Verbesserung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in der Region erforderlich (25.08.2011)
B.I.T. will Veränderungen im Teltower ÖPNV gemeinsam mit der Lokalen Agenda durchsetzen
- Das neue CityBus-Konzept
- 1. Forum zum Teltower ÖPNV - leider nur mit wenig Bürger-Resonanz
CityBus mit neuer Linienführung erfolgreich gestartet
- Nach berechtigter Kritik Nachbesserungen erforderlich
- Veränderungen zum 10. Dezember 2006 enttäuschend
- Schaffung eines regionalen ÖPNV-Konzeptes ?
- Erneut umfangreiche Veränderungen in der Region Teltow
- CityBus bedient ab 10. Juni 2007 nicht mehr Sigridshorst
- Keine wesentlichen Veränderungen für Dezember 2007 zu erwarten
- Flughafen-Shuttle SXF ab 01. Juli 2008 wieder eingestellt
- Bessere Anbindung für Ruhlsdorf ab 05. Juli 2008 - keine Veränderungen bei den übrigen Linien
- Neues CityBus-Konzept von 2006 durch Havelbus gekippt - Ruhlsdorf wieder außen vor
- Bemühungen um grundlegende Veränderungen von Erfolg gekrönt ?
- Der Regionale ÖPNV ist in Bewegung geraten
- Zu viele Köche ?


Die weitere Optimierung der Anschlüsse im Bereich des neuen S-Bahnhofes, die die B.I.T. in ihrem SVV-Beschluss-Antrag vom 20.04.2005 (DS 78/2005) gefordert hatte und die nicht nur den City-Bus betreffen, sollte spätestens zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2005 erfolgen.
Und wie die Havelbus-Verkehrs-Gesellschaft (HVG) weiter mitteilte, sollte der ÖPNV in Ballungszentren wie der Teltower Region künftig vorrangig behandelt werden. "Allein die Botschaft hör´ ich wohl", sagt der Volksmund - aber was wurde bisher daraus ?

Erste Verbesserungen ergaben sich zunächst mit den Fahrplan-Änderungen am 08.08.2005. Da der mit Überlegungen zu diesem Thema beauftragte Bau-Ausschuss seine "Hausaufgaben" zu diesem Thema aber seit Mai 2005 bis heute "erfolgreich" ausgesessen hat, erarbeitete die AG "CityBus" der Lokalen AGENDA Teltow bis Oktober 2005 Vorschläge für ein Fahrplankonzept, das die abgestimmte Optimierung aller Teltower HVG-Buslinien zum Ziel hatte und möglichst noch ab Dezember 2005 wirksam werden sollte. Es wurde der HVG nach Abstimmung mit der Stadtverwaltung am 23.10.2005 übergeben. Leider war dieser Zeitpunkt aber nicht mehr ausreichend, um die AGENDA-Vorschläge gebührend zu berücksichtigen. So kam auch der zum 11.12.2005 angekündigte große Wurf nicht zustande, weil der neue Fahrplan letztlich bei den Verbesserungen vom August 2005 stehen blieb - lediglich die Fahrplanlagen des CityBus wurden (ohne vorherige Abstimmung mit der AG "CityBus") erheblich verändert, um die Forderungen nach besseren Umsteigebedingungen am S-Bahnhof zu erfüllen. Dadurch verschlechterten sich allerdings die ohnehin nicht sehr attraktiven Anbindungen an die Schulen so sehr, dass es hier wegen breiter Proteste der Fahrgäste erneuten Abstimmungsbedarf gab. Zum 06.02.2006 mussten deshalb erneut kleine Veränderungen vorgenommen werden, die aber das gewichtige Problem der ganztägigen Schulanbindung und die generelle Anschlussoptimierung zwischen allen Verkehrsträgern nach wie vor nicht komplett berücksichtigte. Die gesamte Rücknahme der Änderungen vom 11.12.2005 wäre sicher die bessere Lösung gewesen, wurde aber aus Kostengründen nicht realisiert !! Auch die CDU-Forderungen zur temporären Anbindung des Freibades Kiebitzberge (DS 241/2005) oder zur Frühanbindung des CityBus in Sigridshorst (DS 242/2005), die wiederum nur ausgewählte punktuelle Verbesserungen anpeilten, stellten nicht die generelle Lösung der ÖPNV-Probleme in den Mittelpunkt ihres Anliegens. Da die Realisierung solcher Hilfs-Lösungen, wie die durch die CDU geforderten, durch die HVG bisher immer stiefmütterlich behandelt wurde, hat es sich die um den Aufgabenkomplex "Öffentlicher Personen-Nahverkeher (ÖPNV)" erweiterte AG "CityBus/ÖPNV" seitdem zu ihrer wesentlichen Aufgabe gemacht, ein optimal abgestimmtes Teltower ÖPNV-Konzept im Komplex zu Stande zu bringen. Erste Ergebnisse sollten noch bis zum Fahrplanwechsel am 28./29. Mai 2006 wirksam werden !
Dass das eine fast unlösbare Aufgabe ist und bisher an vielen Widerständen gescheitert ist, werden Sie in den folgenden Abschnitten erfahren !   


B.I.T. ging gemeinsam mit Lokaler AGENDA Teltow in die ÖPNV-Offensive
Wie auf dem Neujahrsempfang am 14.01.2006 angekündigt, bringt sich die B.I.T. kontinuierlich im Rahmen der Lokalen AGENDA Teltow in dieses Geschehen ein. Das zum 5jährigen Jubiläum angekündigte neue Linienkonzept für unsere CityBus-"Stadtflitzer"
(MAZ vom 07.01.2006) wurde zum 28.3. gemeinsam mit der HVG fertiggestellt und beim Verkehrsverbund Berlin (VBB) eingereicht, um die Erreichbarkeit der Teltower Ziele und die Anschlüsse zu den übrigen Verkehrsmitteln S-Bahn, Regionalbahn (neu) und den anderen Bussen von HVG (Potsdam), BVG (Berlin) und VTF (Teltow-Fläming) insgesamt zu optimieren. Dabei sind auch Veränderungen bei den anderen HVG-Linien kein Tabu. Nach der Vorstellung des neuen Fahrplankonzeptes unter Berücksichtigung aller Verkehrsbeziehungen in Teltow wurde den Mitgliedern der AG "CityBus/ÖPNV" durch den Bürgermeister Ende Januar 2006 die fachliche Kompetenz zugesprochen, auf Basis der erarbeiteten Vorschläge Verhandlungen mit der HVG zunächst über ein neues CityBus-Konzept aufzunehmen. Alle weiteren Verhandlungen werden künftig über die AGENDA-Gruppe koordiniert.

Die ersten Gespräche
mit der HVG zur Optimierung des Teltower ÖPNV begannen am 30. Januar und wurden am 20. Februar 2006 fortgesetzt, denn die Zeit drängte, sollten die Vorschläge noch ab 28. Mai 2006 wirksam werden. Die Fahrplankonstrukteure der HVG versprachen, in der 9. KW überarbeitete Detailpläne in Zusammenhang mit einem neuen kompletten Leistungsangebot zur Diskussion vorzulegen, da leider schon nach der ersten Runde Leistungsabstriche vorgenommen werden mussten, um die Kosten nicht übermäßig in die Höhe zu treiben. Denn eines wurde bereits klar: Ohne Moos nichts los, d.h. die gewünschten Mehrleistungen, in die u.a. auch die durch die CDU gewünschten Veränderungen eingehen sollten, sind ohne Mehraufwendungen nicht realisierbar. Das erfordert, neue Sponsoren zu gewinnen und/oder das Parlament dazu zu bewegen, eine Aufstockung der Aufwendungen für den ÖPNV zu bewilligen. An dieser Frage schieden sich aber die Geister bereits zur 24. SVV am 15.02.2006, als die entsprechenden Anträge
(DS 241/2005 und DS 242/2005) auf der Tagesordnung standen (MAZ vom 18. und 21.02.2006). Es wurden auch zunehmend wieder Stimmen lauter, die die Erschließung von Teltow-Seehof durch den CityBus einfordern (MAZ vom 25.02.2006), was ebenfalls einen weiteren Kostenanstieg zur Folge hätte.

Anfang März legte die HVG einen Fahrplan vor, dem die AG
"CityBus/ÖPNV" wegen des unglücklichen Linienkonzeptes nicht zustimmen konnte. Nach einem weiteren Gegenvorschlag und einem intensiven Ringen um eine akzeptable Lösung lag dann am 15.03.2006 ein Vorschlag der AGENDA-Gruppe auf dem Tisch. Das besonders Erfreuliche daran war, dass der Vorschlag kostenneutral blieb, d.h. die geringen Mehraufwendungen fängt die HVG allein durch geschickte Wagen-Umläufe ab. Ansonsten wurde erwartet, dass der Fahrgastzuspruch auf Grund der neuen Liniengestaltung zunehmen würde. Lediglich die Finanzierung des Freibad-Anschlusses sollte noch vor den Sommerferien geklärt werden. Der nun von allen Partnern, allerdings nicht ohne Kompromisse abgesegnete CityBus-Fahrplan, der zur neuen tragende Säule des Teltower Nahverkehrs wurde und am 28. Mai 2006 tatsächlich in Kraft trat, soll im Folgenden skizziert werden:

Der CityBus als zentraler Zubringer auf neuen Wegen
Die bisherigen Grundgedanken des neuen Konzeptes, die auf einer Neustrukturierung der CityBus-Einbindung beruhen, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Viele Bürger hatten mit dem CityBus vielfach Probleme, weil

      Das neu erarbeitete Konzept bei weiterhin konstantem Fahrpreis sah nun folgendermaßen aus:

      Das Angebot an Werktagen mit der neuen ursprünglichen Linienführung:

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wurde dieses neue Konzept, das den Abgeordneten und Bürgern zur 26. SVV am 17. Mai 2006 als Info-Vorlage 74/2006 vorgestellt wurde, im laufenden Betrieb erprobt (Fahrzeiten/Anschlüsse). Ein spezieller Flyer informierte in den Tagen vor der Betriebsaufnahme am 29.05.2006 ausführlich über das neue CityBus-Konzept ! Er wurde in den CityBussen, Geschäften in der Teltower City, Schulen und Presseshops kostenlos angeboten.

Erstes Teltower ÖPNV-Forum am 10. Mai 2006
Weiterhin fand ein vorbereitendes Bürger-Forum unter dem Thema "Teltower ÖPNV - Stand und Perspektiven" am Abend des 10. Mai 2006
im Sitzungssaal des Alten Teltower Rathaus statt (MAZ/PNN vom 12.05.2006). Auf dieser Veranstaltung, an der vor allem die Presse, aber leider nur sehr wenige Bürger anwesend waren, nahmen unter Moderation des Teltower Bürgermeisters die AG "CityBus/ÖPNV" sowie kompetente Gäste von der HVG und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) Stellung zu den zu erwartenden Neuerungen im Teltower ÖPNV ab 28.05.2006. In einem Agenda-Vortrag wurden ausgehend von einer Analyse des Ist-Standes das neue CityBus-Konzept, weitere Neuerungen zum Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 sowie eine fortzusetzende Diskussion zur Vorbereitung der Einführung eines RegioBus-Konzeptes aufgenommen. Es war zu hoffen, dass das offensichtliche Desinteresse der Bürger am Thema "Teltower ÖPNV" zur Einführung des neuen CityBus-Konzeptes am 29.05.2006 nicht zu erneuten Irritationen führt. Und in der Tat - die Hoffnungen erfüllten sich nicht vollständig, so dass auf Grund berechtigter Kritik erneute Korrekturen und prinzipielle Überlegungen notwendig wurden !
 

