4 nach Berlin zur Minute 40
      WE  : Ankunft X1 von Potsdam zur Minute 32, Abfahrt RE4 nach Berlin zur Minute 40
  .  Der Anschluss vom RE4 aus Berlin im Tagesverkehr wird dadurch ebenfalls sicherer und kürzer:
     Mo-Fr: Ankunft RE4 aus Berlin zur Minute 22, Abfahrt X1 nach Potsdam zur Minute 31
       WE : Ankunft RE4 aus Berlin zur Minute 22, Abfahrt X1 nach Potsdam zur Minute 33
  .  Ähnliches trifft an Arbeitstagen auch für den Anschluss von/nach Ri. Lu´felde zu:
     Mo-Fr: Ankunft X1 von Potsdam zur Minute 13, Abfahrt RE4 nach Lu´felde zur Minute 23
     Mo-Fr: Ankunft RE4 von Lu´felde zur Minute 39, Abfahrt X1 nach Potsdam zur Minute 51

- Die Linie 601 behält ihren Fahrplan prinzipiell ebenfalls bei, wobei hier speziell im Berufsverkehr nicht die Anschlüsse von und nach Potsdam, sondern von und nach Te-Sigridshorst im Fokus stehen.
  .  Mo-Fr: Ankunft 601 von Te-Sigridshorst zur Minute 38,
Abfahrt RE4 nach Berlin zur Minute 40 (nur im Berufsverkehr)
  .  Mo-Fr: Ankunft 601 von Te-Sigridshorst zur Minute 18, Abfahrt RE4 nach Lu´felde zur Minute 23 (im gesamten Tagesverkehr)
  .  Mo-Fr: Ankunft RE4 von Berlin zur Minute 22, Abfahrt 601 nach Te-Sigridshorst nur 06:23, 07:24, 14:24 ... 17:24, 19:25
  .  Mo-Fr: Ankunft RE4 von Lu´felde zur Minute 39, Abfahrt 601 nach Te-Sigridshorst nur 06:44, 14:44 ... 17:44, 18:43, 19:43

Ob diese Veränderungen als positiv zu bewerten sind, möchten wir bezweifeln. Die grundsätzliche Verschiebung der RE4-Zeiten um ca. 30´ wertet zwar die Bedeutung der Linie X1 auf, bringt aber für die Einwohner von Te-Sigridshorst bzgl. des Regionalbahn-Anschlusses erhebliche Nachteile mit sich.
 
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Wir geben aber die Hoffnung weiterhin nicht auf, für die Verhältnisse in Teltow Verbesserungen zu erreichen. Ein langer und mühsamer Weg liegt allerdings noch vor uns !!
Die oben benannten Unzulänglichkeiten und Probleme werden wir weiterhin auch öffentlich artikulieren, um endlich auch für Teltow ein den Kosten äquivalentes Leistungsangebot zu erhalten, was durch das bisherige Angebot insgesamt noch nicht realisiert wurde !!! Die Verkehrsbetriebe müssen weiter in die Pflicht genommen werden, damit es gelingt, durch ein attraktives Angebot die Bevölkerung zum Benutzen des ÖPNV anstelle des teuren MIV zu bewegen!          



Durch die vielen Aktivitäten ist eine Menge in Bewegung geraten, was hoffentlich zu einem für alle Seiten befriedigenden Ergebnis führen wird ! Wir werden an dieser Stelle über den weiteren Fortgang der Dinge berichten !

Trotz der nicht immer in allen Punkten positiven Entwicklung unseres Teltower ÖPNV sollten Sie, liebe Fahrgäste, bitte weiterhin unseren CityBussen - auch ohne Sondertarif - und dem gesamten ÖPNV - auch unserer Umwelt zuliebe - gewogen bleiben, um zu demonstrieren, dass Sie den regionalen ÖPNV als wichtige Größe unserer Mobilität anerkennen und schätzen. Sie motivieren damit auch uns, uns weiter für den Fortbestand dieser umweltfreundlichen Verkehrsmittel zu engagieren.
Schließen Sie sich deshalb bitte der am 11.02.2008 in der "Regional-Rundschau" formulierten Bewegung:

"Busfahren macht Kinder froh - und Erwachsene ebenso!"

unbedingt an und fragen Sie Ihren Nachbarn:


"Fährst Du noch selbst, oder lebst Du schon ?"

 
Lassen Sie also öfter das Auto stehen - das tut uns und unserer Umwelt nur gut !!

Und wie Sie zuvor lesen konnten, ist in unserer Region einiges in Bewegung geraten. Deshalb glauben Sie weiter an den ÖPNV und bleiben Sie ihm treu, denn nur so werden wir die Herausforderungen aus der Energiekrise meistern und ökologischen Problemen auf Dauer Herr werden. Es müssen nur viele mitmachen!!
Und Politik und Wirtschaft müssen die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen !!

Die B.I.T. ist auf jeden Fall nach Kräften dabei !! 


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Wir wissen auch, dass man es nicht jedem Recht machen kann !
Wir bitten Sie auch künftig um rege Diskussionen zum neuen Bus-Angebot in unserer Region !

Schicken Sie einfach eine 
<e-Mail>  an die B.I.T. oder sagen Sie uns einfach Ihre Meinung per Telefon!


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Die Mitarbeiter der AGENDA-AG "CityBus/ÖPNV" erreichen Sie über folgende Adressen:

Herr Dr. Detlef Fanter
14513 Teltow,
Wodanstraße 32
Tel.: 03328 - 472815
Fax: 03328 - 303228
E-Mail: <
detlef.fanter@bit-ev.de>
Herr Michael Weber
14513 Teltow,
Mahlower Straße 121C



E-Mail:<
maerkertram@aol.com>