Im Rahmen des ÖPNV-Forums, das unbedingt einer Fortsetzung bedarf, wurden weitere Probleme angesprochen, die bisher noch nicht zu einer optimalen Lösung gefunden haben - das betrifft vor allem die Anbindung des neuen Regionalbahnhofs und des Ortsteiles Ruhlsdorf, der nach Wegfall der Linie 621 (bisher durch DB AG finanziert) vor allem an Sonntagen und im täglichen Spätverkehr nun keinen Bus-Anschluss mehr hatte. Deshalb wurden unmittelbar nach Fahrplanwechsel - am 30.05.2006 - die Gespräche mit der HVG umgehend wieder aufgenommen, um bei der Verbesserung des Teltower ÖPNV weiter schrittweise voranzukommen. Während dieses Treffens wurden folgende kurzfristig zu lösende Schwerpunkte besprochen:
1) Erste Auswertung zum Anlauf des neuen CityBus-Konzeptes
2) Verbesserung der Anbindung des Ortsteiles Ruhlsdorf am Wochenende (zwei Fahrplanmodelle wurden der HVG übergeben)
3) Vorbereitung der Einbindung des Freibades Kleinmachnow in die CityBus-Linie 622A (die technische Machbarkeit und Kostenfrage müssten zwischen Teltower Stadtverwaltung, der Gemeinde Kleinmachnow und HVG gelöst werden)
4) Weitere Details zur Verbesserung der bestehenden Verbindungen
5) Erste Abstimmung zur Einführung von zwei Regiobus-Linien (HVG wäre zur Realisierung bereit, sofern die angedachten Linienführungen in der KAT zum Konsens führen)


Seit 29.05.2005 CityBus Teltow mit neuer Linienführung

Die AG CityBus/ÖPNV hoffte auf einen guten Start des neuen CityBus-Konzeptes - und es klappte zunächst gut !!

Wenn auch mit einigen kleineren Pannen zum Start hatte der CityBus erneut eine wesentliche Änderung über sich ergehen lassen müssen.
Hier ein kleiner Bericht von den ersten Fahrten, die von der Agenda-Gruppe begleitet wurden (inklusive Bildmaterial):
Pünktlich um 06:42 Uhr ging der erste Wagen der drei Teltower CityBusse am Morgen des 29.05.2006 auf die neue Fahrtroute der Linie 622A. Auf Grund der nicht besonders gründlichen Einweisung und der nicht sehr informativen Fahrtunterlagen hatte das Fahrpersonal in den ersten Runden mit dem Streckenverlauf und dem sehr engen Fahrplan so seine Probleme. In Sigridshorst stiegen etwa 10 Schüler ein - das Anliegen des frühen Fahrtbeginns bewährte sich bereits hier. Allerdings - die meisten Schüler stiegen am Regionalbahnhof in den planmäßig wartenden 601er um, sie trauten dem Fahrplan wohl doch nicht so recht ?! Das neu zu bedienende Postviertel war mit Hinweisen für das Abbiegen an den richtigen Stellen ausgeschildert, trotzdem waren die Fahrer noch verunsichert, wo es lang geht - dafür machte sich aber hier die vorab gute Information der Bürger bemerkbar, denn das neue Angebot wurde im Postviertel bereits um diese Zeit von Fahrgästen angenommen. Die Schulen und der S-Bahnhof wurden planmäßig erreicht. Auch das erste Einbiegen vom S-Bahnhof in die Anton-Saefkow-Straße lief gut an - aber im Sperrbereich hatten sich zwei PKW breit gemacht, so war geschicktes Manövrieren notwendig. Hier der Appell an alle Autofahrer: Im Bereich der einseitigen Sperrlinie ist das Parken untersagt !! Hier werden Polizei und Ordnungsamt in nächster Zeit stärker kontrollieren müssen. Das Wohngebiet "An den Angern" und die Reha-Klinik schlief wohl noch !? Niemand stieg ein ! Die Einfahrt in die Altstadt aus der Lichterfelder Allee erfolgte problemlos. Am Stadthaus gab es jedoch plötzlich zwei Haltestellen - welche war nun die Richtige ? Mit Unterstützung der Agenda-Begleitung wurde die Haltestelle unmittelbar vor dem Stadthaus planmäßig angesteuert. (Übrigens - diese Hürde war am nächsten Tag bereits beseitigt !) An der neuen Haltestelle Weserstr./Striewitzweg wartete ebenfalls ein Fahrgast. Das Einkaufszentrum Oderstraße war natürlich noch nicht frequentiert. Pünktlich um 07:37 Uhr erreichte der Wagen der Linie A sein Ziel an der Warthestraße. Anschließend wendete das Fahrzeug am Kreisel Oderstraße - und der Busfahrer konnte seine erste wohlverdiente Pause nach dieser aufregenden Runde antreten. Um 08:03 Uhr sollte es wieder zurückgehen. -
Die Begleitung des ersten Busses der Linie 622B verlief leider nicht so erfolgreich. Der planmäßige Start am HVG-Betriebshof um 07:58 Uhr verschob sich um gute 5 Minuten, so dass die ersten Fahrgäste in Ruhlsdorf etwas länger warten mussten. Auf seiner Fahrt über die Ruhlsdorfer Straße, das Wohngebiet Mühlendorf und die Neue Wohnstadt holte der Bus wieder an Fahrzeit auf, so dass die Ankunft am S-Bahnhof fast pünktlich um 08:20 Uhr erfolgte. Ebenfalls mit leichter Verspätung traf dann Linie A aus Sigridshorst um 08:22 Uhr ein. Nach einer kurzen Wende ging Linie B dann erneut 2 Minuten später um 08:24 Uhr auf die Rücktour. Da der CityBus der Linie A von der Warthestraße am Ruhlsdorfer Platz noch zusätzlich etwas Verspätung erhalten hatte, erreichte dieser erst nach der Linie B den S-Bahnhof. Hier fand dann aber das Rendezvous trotzdem planmäßig statt. Die Rückfahrt der Linie B verlief dann soweit planmäßig und unspektakulär bis zur Nuthestraße. Da sich die Fahrer dort aber etwas verplauscht hatten, ging der zweite CityBus der Linie B dann sogar mit 4 Minuten Verspätung an den Start. Diese Verspätung wurde aber wieder eingeholt, so dass das Rendezvous in der Gegenrichtung am S-Bahnhof fast planmäßig eingehalten wurde. Aus Richtung Warthestraße kam der Bus der Linie A dann sogar mit 7 Minuten Verspätung an (hier bei der Passage der Anton-Saefkow-Straße), da der Fahrer noch erhebliche Schwierigkeiten mit der Streckenführung hatte und am Ruhlsdorfer Platz erneut Zeitprobleme bekam.
Als Fazit, das am folgenden Tag bereits in einer "Manöver-Kritik" mit der Havelbus GmbH ausgewertet wurde, war vor allem zu bemängeln, dass die Fahrplantreue durch die Busfahrer, die künftig auch häufiger als Stammfahrer eingesetzt werden sollen, noch erheblich verbessert werden muss, um die Akzeptanz des neuen Konzeptes nicht zu untergraben. Insgesamt war aber positiv zu resümieren, dass die neue Linienführung durch die Fahrgäste gut angenommen wurde und dass auch das große Rendezvouz am S-Bahnhof, das werktags einmal je Stunde zwischen den Buslinien X1, X10, 117, 601, 622A, 622B und der S-Bahnlinie S25, die nun bis nach Hennigsdorf durchfährt, gut klappt. Auch die optimale Schulanbindung wurde lobend durch Bürger erwähnt.
Hoffen wir, dass es dabei bleibt, und unseren Stadtflitzern viele neue Fahrgäste zuströmen !! 


Als besondere Service-Leistung können Sie sich an dieser Stelle zwei Pläne zur Haltestellen-Belegung - gültig ab 28.05.2006 - für die Umsteigeknoten Warthestraße und S-Bahnhof Teltow anschauen  <Warthestraße>  <S-Bahnhof Teltowbzw. als .pdf-File  <Warthestraße>  <S-Bahnhof Teltow>  herunterladen.

Berechtigte Kritik nicht nur am neuen CityBus-Konzept erfordert weitreichende Nachbesserungen
Nach einem knappen Vierteljahr Betriebserfahrung mit dem neuen CityBus-Konzept, worüber ein erstes Resümee auch im Stadtblatt 2006, Heft 8 und 9, erschien, haben sich einige Knackpunkte herauskristallisiert, die den Teltower ÖPNV derzeit negativ beeinflussen. Die Probleme wurden im Herbst 2006 beraten, um sie schrittweise ab Dezember 2006 und in den Folgemonaten mit Herausgabe der weiteren Fahrpläne abzustellen. Vorweg ist zu bemerken, dass sich die durch das neue CityBus-Konzept zutage getretenen Probleme auch mit der alten Linienführung ergeben hätten ! 

A) Wo lagen im Herbst 2006 die Haupt-Probleme beim CityBus ?
1) Am Samstag lagen die Anschlussbeziehungen zu und von den Linien X1 und 601 noch sehr ungünstig, sie wurden als wichtiger im Gegensatz zur Bedienung des Regionalbahnhofes eingeschätzt. --> Hier wurde zunächst ab Dezember 2006 eine Verlegung um ca. 20 Minuten später vorgesehen, jedoch nicht eingeführt.
--> Da die Nutzung des CityBus an Samstagen generell schwächer ist, konnte außerdem zum Zweistunden-Takt übergegangen werden. Dies wurde dann für die Linie 622B realisiert. Die dadurch freiwerdenden Kapazitäten konnten nun für die bessere Anbindung von Ruhlsdorf auch am Wochenende genutzt werden. 
2) Die lange Wartezeit am Regionalbahnhof ergab wegen der erheblichen Unpünktlichkeit der ankommenden Züge keinen rechten Sinn. Die Abdeckung durch Linie X1 war zunächst ausreichend. --> Die Wartezeit von Sigridshorst in Richtung Warthestraße konnte deshalb ab Dezember verkürzt werden.
3) Die Aufgabe der Haltestellen "Bürgertreff" und "Ruhlsdorfer Platz" durch die CityBusse führte zur Verärgerung vieler Bürger im Bereich des altersgerechten Wohnblocks in der Mahlower Straße und des Wohngebietes Ruhlsdorfer Platz, da die Wege zum S-Bahnhof, zur Berliner und zur Osdorfer Straße als nicht zumutbar angesehen wurden ! Bürger aus dieser Region nutzen den CityBus derzeit nicht mehr oder nur selten. Ein großes Manko, das bereits bei der Konzeption der Ostspange (Schönower Straße) auch durch die B.I.T. angemahnt wurde, ist das Fehlen einer Haltestelle vor dem Wohnblock Mahlower Str. 118, so dass die jetzige Linienführung nur schwer anzupassen ist. Es ist mit der weiteren Beruhigung des neuralgischen Punktes Ruhlsdorfer Platz auch abzusehen, dass der ÖPNV zunehmend über die Ostspange geführt wird, wodurch die Erreichbarkeit der Verkehrsmittel vom Ruhlsdorfer Platz aus generell schwieriger werden wird. Das betrifft neben dem CityBus, der ja in die Altstadt fahren soll, künftig auch die Linien 117, X10 und auch die verlängerte Linie 629 nach Fertigstellung der Nordspange 2009. Die Lösung dieses Problems stellt sich zur Zeit als sehr schwierig dar !! Es gibt verschiedene Lösungsansätze, die aber alle problembehaftet sind und deshalb weiter intensiv diskutiert werden. Eventuell erforderliche Baumaßnahmen sind so kurz nach Fertigstellung der Ostspange innerhalb von drei Jahren leider nicht zulässig. Dieses Provblem besteht auch weiterhin im Jahr 2009 !! -
Auch die gute Bedienung des Mühlendorfes und des Musikerviertels durch die Linie B wurde zunächst nicht in der bestehenden Form akzeptiert, da die Meinung vorherrschte, dass dort nur junge Leute mit Autos wohnen. Wir können diese Argumentation nicht bestätigen, denn auch hier steigen Senioren zu, wenngleich nicht so viele wie potentiell im Wohngebiet "Ruhlsdorfer Platz" zusteigen würden. Allerdings wurde und wird das Wohngebiet "Mühlendorf" in den nächsten Jahren erheblich baulich erweitert werden (u.a. auch durch einen neuen Hort im Herbst 2007), so dass hier kontinuierlich mit zusätzlichen Fahrgästen zu rechnen ist.
4) Durch die sehr knappe Fahrzeitkalkulation - die HVG ist nur schwerlich bereit, längere Zeiten zu akzeptieren, obwohl durchgeführte Fahrzeitüberprüfungen dies eigentlich erforderlich machen - kam es vor allem in der Relation der Linie A von der "Warthestraße nach Sigridshorst" zu erheblichen Verspätungen am S-Bahnhof, so dass dort oft der Anschluss zur Linie B nach Ruhlsdorf und zur S-Bahn verpasst wurde. --> Hier gab es bereits zum 21.08.2006 eine Fahrzeitkorrektur, die allerdings nur die Linie A ab Warthestraße betraf. Eine synchrone Verschiebung der Linie B wurde dann ab 12.02.2007 realisiert ! Die Korrektur und auch die Freigabe der kompletten Ostspange ab Ende August 2006 führte schließlich zu einer deutlichen Verbesserung der Anschluss-Sicherung ! Für Dezember  2006 wurden dann weitere Veränderungen vorbereitet, die auch unabhängig von der Einführung eines RegioBus-Konzeptes realisiert werden mussten.
5) Die gewünschte Anbindung des Freibades Kiebitzberge konnte leider wegen akuter Zeitprobleme in der Stadtverwaltung und Desinteresse in Kleinmachnow weder zu den Sommerferien 2006 als auch zu den Sommerferien 2007 realisiert werden. Durch den vorgesehenen Bau des Parkhauses und die Weigerung Kleinmachnows, eine Abbiegespur auf dem Kleinmachnower Th.-Müntzer-Damm zuzustimmen, wird die Freibadanbindung zur Zeit weiterhin blockiert ! Mit einer Lösung dieses Problems ist wegen der Umgestaltung des Zuganges zum Freibad nun frühestens im Sommmer 2010 zu rechnen.
6) Wie schon weiter oben angedeutet, nimmt das RegioBus-Konzept langsam Gestalt an. Es ist zunächst vorgesehen, die Linien 622A und 627 zur neuen Linie 627 bzw. die Linien 622B und 628 zur neuen Linie 628 zu verknüpfen. Bei letzterer Verknüpfung sollen gleichzeitig die noch fehlenden Verkehrsbeziehungen (z.B. zum Seniorenheim Augustinum und Rathausmarkt) einfließen. Sinn der Zusammenlegung ist es, den Kostenaufwand zu reduzieren, Parallelbedienungen zu vermeiden und neue Verkehrsrelationen für die Fahrgäste anzubieten. Während Stahnsdorf zunächst Interesse an der ersten Relation bekundet hatte, sofern sich die Lösung kostenneutral verhält, tat sich die Gemeinde Kleinmachnow mit diesem Thema zunächst noch etwas schwer. Letzteres ist allerdings auch einer komplizierteren Verkehrsstruktur in Kleinmachnow geschuldet. So ist die Kleinmachnower AGENDA-Gruppe "Verkehr" mit dem derzeitigen Verlauf der Linie 628 nicht glücklich. In einer neu angelaufenen CityBus-Studie sollte die künftige Linienführung der Linie 628 neu überdacht werden. Versuchsweise wurde die Linienführung ab 10.12.2006 über den Rathausmarkt geführt, das Augustinum 3 ... 4 mal montags bis freitags bedient und am Samstag der Wagendurchlauf 622B/628 erprobt. Im Herbst 2006 führte die neue CityBus-Studie jedoch nicht zu dem Ergebnis, den RegioBus zu favorisieren, sondern ein eigener Kleinmachnower CityBus war das Ergebnis, was der Zusammenarbeit mit Stahnsdorf und Teltow allerdings entgegenstand.
Aus diesen Diskrepanzen ergab sich schließlich die Forderung, umgehend über ein generelles ÖPNV-Konzept in unserer Region unter den gegebenen Bedingungen nachzudenken (siehe weiter unten).

B) Welche Probleme der anderen Linien des ÖPNV in Teltow beschäftigten und beschäftigen uns derzeit ?
1) Die Linie 601 erreicht durch die knappe Fahrzeitkalkulation oft den Anschluss an der S-Bahn aus östlicher Richtung nicht, ebenso am Regionalbahnhof in der Gegenrichtung nicht den CityBus nach Sigridshorst. --> Ab 21.08.2006 fuhr diese Linie werktags ab Regionalbahnhof zwei Minuten früher ab. Damit musste allerdings auch der CityBus zwei Minuten früher ab Sigridshorst beginnen, was hier leider eine weitere Fahrzeitverlängerung ergab. Ab 10.12.2006 erfolgt dann der Anschluss direkt nur noch zur Linie X1, so dass die Wartezeit schließlich auf 3 Minuten gekürzt werden konnte !
In der Gegenrichtung wurden die Fahrer der CityBusse angehalten, den Anschluss von der Linie 601 maximal bis zur Minute 45 abzuwarten. Diese Regelung klappte durch das Engagement des Fahrpersonals relativ gut.
2) Sehr defizil war die Einbindung der Linie X1 in den den Halbstunden-Rhythmus. Wesentlich war zunächst seine Bedienfunktion für die Züge der RE 4. Damit war jedoch die S-Bahn nur sehr ungünstig zu bedienen, was deshalb zunächst Aufgabe von CityBus und 601 blieb. Mögliche Veränderungen wurden dann ab 10.06.2007 diskutiert und eingeführt, die sich durch die Verdichtung auch der Linie X1 im Berufsverkehr auf 20 Minuten ergab, so dass seitdem zu Spitzenzeiten ein 10-Minuten-Verkehr zwischen Regionalbahnhof Teltow und Stahnsdorf, Bahnhofstraße angeboten werden konnte..
3) Am Sonntag und in den Tages-Randlagen war die Bedienung von Sigridshorst und dem Regionalbahnhof im Stundentakt prinzipiell nicht möglich. Deshalb wurde zunächst angestrebt, im alternierenden Zweistunden-Takt abwechselnd eine Verbindung von Sigridshorst zum Regionalbahnhof bzw. zurück zu realisieren, was sicherlich vom Fahrgastaufkommen gerechtfertigt wäre. Ein ähnliches Regime im Verbund zwischen CityBus, Linie 601 und ggf. Linie X1 sollte auch im Werktags-Tagesverkehr realisiert werden. Das ginge jedoch nur, wenn andererseits an anderen Stellen Einsparungen erfolgen würden. Ein entsprechendes Modell wurde durch die Teltower Agenda-Gruppe bereits erarbeitet, aber schließlich nicht mehr realisiert, da das System als zu kompliziert angesehen wurde und sich weitere Veränderungen am Regionalbahnhof ergaben. --> Die einfachste, aber derzeit schwer absehbare Lösung dieses Problems wäre gegeben, wenn auch die Regionalbahn RE 5 in Teltow halten würde. Damit könnten zumindest die Zubringer- und Abholfahrten der Busse problemlos verbessert werden. Das ist aber ebenfalls bis zum heutigen Tage durch die Blockadehaltung von VBB und DB Regio nicht gelungen. 
4) Ein weiteres, sehr schwierig abzustimmendes Zentrum stellt der Knoten Warthestraße dar, der speziell an Sonntagen sowie in den Tages-Randlagen eine Optimierung vertragen könnte. In diesem Zusammenhang wäre eine generelle Veränderung der Fahrplanlage der BVG-Linie 117, die relativ schlecht ausgelastet ist, mit einer entsprechenden Ausdünnung außerhalb des Tagesverkehrs zu bedenken. Dadurch könnte in Teltow und Kleinmachnow der Parallelbetrieb der Linien 117 und 601 zugunsten eines verteilten Verkehrs mit verbesserten Anschlussmöglichkeiten auch zu den Linien 623 und 629 innerhalb Kleinmachnows sowie an der Waldschänke in Stahnsdorf an die Linie 601 aufgelöst werden. Ein entsprechendes Modell wurde durch die Agenda-Gruppe bereits erarbeitet und sollte weiter diskutiert werden. Hierüber war aber zwischen allen Partnern - VBB, BVG, HVG sowie den Kommunen Teltow und Kleinmachnow - bisher ebenfalls keine Einigung zu erzielen.
5) Eine wesentliche Forderung der Teltower Bürger besteht bis heute in der Wiederbedienung des Regionalbahnhofes durch die Linie X10, die täglich im Stundentakt, in Schwerpunktzeiten auch im 20- bis 30-Minuten-Takt zumindest bis zum S-Bahnhof, erfolgen sollte. Die bisher gute Auslastung der Linie X10 unterstreicht diese Notwendigkeit. Dies wäre aber nur durch Einschränkungen auf anderen Linien, z.B. die zuvor angedachten bei der Linie 117, realisierbar.
6) Ein Sorgenkind bleibt die Anbindung des Ortsteiles Ruhlsdorf in den Tages-Randlagen und an Sonntagen. --> An Sonntagen werden die freiwerdenen Kapazitäten der CityBusse bereits genutzt.
7) Auch die Anbindung des Flughafens Schönefeld geht nur schleppend voran. Die Verhandlungen mit einem privaten Verkehrsträger des Kreises TF kamen leider nicht zustande, so dass ein Realisierungstermin nach wie vor in den Sternen steht. Eine Übergangslösung stellt der derzeitige Betrieb der Linie SXF zur Bedienung des Flughafens Schönefeld vom Hbf. Potsdam über Stahnsdorf und Teltow dar, der von der privaten Bus-Gesellschaft G. Anger eingerichtet wurde. Allerdings wird diese nicht im VBB integrierte Linie auch nach einer Fahrplanverbesserung im November 2007 ausgesprochen schlecht genutzt, so dass hier mit der Einstellung zum Frühjahr/Sommer 2008 zu rechnen ist. Möglicherweise könnte hier eine weitere Fahrplan-Optimierung noch Verbesserungen ergeben, was aber nicht sicher ist.
8) Die Reformierung des derzeitigen Nachtverkehrs wäre ebenfalls wünschenswert, um die S-Bahnanbindung sowohl in Teltow als auch in Zehlendorf sowie die Verknüpfung am BVG-Nachtknoten "Zehlendorf Eiche" sowie zwischen den HVG-Nachtlinien N12 und N43 an der Warthestraße besser abzustimmen. Ein entsprechendes Fahrplanmodell wurde durch die Teltower AGENDA-Gruppe bereits erarbeitet, jedoch bis heute ebenfalls nicht umgesetzt. Seit 10.06.2007 wurde eine Verbesserung im Anschluss zwischen den Linien N12 und N43 tatsächlich eingeführt, und seit 09.12.2007 wird die Linie N43 auch bis zum S-Bahnhof Teltow-Stadt durchgebunden !

Zum Fahrplanwechsel am 10.12.2006 realisierte Änderungen
Da also auch Verbesserungen bei den Linien der BVG (117 und X10) sowie der Regionalbahn (Halt des RE 5 in Teltow) angestrebt werden, wurden zunächst auch vorbereitende Gespräche mit dem Verkehrsverbund (VBB) geführt. Diese fanden bereits am 22.08.2006 statt, konnten aber keine Ergebnisse bringen, da die DB Regio erst Ende September ihre Fahrpläne veröffentlichte. Dadurch entstand bei allen anderen Verkehrsunternehmen nach einer gewissen Untätigkeit schließlich ein enormer Zeitdruck, um die Änderungen für Dezember 2006 zwischen allen Verkehrsträgern bis Mitte Oktober 2006 abzusprechen. So konnten die Teltower Wünsche bzgl. der BVG-Linien 117 und X10 nicht mehr verhandelt werden - vor allem aber konnte unser direkter Partner HVG seine Pläne erst Mitte November präsentieren, so dass auch hier trotz intensiver Zuarbeit durch die AG "CityBus/ÖPNV" noch Ende Oktober eine Reihe von Wünschen offen blieb. Zum Halt des RE5 in Teltow gibt es nach wie vor sehr widersprüchliche Aussagen: Der VBB behauptet, das Land Brandenburg hätte den Halt bestellt, nur die DB Regio sei nicht in der Lage, die engen Fahrpläne umzugestalten, während DB Regio daran festhält, dass kein Halt in Teltow bestellt sei. Auf jeden Fall wird es definitiv auch im Jahr 2007 keinen Halt des RE5 in Teltow geben ! Nach entsprechenden Interventionen bei den Zuarbeiten zum Landes-Verkehrsplan, Bereich SPNV, wurde durch den VBB im Oktober 2007 definitiv die Entscheidung festgelegt und verteidigt, dass es auf Grund des geringen Fahrgastaufkommens von täglich max. 350 Fahrgästen am Regionalbahnhof Teltow (RBT) derzeit keine Rechtfertigung für den Halt des RE5 gäbe - es wäre sogar zu erwarten, dass der RE5 durch die Fahrzeitverlängerung von ca. 3 Minuten (!?) Fahrgäste verlöre. Wir möchten diese aus unserer Sicht falsche Entscheidung nicht weiter kommentieren, sondern uns weiterhin für diese Möglichkeit engagieren.

Zusätzliche Unruhe und Stress löste außerdem ein Brief des ehemaligen HVG-Geschäftsführers de Boor an die Bürgermeister der Region im September 2006 aus, in dem als Konsequenz aus der Kürzung der Regionalisierungsmittel eine Einsparung von 25 % Fahrleistung durch das Bus-Unternehmen zum 10. Dezember angedroht wurde, was z.B. die komplette Einstellung des gesamten Wochenendverkehrs bedeutet hätte. Nachdem aber der Landkreis eine Mittelaufstockung zugesagt hatte, wurden die notwendigen Einsparungen inzwischen "nur" noch mit etwa 10 % beziffert. Deutliche Einschränkungen sollten sich nach aktuellem Stand zum Glück erst ab Sommer 2007 ergeben, allerdings musste die noch verbleibende Vorbereitungszeit bis Februar/März 2007 dringend dazu verwendet werden, entsprechend effektive Pläne unter Berücksichtigung von Einsparungen und Verbesserungen zu konstruieren. Das betraf vor allem die resultierenden Umlaufpläne, in denen unserer Meinung nach noch erhebliche Reserven stecken. Man spürte in den Diskussionen mit den Verkehrsunternehmen allenthalben das verständliche Unbehagen der Verantwortlichen, an den über Jahre eingeschliffenen Plänen grundsätzliche Umstrukturierungen vorzunehmen - aber dieser Aufgabe müssen sich die Unternehmen stellen, um einen durchgreifenden Rationalisierungsschub zu erreichen. "Geht nicht gibt´s nicht" muss endlich auch zum Werbeslogan dieser Unternehmen werden !!

In einem ersten Schritt wagte die HVG schließlich eine größere Veränderung zum 10.06.2007, die einer Neuordnung der Linien 601/X1 im Zusammenhang mit einer Umordnung der Anschlüsse am Hbf. Potsdam geschuldet war. Hieraus ergab sich der schon erwähnte quasi-10-Minuten-Verkehr in Teltow und Stahnsdorf durch die Linien X1 /601, der allerdings mit einer Verschlechterung der Anschlüsse von der Linie S25 auf die Linie 601 während der Schwachlastzeiten und am Wochenende erkauft wurde. In der Folge mussten außerdem zwangsweise Anpassungen an die CityBusse vorgenommen werden, die nun erneut zu einem ungleichen Werktags und Samstagsverkehr führte.Weiterhin konnte die Bedienung von Sigridshorst durch den CityBus 622A nach Fertigstellung der zu klein geratenen Bus-Wendeschleife am Regionalbahnhof Teltow aufgrund der notwendigen, aber technologisch nicht durchführbaren Anschluss-Sicherung zur Linie 601/X1 nicht mehr aufrecht erhalten werden, weshalb der Ortsteil Sigridshorst ab diesem Zeitpunkt wieder stündlich und täglich durch die Linie 601 bedient wird. Wermutstropfen ist das Entfallen des CityBus-Tarifes ab Sigridshorst,  jedoch sind das Fahren in die Stadt und die Anschlussbdingungen zur S-Bahn und zur Regionalbahn deutlich günstiger zu realisieren.

Wer die Historie genauer kennenlernen will, kann hier darüber mehr erfahren.

Engere Zusammenarbeit in der Region notwendig
In den vorangegangenen Abschnitten wurden die wichtigsten Probleme, die den derzeitigen ÖPNV in Teltow sowie auch in Kleinmachnow und Stahnsdorf betreffen, skizziert. Der Teltower Agenda-Gruppe "CityBus/ÖPNV" ist klar, dass nicht alle Wünsche kurzfristig zu realisieren sind. Deshalb muss unter Berücksichtigung eines noch zu erarbeitenden Gesamtkonzeptes die schrittweise und kontinuierliche Realisierung nach Priorisierung der Einzelprojekte in Halbjahres-Scheiben erfolgen. Wir werden uns dieser großen Herausforderung weiterhin stellen und die Ideen im Sinne der Bürger umsetzen. Dabei ist zu erwarten, dass nicht alles auf Anhieb ideal funktioniert. Wir sind deshalb auf die Mitwirkung aller Bürger angewiesen !

Diesem Ziel diente eine aktuelle Umfrage der AGENDA-Gruppe "CityBus/ÖPNV" zu den Fahrgewohnheiten der Teltower Bürger,
die Sie sich hier als  *.pdf-File  herunterladen können. Leider brachte diese Aktion nicht den erhofften Erfolg, so dass entsprechende Aussagen nicht getroffen werden können.

Eine positive Entwicklung in dieser Richtung ergab sich seit Anfang 2007 durch die engere Zusammenarbeit der Teltower AGENDA-Gruppe "CityBus/ÖPNV" mit der Kleinmachnower AGENDA-Gruppe "Verkehr", die aus der Unterstützung bei der Erarbeitung der Kleinmachnower CityBus-Studie durch die Teltower Gruppe resultiert. Im Ergebnis dessen sollte z.B. gemeinsam mit der federführenden TU Berlin ein vom Bundes-Verkehrsministerium aufgelegtes Förderprogramm dazu genutzt werden, ohne Kostenaufwand ein RegioBus-Konzept zu erarbeiten, in das alle weiteren Verkehrsbeziehungen integriert werden - d.h. wir kämen damit der Forderung nach einem ÖPNV-Verkehrskonzept in der Region (s.o.) sehr nahe. Da die drei Gemeinden und die HVG in das Projekt assoziiert würden, wäre dies ein erstes gutes Beispiel für gemeinsame regionale Aktivitäten, über die - auch im Rahmen der KAT - bisher zwar viel geredet wurde, aber bisher nie mit Ergebnissen aufgewartet werden konnte.

Im Sinne des letzten Punktes gab es auch Kontakte mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden und deren Verkehrs-Experten. Durch Teltower Initiative sollte über die KAT die Beauftragung eines ÖPNV-Konzeptes für die Region in Angriff genommen werden. Hierfür bereitete die AG CityBus/ÖPNV bereits entsprechende Unterlagen vor, die den Bürgermeistern der Nachbargemeinden im Vorfeld übergeben wurden.
In Stahnsdorf stand dieses Thema nach Befürwortung durch Bürgermeister Enser (CDU) auch auf der Agenda des Bau- und Verkehrsausschusses, aber: bis heute gibt es kein abschließendes Statement dazu, da man, wie inoffiziell verlautete, Probleme mit der zu ausgedehnten Linienführung innerhalb Teltows sieht. In Kleinmachnow wurde bis Ende Oktober 2006 erneut eine CityBus-Studie erarbeitet, die zunächst weitgehend den RegioBus-Gedanken verinnerlicht hatte, und am 24.08.2006 sowie am 03.11.2006 abschließend in der AGENDA Kleinmachnow diskutiert wurde. Wenngleich zunächst der CityBus-Gedanke die Oberhand gewann, besann man sich zum Jahresende doch wieder auf den RegioBus, und die Abgeordnete Sahlmann brachte schließlich einen entsprechenden Antrag in der Gemeindeversammlung zum RegioBus ein. Fazit: So wie mit allen anderen gemeinsam zu lösenden Problemen in der Region (Schulen, Sportanlagen, Freibad, Teltowkanalaue, etc.) tut man sich auch mit dem Thema "RegioBus" unheimlich schwer - in diesem Falle eigentlich nur deshalb, weil der Bus etwa 10 Minuten länger durch Teltow fahren würde, obwohl dadurch auch für die Nachbarorte etliche neue Zielpunkte erschlossen würden.
In Kleinmachnow wird eine Problemlösung dadurch erschwert, da sich zur Zeit mindestens vier Gremien mit ÖPNV-Problemen auseinandersetzen. 
Schließlich wurde auch der Projektantrag nicht genehmigt, so dass man inzwischen wieder beim Stand "0" angelangt ist. Neue Überlegungen für die Schaffung eines ÖPNV-Konzeptes in der Region müssen deshalb angestellt werden !

Zwischenzeitlich schaute Teltow auch in östliche Richtung, um die Beziehungen zunächst vor allem mit Großbeeren auszubauen.
Hier wird der zunehmende Schülerverkehr in Richtung Teltow zum Problem. Da die Anschlussbeziehungen zwischen dem Verkehsrunternehmen Teltow-Fläming (VTF) und der HVG sehr zu wünschen übrig lassen, wollten Teltow und Großbeeren alsbald gemeinsame Schritte unternehmen. Hierzu wurden erste Gespräche am 25.01.2006 aufgenommen.
 
Positiv ist von Seiten der AGENDA-Gruppe auch zu werten, dass die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Teltow in dieser Zeit sehr gut funktionierte. So wurden die aktuellen Probleme, die zuvor skizziert wurden, sehr ausführlich mit der neuen persönlichen Referentin des Teltower Bürgermeisters am 16.01.2007 ausführlich erörtert. Im Mittelpunkt standen dabei die Situation am Regionalbahnhof, die Anbindung des Ortsteiles Ruhlsdorf und die Regio-Verknüpfung mit Großbeeren. Auch mit dem Nachfolger der Referentin ab Sommer 2007 besteht intensiver ständiger Kontakt ! Allerdings lässt seitdem die konstruktive Zusammenarbeit durch die Überlastung des Wirtschafsförderers mehr und mehr zu wünschen übrig.  
Die Kontakte mit Großbeeen sind inzwischen auch wieder zurückgegangen, da die Vorstellungen der beiden Kommunen nicht mit den Vorstellungen der Verkehrsbetriebe HVG und VTF in Einklang zu bringen waren. Auch der Verkehr auf der Linie 704 wurde aus finanziellen Gründen wieder erheblich reduziert, so dass das Problem einer besseren Verbindung zwischen Teltow und Großbeeren nach wie vor auf der Tagesordnung bleibt, eine Lösung aber ebenfalls nicht in Sicht ist.

Intensiviert werden sollten nach einer neuerlichen Initiative im Herbst 2007 durch die Kleinmachnower AGENDA-Gruppe die regionalen Beziehungen mit Stahnsdorf und Kleinmachnow, wobei Teltow auf dem Sektor des ÖPNV weiterhin eine gewisse Vorreiterrolle spielen wird.
  

Umfangreiche Änderungen zum kleinen Fahrplanwechsel am 10.06.2007
Bis auf marginale Veränderungen zum 12.02.2007, die die CityBus-Linie B betraf (s. historischer Flyer 02/2007), wurden die Vorbereitungen für den "kleinen Fahrplanwechsel" am 10.06.2007 im April abgeschlossen. Anlass war vor allem neben den oben genannten Wünschen der AGENDA das neue Verkehrskonzept in Potsdam, das sich auf festgelegte Standardzeiten am Potsdamer Hauptbahnhof ausrichtet, und u.a. die unbefriedigende Situation am neu entstandenen Teltower Verkehrsknoten Regionalbahnhof. Da die von der AGENDA-Gruppe vorgeschlagene fahrplantechnische Lösung zur Befriedigung der Umsteigebedürfnisse durch die HVG nicht unterstützt wurde, musste nach anderen Möglichkeiten gesucht werden.
Das neue ViP-Nahverkehrskonzept in der Landeshauptstadt Potsdam, in das die HVG organisch eingebunden ist, hatte für unsere Region insbesondere Auswirkungen auf die Fahrpläne der Schwachverkehrszeit (Svz), also zum Wochentags-Früh-/Spätverkehr und Wochenende. Um am Potsdamer Hauptbahnhof den Anschluss zum RE1 von und nach Brandenburg zu gewährleisten und um die geforderte Vertaktung mit den ViP-Linien zu realisieren, musste die Linie 601 künftig zwölf Minuten früher am Potsdamer Hauptbahnhof eintreffen bzw. sechs Minuten später in Richtung Teltow abfahren. Das hatte in der Folge auch deutliche Auswirkungen auf den Teltower Stadtverkehr.

Zur Svz fahren die Busse am Regionalbahnhof Teltow (RBT) nun immer zur Minute 09 (bisher 18) ab, was sich dort positiv auf die Umsteigezeit vom RE4 aus Berlin bzw. Ludwigsfelde zur Buslinie 601 auswirkt. Das Umsteigen von der Linie 601 zur S25 sowie zu den Bussen X10, 117, 623 und 629 in Richtung Berlin-Zehlendorf, Kleinmachnow oder Stahnsdorf wird dadurch sicherer, ist aber verbunden mit einem deutlich längeren Aufenthalt der Linie 623 an der Warthestraße (bis zu acht Minuten) bzw. dem früheren Verkehren der Linie 629 (bis zu sechs Minuten). Die Veränderungen der Linie 629 gaben leider auch Anlass zur Beschwerde, da die Abend-Anschlüsse von der S1 am Mexikoplatz gekappt wurden. Eine Verschiebung der Spätfahrten sichert jetzt zwar die Verbindung nach Kleinmachnow, aber nun ist die Fortsetzung nach Stahnsdorf und Potsdam unterbrochen.

An Samstagen wird das Tagesangebot der Linie 601 in beiden Richtungen durch die Expresslinie X1 derart ergänzt, dass sich ein regulärer 30-Minuten-Takt zwischen RBT und Stahnsdorf, Bahnhofstraße ergibt. Dadurch gewinnt man stündlich einen sicheren Anschluss von der S25 zur Linie X1 sowie zusätzlich am Knoten Warthestraße weitere Umsteigemöglichkeiten von und nach Kleinmachnow / Zehlendorf über die Linien 623 und 629.
Zusätzlich wurde am RBT für Berlin-Besucher ein täglicher Direkt-Anschluss von der Regionalbahn zum Bus 601 in Richtung Warthestraße (Abfahrt 23:42 Uhr) eingerichtet; ein weiterer „Lumpensammler“ fährt in den Nächten zu Samstag und zu Sonntag (Abfahrt 00:42 Uhr).
Ein Nachteil der neuen Fahrplangestaltung zur Svz darf aber nicht verschwiegen werden: Das Umsteigen von der S25 zum Bus 601 am S-Bahnhof Teltow (SBT) in Richtung Warthestraße ist seit Sommer 2007 nicht mehr möglich; hier konnte bis Ende Oktober 2007 noch auf die BVG-Linie 117 ausgewichen werden. Letztere Möglichkeit wurde aber durch eigenmächtiges Handeln der BVG Ende Oktober 2007 auch noch außer Kraft gesetzt, so dass es sonntags im Tagesverkehr seit dieser Zeit keine Möglichkeit mehr gab, von der S25 in die Teltower Innenstadt, nach Potsdam, Kleinmachnow und Stahnsdorf zu gelangen. Das ist ein unhaltbarer Zustand, auf dessen Veränderung schließlich bis zum 14. Dezember 2008 gewartet werden musste. Die HVG war in dieser Hinsicht nicht kooperativ - der vorgeschlagene Kompromiss der Verschiebung der Linie 601 nebst 117 um 2 Minuten nach hinten wird nach wie vor abgelehnt, obwohl die Agenda-Gruppe inzwischen nachwies, dass dies viel mehr Vorteile als Nachteile für den gesamten Streckenverlauf der Linie 601 ergeben würde.
Alles in allem zeigte das neue SVZ-Konzept, das einen prinzipiell richtigen Ansatz verkörpert, noch etliche Schwachstellen, die unbedingt behoben werden müssen - auch wenn es dann einige Probleme mit Potsdamer Anschlüssen geben sollte. Darum wird zur Zeit gerungen !!

Seit Dezember 2008 erhält man nun wenigstens wieder einen Anschluss von der S 25 zum Bus 117, so dass eine direkte Verbindung nach Kleinmachnow sowie der Anschluss nach Stahnsdorf zur Linie 623 möglich ist.

Zur Hauptverkehrszeit (Montag bis Freitag von etwa 5:30 bis 19:30) bzw. zum Berufsverkehr gab es im Sommer 2007 Positives zu berichten, denn bei nahezu unverändert bleibenden Abfahrtzeiten der Linie 601 entlastet ein neues attraktives Angebot die Magistrale Teltow – Potsdam wesentlich:
Im Berufsverkehr fahren die Linien X1 und 601 jeweils im 20-Minuten-Takt, so dass auf dem Abschnitt RBT – Stahnsdorf, Bahnhofstraße im Frühverkehr ein durchgehender 10-Minuten-Takt angeboten wird. Am Nachmittag ist es ähnlich, jedoch muss eine X1-Fahrt pro Stunde aus Kapazitätsgründen entfallen. Durch diese Neuerung ergaben sich an allen Teltower Knotenpunkten spürbare Anschlussverbesserungen. Die Linien X1 und 601 gewährleisteten damit am RBT die Anschlüsse vom RE4 aus Berlin und neu auch aus Ludwigsfelde.
Für die Linien 620, 621, 624, 627, 628 und N12 gab es im Bereich Teltow keine oder nur geringfügige Anpassungen, woraus ersichtlich wurde, dass es für die Anbindung des Ortsteiles Ruhlsdorf nach wie vor auch keine befriedigende Lösung gibt ! Auch die Linie 704 von/nach Großbeeren/Blankenfelde wurde wieder erheblich ausgedünnt !

Im Sommer 2007 einschneidende Veränderungen auch beim CityBus
Während sich montags bis freitags die Fahrzeiten auf den Linien A und B nicht veränderten, wurden samstags die Fahrzeiten an die neue Svz-Zeit der Linie 601 angepasst, d.h. die Busse der Linie A fahren bis zu fünf Minuten und die der Linie B bis zu vier Minuten früher, um die Anschlüsse vor allem am SBT zu gewährleisten. Sonntags fahren die Busse der Linie B zur Sicherung der Anschlüsse Warthestraße bis zu acht Minuten früher. Weiterhin setzen samstags früh die Busse der Linie A wieder eine Stunde früher ein, während sie Samstagnachmittag wegen der geringen Nachfrage bereits eine Stunde früher aussetzen.
Die Freude über die insgesamt positive Entwicklung der CityBus-Nutzung, die im Verlaufe des letzten Jahres zu einer Zunahme der Fahrgastzahlen um mindestens 25 % führte, wird durch eine gravierende Veränderung, die nur die Linie A betrifft und über die einige Fahrgäste sicher nicht glücklich sein werden, getrübt.
Nach einer Reihe von Gesprächen mit Sigridshorster Anliegern, nach intensiver Auswertung der Fahrgastzählung in der Woche vom 29.01. bis 04.02.2007 sowie nach der Diskussion unterschiedlicher Linienmodelle und nicht zuletzt auch wegen der am RBT durchgeführten bzw. noch ausstehenden Straßenbaumaßnahmen einigten sich Stadtverwaltung, AG und HVG in mehreren Gesprächsrunden dahingehend, den CityBus-Verkehr zwischen Sigridshorst und dem RBT ab 11.06.2007 einzustellen – eine Entscheidung, die allen Beteiligten nicht leicht fiel ! Aus der Fahrgastzählung ergab sich aber eindeutig, dass die meisten Sigridshorster den CityBus hauptsächlich als Anschluss-Shuttle zum RBT genutzt haben, um die Linien X1 oder RE4 zu erreichen. Deshalb übernahm die Linie 601 nun wieder die tägliche Anbindung des Ortsteiles Sigridshorst im Stundentakt, während der CityBus erst am RBT mit Anschluss vom RE4 aus Berlin einsetzt und dem 601er nachfolgt. Damit bleiben die Einkaufszentren wie bisher - allerdings nicht mehr ohne Umsteigen - erreichbar.

Mit dieser Neuregelung ergab sich aber auch ein Fahrpreis-Problem, das jedoch durch die schnellere Anbindung in Richtung Stadt wieder wettgemacht wird:

Der CityBus-Tarif kann wegen fehlender Kontrollmöglichkeiten auf dem Abschnitt Sigridshorst – RBT künftig nicht mehr angewendet werden. Es ist ab Sigridshorst mindestens der Stadtlinien-Tarif von 1,10 € zu entrichten.
Um von Sigridshorst zum Einkaufszentrum Oderstraße zu gelangen, empfehlen wir, montags bis freitags gleich mit der Linie 601 in deutlich kürzerer Zeit bis zur Warthestraße zu fahren, um von dort nach Umsteigen in die Linie 629 zur Oderstraße zu gelangen. Da diese Möglichkeit samstags nicht besteht, fährt man an diesem Tag mit der Linie 601 bis zum SBT vor und steigt dort in den wartenden CityBus der Linie A um.
Die Rücktour erfolgt wie bisher mit dem CityBus und dem CityBus-Tarif von 0,50 € bis zum RBT, und nach dem Umsteigen dort in die Linie 601 gelangt man wieder nach Sigridshorst. Als Kompromiss für diese komplizierte Situation wurde mit der HVG vereinbart, dass ab RBT (nur) in Richtung Sigridshorst (!) die Fahrscheine des CityBus auf der Linie 601 anerkannt werden, wodurch das zusätzliche Entrichten des Stadtlinien-Tarifs entfällt!

An dieser Stelle möchten wir den verehrten Fahrgästen in Erinnerung rufen, dass es innerhalb einer halben Stunde Fahrzeit grundsätzlich gestattet ist, mit nur einem (!) gelösten Fahrschein des Stadtlinien-Tarifs zu 1,10 € innerhalb von Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf alle Bus-Linien ohne Nachlösen zu benutzen. Außerdem weisen wir erneut auch darauf hin, dass mit einem CityBus-Ticket am SBT zwischen den CityBus-Linien ebenfalls ohne Nachlösen umgestiegen werden darf.              


Geplante Veränderungen zum Dezember 2007
Trotz weiterer Bemühungen der AGENDA-Gruppe gelang es nicht, wesentliche Verbesserungen für den Ortsteil Ruhlsdorf und die Anbindung von Ludwigsfelde per Bus zu erreichen. Die HVG war nicht bereit, die Wünsche der 1600 Ruhlsdorfer Einwohner zu berücksichtigen. Bisher wurde jeder Vorschlag, der sich an den bestehenden Fahrplänen orientierte, abgelehnt mit der Begründung, dass nun die Linie RE4 existiert, die die Relation Teltow-Ludwigsfelde bedient. Es wurde bei dieser Argumentation aber nicht berücksichtigt, dass die Ruhlsdorfer während der SVZ nur auf sehr beschwerlichen Wege zum Regionalbahnhof bzw. S-Bahnhof Teltow gelangen und somit an dieser Verbindung nicht sinnvoll partizipieren können. Hier wird es weitere Bemühungen geben müssen !!
Alle Forderungen und Ideen, die Veränderungen beim CityBus betreffen, sind kurzfristig ebenfalls aus finanziellen Gründen nicht umsetzbar (siehe dort) !
 Verbesserungen waren zum 9.12.07 nur für die Linien 623 und 629 in Kleinmachnow und Stahnsdorf vorgesehen (Vier gestrichene Fahrten der vormittags schlecht ausgelasteten Linie 620 wurden zur Verlängerung des abendlichern Halbstundenverkehrs der Linie 623 und 629 genutzt). Leider stagnierte die lange Zeit positive Kooperation mit der HVG wegen etlicher ungelöster Probleme.  
Zur künfigen Verbesserung der Situation wurden erneut Gespräche zwischen HVG, Stadtverwaltung Teltow und AGENDA am 12.11.2007 geführt, um noch einige positive Veränderungen im kommenden Jahr, möglicherweise sogar noch zum großen Fahrplanwechsel im Dezember 2007, zu ermöglichen. Die Hoffnungen zerschlugen sich aber sehr schnell, da aus zeitlichen und finanziellen Gründen keine Angebotsverbesserungen machbar waren. Für gewisse technische Probleme sind allerdings kleine Verbesserungen vorgesehen, wie z.B. die Fahrtzielanzeige beim CityBus (ab 09.12.2007). Die Zurücknahme der Anschlussverschlechterung am S-Bahnhof in Richtung Innenstadt Teltow (ab 13.01.2008) wurde nur halbherzig vorgenommen, so dass hier weitere Nachbesserungen erforderlich sind (s. oben). Während die HVG weiterhin keiner Veränderung des Planes der Linie 601 zustimmte, konnte sich die BVG wenigstens für den Vorschlag erwärmen, zur SVZ außerhalb des Tagesverkehrs - also am frühen Morgen und späten Abend - eine Wartezeit der Linie 117 zu den Minuten 11 ... 15 einzurichten. Im Tagesverkehr blieb es beim Anschlussverlust am SBT. Auch die Einführung der beiden Zusatzfahrten zum/vom neuen Teltower Bürgerzentrum war zunächst nicht möglich.    
Erste Verhandlungen zur Einführung eines RegioBus-Konzeptes wurden im Dezember 2007 aufgenommen, um die entsprechende Verpflichtung aus dem Nahverkehrsplan PM aufzuarbeiten. Insgesamt hängt die weitere Entwicklung leider sehr stark von den sich entwickelnden finanziellen Bedingungen ab. Zu ersten Ergebnissen können Sie <hier>  etwas erfahren.



Flughafen-Shuttle startete am 09. Juli 2007 - und wurde aus Mangel an Bedarf zum 1. Juli 2008 wieder eingestellt !!

Was lange währt, wird doch noch gut !? In Abwandlung des bekannten Sprichwortes gab es zunächst auch über Positives zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in unserer Region zu berichten.
Vor gut drei Jahren wurde die durch die Havelbus-Gesellschaft mbH (HVG) betriebene kreisübergreifende Buslinie 602 zwischen dem Hauptbahnhof Potsdam und dem Bahnhof Berlin-Schönefeld eingestellt, weil das Fahrgastaufkommen, so die Begründung, den wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr rechtfertigte. Das war bei dem damaligen Angebot auch nicht weiter verwunderlich !

Die Wiederaufnahme des Linienverkehrs aus unserer Region vor allem zur Gemeinde Mahlow-Blankenfelde und zum Flughafen Schönefeld durch die Linie 602 war Thema vieler Gespräche mit der HVG - im vergangenen Jahr auch mit dem Verkehrsbetrieb in Teltow-Fläming (VTF), der ja bekanntlich die Linie 704 in Richtung Großbeeren / Blankenfelde betreibt – doch leider alles ohne Erfolg. Auch andere Verkehrsunternehmen der beteiligten Kreise taten sich schwer, hier ein Stück voranzukommen.
Da die bestehenden Alternativen über die Verbindungen Bus 601 / 704 via Großbeeren bzw. Bus 621 / RB22 via Genshagener Heide vollkommen inakzeptabel sind, nahm sich 2007 ein privates Bus-Unternehmen, die aus Potsdam-Marquardt, dieses Problems an und konnte nach etlichen Verhandlungsrunden die Konzession für den Betrieb einer Schnellbus-Linie "Potsdam – Stahnsdorf – Teltow – Flughafen Schönefeld" erhalten.
Leider wurde das Problem der Anbindung von Blankenfelde-Mahlow an unsere Region auch durch dieses Angebot nicht gelöst.
Das rührige Bus-Unternehmen, das sich durch den Kauf neuer Busse auf diese Aufgabe gut vorbereitet hatte, betrieb seit 9. Juli 2007 die neue Linie SXF (SXF ist das Flughafen-Kürzel für Berlin-Schönefeld). Das Unternehmen bewarb die neue Buslinie Linie mit einer Gesamtfahrzeit von 45 Minuten. Damit verkehrte diese Linie scheller als die der Bahn-Konkurrenz (Linie RB 22), die sehr von Störungen geplagt ist und die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf einfach links liegen lässt.

Die Linie SXF begann und endete am Potsdamer Hauptbahnhof, legte Zwischenstopps am Potsdamer Stern-Center, in Stahnsdorf, John-Graudenz-Straße, sowie an der Teltower Warthestraße, dem Teltower S-Bahnhof und seit 1.11.2007 auch am Teltower Regionalbahnhof ein. An allen Haltestellen in Richtung Schönefeld konnte nur eingestiegen werden, während in der Gegenrichtung Schönefeld - Potsdam an allen Haltestellen nur das Aussteigen zulässig war. Damit war klar, dass diese Linie ausschließlich als Zubringer zum Flughafen Schönefeld, nicht aber als Verkehrsmittel des Linienverkehrs zwischen Potsdam und Teltow genutzt werden kann, was auch dem schnellen Fahrgastwechsel nicht dienlich sein dürfte ! Na ja - und wer wollte schon 5 € im VBB-Bereich bezahlen !!  
Von der Stahnsdorfer Haltestelle J.-Graudenz-Straße aus erreichte man Schönefeld in 33 Minuten, während die Teltower den Flughafen ab Warthestraße in 26 Minuten, ab SBT in 21 Minuten und ab RBT in 19 Minuten erreichten.

Durch faire Fahrpreise – wie gesagt, der VBB-Tarif galt leider nicht - wurde das neue Bus-Angebot für unsere Region eigentlich noch attraktiv gestaltet - im Vergleich zum Taxi. Zwischen Stahnsdorf bzw. Teltow und Flughafen Schönefeld kostete eine einfache Fahrt 5 € (Kinder bis 10 Jahre zahlten 3 €), während man für die kombinierte Hin- und Rückfahrt 9 € bezahlen musste (Kinder 5 €).

Wenngleich man sich noch manche Optimierung der Verbindung vorstellen konnte, z.B. Verbesserung der Anschlüsse zu den anderen Bus- und Bahnlinien des VBB, 2-Stunden-Verkehr mit Verlängerung der Betriebszeit, Veränderung bzw. Ergänzung der Haltestellen, begrüßten wir jedoch dieses neue Angebot sehr und hofften, dass es durch die Bevölkerung unserer Region gut angenommen wird.
Leider zeigte die Praxis der ersten vier Monate kein gutes Ergebnis für die Nutzung des Flughafen-Shuttles. Da nur extrem wenige Fahrgäste diese Linie benutzten, musste der Betreiber im Oktober 2007 reagieren (MAZ vom 27.09.2007), um die Einstellung der Linie möglicherweise zum Jahresende wegen der hohen Verluste, was wir als Förderer des ÖPNV außerordentlich bedauern würden, vermeiden soll. Dabei wurden punktuell einige bereits zur Eröffnung der Linie SXF gemachten Änderungsvorschläge der AGENDA-Gruppe "CityBus/ÖPNV" Teltow aufgegriffen und bei der Neugestaltung des Fahrplanes ab 1.11.2007 (Beginn des Winter-Flugplanes) berücksichtigt:
- Fast durchgängiger 2-Stunden-Takt 
- bessere Anschlüsse durch Wahl der zur Zeit optimalen Fahrplanlage

- Einrichtung einer neuen zusätzlichen Haltestelle am Regionalbahnhof Teltow
- Verlängerung der Betriebszeit
von 4 bis 23 Uhr vor allem zur besseren Bedienung des Früh- und Spätverkehrs

Leider zeigte auch der weitere Verlauf der Linien-Nutzung keine Besserung. Uns ist diese Tatsache nach wie vor unklar, obwohl andere Experten damit seit Beginn des Betriebes gerechnet hatten. Nun musste Günter Anger erneut auf die enormen Verluste reagieren. Zum 01.04.2008 wurden die Fahrten noch einmal reduziert, d.h. auch die Fahrten 10:07 Uhr und 12:07 Uhr ab Potsdam bzw. 11:02 Uhr und 13:02 Uhr ab Flughafen Schönefeld fielen weg. Trotz weiterer Konsultationen zwischen der Agenda-Gruppe in Teltow, wo noch einmal auf die Flugzeit-Bündelungen aufmerksam gemacht wurde und ein dichterer Verkehr früh und abends vorgeschlagen wurde, erfolgte die weitere Ausdünnung des Fahrplans.

Leider erfüllten sich die Hoffnungen aller Involvierten in keiner Weise, so dass die Firma Anger am 23.06.2008 ihren Kunden und Geschäftspartnern die bedauerliche Tatsache mitteilen musste, dass die Linie SXF zum 01.07.2008 endgültig eingestellt würde. 
Auch wir als unbedingte Förderer des ÖPNV bedauern diese sicher wirtschaftlich notwendige Entscheidung dieses so mutig und hoffnungsvoll begonnenen kleinen Abenteuers - aber solche hohen Verluste kann niemand tragen. 

Wir hoffen nur, dass man sich spätestens zu Beginn des Flughafenbetriebs am BBI im Jahr 2012 (oder 2013 ?) auf die Etablierung einer entsprechenden Buslinie besinnt - dann vielleicht wieder unter Ägide des VBB mit erweitertem Angebot, denn die Notwendigkeit einer solchen Linie sollte doch unbestritten bleiben.     


Alte Probleme - einige Verbesserungen ab Sommer 2008 nur beim Teltower CityBus
Auch 2008 gab es turnusmäßig etliche Gespräche mit der HVG - letztmalig am 15.10.2008 -, um die Gesamtsituation, die nicht wirklich befriedigen kann, zu verbessern. Derzeit wird um die Erarbeitung einer ÖPNV-Konzeption für die Region gerungen, wozu sich aber der Hauptverkehrsträger HVG nicht berufen fühlt, sondern diese Aufgabe einer wissenschaftlichen Einrichtung auf Kosten der Kommunen der Region übertragen möchte. Zu einem solchen Schritt fühlte sich aber auch die regionale Politik aus wahltaktischen Gründen bis zum September 2008 nicht berufen, obwohl sogar der Kreistag PM im Sommer 2008 eine Umstrukturierung des regionalen Busnetzes im Zusammenhang mit den Ortsbus-Linien befördern will (DS 2008/0979). 

Zuerst die schlechten Nachrichten:
An den ungünstigen Fahrplänen der Linien 117 und 601 änderte sich bis zum Dezember 2008 weiterhin nichts. Die BVG signalisierte hierzu erst zu diesem Zeitpunkt Bereitschaft, obwohl es keine prinzipiellen Probleme geben soll, den durchgängig verlängerten 4-Minuten-Aufenthalt am SBT am gesamten Wochenende in der Relation Lichterfelde - Stahnsdorf, Waldschänke zu realisieren. Warum dies nicht schon zum 29.06.2008 möglich war (schließlich mahnt dies die HVG schon seit Januar 2008 an), wird im Wesentlichen einer gewissen Unflexibilität (?) des Verkehrsriesen BVG zugeschrieben. Aber wie mehrfach erwähnt, ist auch die HVG selbst nicht bereit, eine Verschiebung des Fahrplanes um 2 Mnuten in jeder Richtung zuzustimmen.
Auf allen weiteren Linien der Region waren keine Veränderungen vorgesehen, also auch eine Verbesserung des Abendanschlusses von der Linie 629 zur Linie 601 gab es nicht.
Offene Probleme sind weiterhin die Busanbindungen nach Großbeeren, Mahlow und Schönefeld sowie ein Ausbau der Verbindung nach Ludwigsfelde bzw. ein möglicher Anschluss zur RB22 nach Schönefeld via Genshagener Heide.
Während im Nachtverkehr seit Dezember 2007 auf der Linie N43 zwar eine Fahrt weniger angeboten wird, dafür aber positiv die Durchbindung zum S-Bahnhof Teltow auffiel, ist eine Verbesserung des Verlaufes der Linie N12 nach wie vor nicht in Sicht. Hier will sich die Gemeinde Stahnsdorf künftig für eine Linienführung über die Waldschänke einsetzen, während wir für eine Verlängerung bis zum Regionalbahnhof plädieren.

Einzig Positives:
Der Teltower Ortsteil Ruhlsdorf erhielt nach langen, fast zwei Jahre andauernden Diskussionsrunden zum 5. Juli 2008 endlich die gewünschten Verbesserungen in seiner verkehrlichen Anbindung im Rahmen des CityBus-Konzeptes. 
Montags bis freitags wurde auf der Linie B die Fahrt 18:25 Uhr ab SBT nur noch bis Ruhlsdorf (an 19:02 Uhr), dafür aber zusätzlich noch die Fahrt 19:25 Uhr ab SBT bis zur Warthestr. und zurück nach Ruhlsdorf geführt. 
Am Samstag wurden zwei zusätzliche Fahrten 18:09 Uhr und 20:09 Uhr ab Ruhlsdorf und 18:33 Uhr und 20:33 Uhr ab Warthestraße in der Sonntags-Fahrplanlage angeboten.
Sonntags wurden diese Fahrten durchgängig im 2-Stundentakt von 10:09 ... 20:09 Uhr ab Ruhlsdorf bzw. 10:33 ,,, 20:33 Uhr ab Warthestraße realisiert.
Die Zusatzfahrten am Samstag und die Sonntagsfahrten sollten probeweise bis Dezember 2008 mit größeren Linientaxis zum Bustarif durchgeführt werdn, um dann zu entscheiden, diese Fahrten künftig durch Subunternehmen ausführen zu lassen.

Halbherzige Veränderungen auf der CityBus-Linie A:
Ursprünglich hatte die AG CityBus nach Fertigstellung des Teltower Bürgerzentrums im September 2007 auf Wunsch der Stadtverwaltung bei der HVG angeregt, die Fahrt 7:36 Uhr ab SBT bereits ab Warthe- oder Elbestraße einzusetzen, um eine zusätzliche Frühverbindung zum Marktplatz zu realisieren. Desweiteren sollte abends eine zusätzliche Verbindung zu 19:13 Uhr ab Marktplatz eingerichtet werden, die auch die Fahrgäste aus dem Einkaufscenter Oderstraße in die Teltower ostlichen Wohngebiete verteilt. Nach intensiven Diskussionen kam es bezüglich der Abendverbindung zu einem akzeptablen Kompromiss, während die Frühverbindung wiederum nicht realisiert wurde, obwohl der Bus während dieser Zeit am S-Bahnhof pausiert. Am Abend gab es dementsprechend eine neue Fahrt 19:02 Uhr von Warthestraße bis Regionalbahnhof Teltow (RBT), während in der Gegenrichtung die letzte Fahrt 19:01 Uhr ab RBT wegen der geringen Auslastung in das Stadtzentrum bis zum SBT zurückgezogen wurde.   

Und immer wieder Bauarbeiten:

Mahlower Straße: Ein großes Problem bei der Durchsetzung der Fahrplantreue stellten und stellen die zahlreichen Straßen-Baustellen im Teltower Stadtgebiet dar. An vorderster Stelle ist die bereits in Verzug geratene Fertigstellung der Rad- und Gehwege in der Mahlower Straße zwischen Jet-Tankstelle und östlichem Ortsausgang zu nennen. Durch zusätzliche Sanierungsmaßnahmen an der Regenwasser-Entwässerung in Höhe der Feld-/Beethovenstraße wurden die Baumaßnahemn in diesem Bereich sehr stark verzögert. Unverständlich waren allerdings die merkwürdigen Umleitungsstrategien von HVG und Stadt, die z.B. durch generelles Schließen der Hst. Beethovenstraße und dafür Einrichten zweier Ersatzhaltestellen in  der G.-Sandtner-Straße zum Kopfschütteln führen musste! Unverständlicher Weise wurde auch die Hst. Wiesenstraße erst ab Juli 2008 wieder bedient, obwohl die Einmündung Blumen-/Mahlower Straße bereits seit Wochen wieder befahrbar war.
Die Linie 601 erhielt dadurch in beiden Richtungen teilweise enorme Verspätungen, die allein schon dem extrem engen Umlauf geschuldet sind.
Ruhlsdorfer Straße: Es ist nach neuesten Unterlagen zu befürchten, dass sich die Bauarbeiten in der Ruhlsdorfer Straße doch bis einschließlich 2010 hinziehen werden. Zur Zeit darf der allgemeine Verkehr diese wichtige Magistrale nur in Nord-Süd-Richtung passieren, während sich der CityBus-Linie B über eine Funkampel in Süd-Nord-Richtung freischaltet. Diese Konstruktion, die auf einen Vorschlag der HVG zurückging, lief weitgehend reibungslos und wird bis zur Beendigung der Bauarbeiten voraussichtlich im Februar/März 2009 bestehen bleiben.
Unverständlich sind in diesem Bereich jedoch die Umleitungen in Bezug auf die BVG-Linie 117, die nun nicht mehr die Haltestelle Ruhlsdorfer Straße/Ruhlsdorfer Platz anfährt. Unserer Meinung nach hätten die "117er" die bisherige Streckenführung ohne Weiteres beibehalten können! So fahren nun alle "117er" über die Mahlower Straße ohne Anfahren der Hst. "Bürgertreff" direkt zum SBT und wenden auf dem P+R-Parkplatz, um die Tour mit den regulären Haltestellen ab SBT fortzusetzen.

Zum CityBus-Verkehr können Sie sich ergänzend auch  <hier>  informieren. Diesem Ziel dient auch die Herausgabe eines attraktiven Flyers gemeinsam mit dem Teltower Stadtmarketing, der sämtliche Haltestellen des CityBus-Verkehrs und aller weiteren Stadtlinien sowie alle Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Einrichtungen, Gaststätten, etc. verzeichnet. Es ist vorgesehen, den Flyer halbjährlich neu und durch die Agenda-Gruppe aktualisiert in einer Auflage von 2.500 Stck. herauszubringen. Es gab bisher zwei Ausgaben, die in kurzer Zeit vergriffen waren. Für Interessenten bieten wir Ihnen die  <aktuelle Version hier>  zum Download als *.pdf-File (Größe 835 kByte) an.


Havelbus kündigt einseitig neues CityBus-Konzept von 2006 mit Fahrplanwechsel im Dezember 2008 auf
Das Fahrplanjahr 2008 geht so schlecht zu Ende wie es begann: Ohne jegliche Vorankündigung nahm die Havelbus-GmbH den an sich für Teltow sehr positiven Fakt der Fertigstellung der Entlastungsverbindung "Nordspange" (= Zeppelinufer - Oderstraße) zum für die Fahrgäste unerfreulichen Anlass, das nach langwierigen Diskussionen im Frühjahr 2006 eingeführte neue CityBus-Konzept, das sich von seiner Anlage her ausgesprochen gut bewährte, kurzerhand aufzukündigen. D.h. ohne die bisher in der Vergangenheit regelmäßig durchgeführten längerfristigen Vorabsprachen - normalerweise im Sommer 2008 - schuf der Verkehrsbetrieb als Betreiber der Teltower CityBus-Linien 622 A und B, die zum größten Teil durch die Kommune und Sponsoring getragen werden, kurzfristig vollendete Tatsachen. Auf zufällige Nachfrage der Agenda-Gruppe bei der HVG wurde Anfang Oktober 2008 mitgeteilt (knapp drei Wochen vor Einreichung beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, VBB), dass die CityBus-Linie 622 B ab 14.12.2008 eine neue Linienführung erhalten würde, die der Fertigstellung der "Nordspange" geschuldet sei. Da laut mehrfacher Absichtserklärungen der HVG davon auszugehen war, dass zunächst die Linie 629 über die Nordspange bis zum S Teltow-Stadt (SBT) verlängert werden würde (ca. 6 Min. verlängerte Fahrzeit je Richtung), war es umso überraschender, dass der CityBus nun das "Versuchskaninchen" für die Bedienung der "Nordspange" werden sollte, wie der Wirtschaftsförderer der Stadt Teltow diese Maßnahme positiv wertete. Als "Neuerung" wurde der Stadt angeboten, nun die Linie 622 B anstatt von Ruhlsdorf über die Iserstraße zum Einkaufszentrum Oderstraße neu ab S TeltowStadt (SBT) weiter über Ost- und Nordspange als Schnellverbindung zur Warthestraße verkehren zu lassen. Als Begründung für diese insgesamt unverständliche Maßnahme wurden folgende Positiv-Argumente angeführt:

  1. Die HVG sei verpflichtet (?) gewesen, die Nordspange nach Freigabe umgehend zu bedienen.
  2. Die Einsatz der ursprünglich dafür vorgesehenen Linie 629 rechne sich nicht, da das Verlust-Risiko zu hoch sei.
  3. Durch die neue Linienführung erreiche Ruhlsdorf nun eine regelmäßige Bedienung des SBT.
  4. Die stundenweise Häufung von Linienfahrten in der Teltower Iserstraße - ein langjähriger Kritikpunkt der Agenda - könne nun entschärft werden.
  5. Die neue Linienführung der Linie B erlaube eine bessere Umlaufgestaltung zwischen den Linien A und B und damit eine effektivere Dienstzeitausnutzung.
  6. Die Verbindung zwischen SBT und Zentrum Oderstraße würde beschleunigt werden.
  7. Das italienische Dörfchen ist wieder an den CityBus angebunden.
  8. Von SBT und Neuer Wohnstadt bestehen nun 2 Verbindungen pro Stunde zum Einkaufszentrum und zur Altstadt.
  9. Freibad Kiebitzberge und das neue "Kaufland" lassen sich gut anbinden.
10. Die Fahrten der Linie 620 wurden in die Linie 622 B integriert. 

Diesen "positiven " Argumenten stehen folgende "Negativ"-Argumente der Agenda-Gruppe entgegen
(Bitte vergleichen und urteilen Sie selbst !!):

  1. Gemäß Bestätigung durch den Teltower Bürgermeister gab es keine Verpflichtung zur sofortigen Bedienung der "Nordspange".
  2. Für die Bedienung der "Nordspange" gibt es bessere Alternativen im Vergleich zum CityBus, z.B. Linie 621, 627 oder auch 629.
  3. Ruhlsdorf hatte bereits mit der bisherigen Regelung einen Stundenanschluss an den SBT.
  4. Die Fahrthäufung in der Iserstraße wird etwas abgebaut, aber dafür gibt es keine CityBus-Verbindung mehr zum Greenpark.
  5. Am Wochenende gibt es überhaupt keine Verbindung mehr über die Iserstraße.
  6. Das touristische Angebot "Stadtrundfahrt Teltow" ist zerstört.
  7. Für die Ruhlsdorfer Einwohner wird der Weg zum Zentrum Oderstraße 9 Min. länger.
  8. Die Umsteigemöglichkeiten zwischen den Linien A und B reduzieren sich drastisch von 6 auf 2 Gelegenheiten je Stunde.
  9. Die Verbesserung zwischen SBT zum Zentrum Oderstraße gilt nur in einer Richtung.
10. Der Parallelverkehr zwischen SBT und Warthestraße führt zu Fahrgastverlusten auf der Linie A.
11. Im Bereich Oderstraße (Nordspange) gibt es bisher keine Anlieger (außer der Altstadt, die direkt durch Linie A bedient wird).
12. Die Haltestelle "Knesebeckbrücke" aus Richtung Warthestraße am Zeppelinufer muss noch gebaut werden.
13. Die Möglichkeit zur Anbindung der Haltestellen "Bürgertreff" und "Zehlendorfer Straße" wurde nicht genutzt.
14. Es existiert keine CB-Anschluss-Verbindung mehr zwischen Ruhlsdorf und dem RBT, nur in der Gegenrichtung.
15. Die Anbindung von Freibad und neuem Kaufland wären auch nach der alten Regelung möglich gewesen.
16. Der Früh-Schulbus der Linie 620 vom Ruhlsdorfer Platz nach Ruhlsdorf wurde ersatzlos gestrichen.
17. Es wurden nicht alle Leistungen der Linie 620 übernommen.    

Den Positiv-Argumenten stehen also fast doppelt so viele Negativ-Argumente gegenüber. Neben dieser klar ausgewiesenen Verschlechterung des CityBus-Angebotes wurde auf Grund der geringen Nachfrage auch der Sonntags-Verkehr zwischen Ruhlsdorf und nun dem SBT wieder zurückgenommen.
Als kleine positive Trostpflaster wurden lediglich die Abendverbindung vom Marktplatz zur Warthestraße und einige Spät- und Frühfahrten der Linie 620 durch die Linie 622 B übernommen.

Aus all den genannten Gründen hatte die Agenda-Gruppe in ihrem letzten Gespräch mit der HVG am 15.10.2008 ihre ernsthaften Bedenken gegen die vorgesehenen Änderungen vorgebracht und um Aufschub für die Maßnahmen gebeten, um das Problem in Ruhe zu klären. Die HVG hielt jedoch ultimativ an ihren Vorgaben fest, so dass durch die Agenda nur noch Schaden begrenzende Maßnahmen möglich waren (kleine Korrekturen zur besseren Anschlusssicherung montags bis freitags) und schließlich wohl oder übel zugestimmt wurde. In einigen Veröffentlichungen und auch gegenüber der Stadtverwaltung wurde im Nachgang deutlich gemacht, dass die Agenda mit dem gesamten Verfahrensweg nicht einverstanden sei (letztmalig in einem Gespräch am 13.01.2009 mit dem Teltower Bürgermeister). Leider gab es bisher keine klärende Reaktion von seiten der HVG und der Stadtverwaltung, wie die vorhandenen Diskrepanzen ausgeräumt werden könnten.  

Den nun aktuellen, in unsere Sinne nicht optimalen und mit Unzulänglichkeiten behafteten CityBus-Fahrplan können Sie  
<hier>  herunterladen!  

Die Agenda möchte die entstandenen Probleme, die durch einseitiges und unverständliches Verhalten der HVG entstanden sind, im Sinne der Fahrgäste baldmöglich klären, denn inzwischen häufen sich auch die Beschwerden durch die Fahrgäste.
Durch die im Folgenden zu erläuternden Ereignisse trat nun eine Wende in der Behandlung des Problemkreises "Regionaler ÖPNV" ein, die nun hoffen lässt, dass es mit der Optimierung des ÖPNV in der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf auch durch politische Unterstützung demnächst einen größeren Schritt vorangehen wird. 


Berechtigte Hoffnungen auf radikale Veränderungen im regionalen ÖPNV-Angebot
Mit den einschneidenden Fahrplanänderungen in der Region im Sommer 2007 nahm der Frust zu, da lange angemahnte Veränderungen durch die Verkehrsbetriebe, vor allem HVG und BVG, nur sehr schwerfälllig bis gar nicht realisiert wurden. In den vorangegangenen Abschnitten wurden genügend Beispiele aufgeführt.
Mit den Bemühungen um das Regiobus-Konzept Ende 2007, das gleichzeitig die Forderung nach Evaluierung des vorhandenen Verkehrsangebotes initiierte, fühlte sich insbesondere die HVG überfordert und versuchte, diesen Part andere Partner übernehmen zu lassen. Die Agenda-Gruppen aus Teltow und Kleinmachnow waren sich nach der neuen CityBus-Studie in Kleinmachnow darüber einig, dass etwas geschehen muss, allerdings war man sich nicht so recht klar, wie das Ganze zu packen sei. Die zunächst verbale Zustimmung aus Stahnsdorf, die nach der ersten Gesprächsrunde im Dezember 2007 wieder zurückgenommen wurde, obwohl Stahnsdorf der Motor bei der Formulierung des Anliegens im Nahverkehrsplan 2007 - 2010 war, wurde dann im Januar 2008 durch den damaligen Bürgermeister Enser erneut bekräftigt, so dass nun ein gemeinsames Vorgehen der drei Kommunen möglich wurde. Das ursprünglich gemeinsam vorgesehene Forschungsprojekt mit der TU Berlin kam leider nicht zustande, so dass sich schließlich eine Projektgruppe "Regionales Buskonzept TKS", bestehend aus dem Teltower Agenda-Vertreter Dr. Detlef Fanter, dem Vertreter der AG Verkehr der Stahnsdorfer Zukunftskonferenz, Martin Heiland, und den Kleinmachnower Agenda-Vertretern Dr. Jens Klocksin (MdL) und Michael Lippoldt, zusammensetzte, um die Gedanken zur Verbesserung des regionalen ÖPNV zu bündeln und in die kommunale und auch politische Ebene einzubringen. Es wurde der Gedanke einer "Regionalen Buskonferenz" geboren, in der fachliche und politische Entscheidungsträger zusammenzubringen sind, um einer Lösung näher zu kommen. Ein erster Schritt in diese Richtung war das Artikulieren von allgemeinen und speziellen Forderungen an die HVG, die zunächst schriftlich und dann in einem gemeinsamen Treffen im Juni 2008 auch mündlich vorgebracht wurden. Als Ergebnis war jedes Mal zu konstatieren, dass die HVG sich nicht in der Lage sah, Änderungen ihres Verkehrsangebotes mit eigener Kraft zu erreichen (Personalmangel, fehlende Mittel, auch fehlende Einsicht in die Notwendigkeit von Veränderungen). Das HVG-Motto lautete stets: "Was wollt ihr denn, ihr seid doch gut bedient! Und TKS ist nicht der Nabel der Welt!" Nur vergaßen die Verkehrsexperten dabei, dass die Region weiterhin stark boomt und inzwischen 55.000 Einwohner hat, was einem Drittel der Bevölkerung der Landeshauptstadt Potsdam entspricht. Vergleicht man beide Verkehrsangebote, ist das Angebot in der Region TKS wohl eher als "dürftig" zu bezeichnen !! Aber selbst offizielle Prognosen, Pendler- und Schülerstatistiken konnten den Verkehrsbetrieb zunächst nicht zum Handeln bewegen.


TKSpendler2007Pendler-Statistik im Raum Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf
(Stand Sommer 2007):


Ortsstruktur nach LEP-BB

Oberzentren
Mittelzentren
A = Auspendler als Summe von Berufs- und Schulpendlern
E = Einpendler als Summe von Berufs- und Schulpendlern
B = Binnenpendler als Summe
von Berufs- und Schulpendlern

Es werden nur die Berufspendler (1. Zahl bei zwei Angaben) ausgewiesen, die über die Meldestellen der Gemeinden mit Wohn- und Arbeitsort erfasst sind.
Die realen Zahlen sind weitaus höher, da hier nicht die erhebliche Zahl von Dauerpendlern eingeht.
Quellen:
- für E und A: Ernst Basler und Partner:
  Werkstattgespräch zum Standortentwicklungskonzept TKS, Juli 2008
- für B: Auf das Jahr 2007 extrapolierte Werte aus der Analyse von 2005 aus   der Pendlermatrix der AG Süd in der Broschüre:
  "Kommunales Nachbarschaftsforum - Stadt-Umland-Kooperation -
   Berlin und Nachbarn"

Bei den Schulpendlern (2. Zahl bei zwei Angaben) ergibt sich eine hohe Dunkelziffer durch die nicht erfassten Kinder und Jugendlichen, die in Berlin und Potsdam zur Schule gehen bzw. in privaten Bildungseinrichtungen der Region untergebracht sind.
Über die Frequentierung der OSZ Werder und Teltow (Kreis PM) waren keine verlässlichen Angaben zu bekommen.
Quelle: Schulentwicklungsplan 2007, Landkreis Potsdam-Mittelmark
Beispiel Kleinmachnow (knapp 19 TEw)

B in Kleimachnow      =  549 Berufstätige + 1.869 Schüler   
E aus Berlin               = 1519 Berufstätige +     29 Schüler,     A nach Berlin              =  2.763 Berufstätige
E aus Potsdam           =   464 Berufstätige +     16 Schüler,     A nach Potsdam          =     580 Berufstätige
E aus Teltow              =   275 Berufstätige +   338 Schüler,     A nach Teltow             =     320 Berufstätige + 119 Schüler
E aus Ludwigsfelde    =     47 Berufstätige +      2 Schüler,     A nach Ludwigsfelde   =       53 Berufstätige
E aus Stahnsdorf        =   227 Berufstätige +  338 Schüler,     A nach Stahnsdorf       =      126 Berufstätige +    6 Schüler
E aus Nuthetal            =     46 Berufstätige +    70 Schüler,     A nach Nuthetal           =       12 Berufstätige
E aus Großbeeren       =     23 Berufstätige +   11 Schüler,     A nach Großbeeren      =       18 Berufstätige
E aus Mahlow             =     30 Berufstätige +     3 Schüler,     A nach Mahlow            =       34 Berufstätige
E aus sonstigen Orten =     75 Berufstätige,                            A nach sonstige Orten  =       50 Berufstätige
E gesamt                    = 3.513 Berufstätige und Schüler,        A gesamt                      =  4.107 Berufstätige und Schüler

Auf Grund des im Jahr 2008 tobenden Kommunalwahlkampfes verzichtete die Gruppe, die aus Vertretern von B.I.T., FDP und SPD besteht, schließlich auf die Durchfühung der angestrebten Buskonferenz noch im Jahr 2008, um dieses Thema nicht zum Wahlkampfthema zu stilisieren. Auch war damit zu rechnen, dass nach der Wahl andere Gesprächspartner zur Verfügung stehen würden, so dass die erste Runde wohl ins Leere gelaufen wäre. Stattdessen wurde ein weiteres, diesmal auch programmatisch abgefasstes Schreiben, an die HVG gesandt. Neben einer Reihe der bereits mehrfach benannten aktuellen Probleme wurden in dem Schreiben drei wichtige Prämissen formuliert, die nur auf Basis einer schlüssigen ÖPNV-Konzeption für die Region TKS umgesetzt werden können. Diese sind:
Auch der Kreistag hat inzwischen die Probleme der Region erkannt. Noch in der vergangenen Legislatur wurden im Kreistag PM zwei Beschlüsse gefasst (DS 2008/0979 und 2008/0980), die sich positiv zum Aufbau eines Regiobussystems und zur Verbesserung der Anbindung der Region an den Flughafen Schönefeld positionierten. In der neuen Legislatur griff der Landkreis das Gesamtthema auch auf der Ebene des Schienenverkehrs (SPNV) auf, um auch diesen zu verbessern. Speziell mit den Verknüpfungen zum Busverkehr soll sich demnächst eine Arbeitsgruppe beginnen zu beschäftigen. Auf diesem Gebiet ist inzwischen auch der Bahnkundenverband Berlin-Brandenburg aktiv geworden, um den Südwest-Raum von Berlin zu untersuchen. Weitere Aktivitäten wurden in Teltow selbst durch die Stadtverwaltung angeschoben, um auch die S-Bahn-Problematik näher ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken (S-Bahn-Konferenz am 10.03.2008 um 15 Uhr im Neuen Rathaus Teltow - Infos dazu unter  <> ). In den entsprechenden Zuarbeiten zum Nahverkehrsplan PM und dem Landesverkehrsplan SPNV wurden diese Themen ebenfalls mehrfach durch die Kommunen angesprochen.
Erster Höhepunkt der bisherigen konzertierten Aktion zur Verbesserung des ÖPNV in der Region TKS war schließlich das Pressegespräch der Projektgruppe am 6.2.2009, in dem noch einmal die Ziele und das Anliegen der gegenwärtigen Aktivitäten dargelegt wurden (MAZ und PNN vom 07.02.2009, redaktioneller Beitrag des Lokalen TV "teltOwkanal").

Da es inzwischen auch grundsätzliche Überlegungen zur künftigen Struktur der Verkehrsbetriebe in West-Brandenburg unter Führung des Potsdamer ViP gibt, die in einer Studie, mit der der VBB betraut worden war, niedergelegt sind, konnte nun auch die HVG nicht mehr umhin, ihr Image als wichtigster Verkehrsdientsleiter in unserer Region zu überdenken. Aus dem Landkreis war inzwischen zu erfahren, dass dort ebenfalls entsprechende Aktivitäten zur Veränderung der ÖPNV-Struktur in unserer Region begonnen haben.
Im Ergebnis der bisherigen langfristigen Bemühungen der Projektgruppe und anderer Aktivisten des ÖPNV als auch vor dem Hintergrund der Zusammenlegung der Verkehrsbetriebe, über die der Landkreis noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen muss, konnte die HVG nun nicht mehr tatenlos zusehen, sondern ging als Kreisbetrieb gemeinsam mit ihrem Financier Landkreis PM selbst in die Offensive. Wie Havelbus-Chef Schäfer am 11.02.2009 gegenüber der Presse (MAZ und PNN vom 12.02.2009) erklärte, planen HVG und Landkreis PM gemeinsam, ein neues ÖPNV-Konzept für die Region TKS zu erarbeiten. Es soll dabei das Ziel sein, den ÖPNV attraktiver zu gestalten und neue Fahrgäste zu gewinnen. Es wurde ferner eine Ausschreibung für ein externes Gutachten auf den Weg gebracht, dessen Ergebnisse ähnlich der derzeitigen Diskussion um den Potsdamer ÖPNV auch in unserer Region gemeinsam mit der Bevölkerung und unter Einbeziehung der Agenda-Bewegung schrittweise umgesetzt werden sollen. Erste Verbesserungen könnten schon zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 resultieren, meinte Schäfer sehr optimistisch. Auf jeden Fall soll die komplette Umsetzung des neuen Konzeptes noch im Jahre 2010 zum Ende des aktuellen Nahverkehrsplanes, der ab 2011 fortgeschrieben wird, erfolgen. Schäfer sagte wörtlich: "Nach vielen schrittweisen Anpassungen des Verkehrsangebotes in den vergangenen Jahren ist es nun zweckmäßig, das gesamte ÖPNV-Angebot der Region auf den Prüfstand zu stellen." Und genau das ist das Anliegen der Projektgruppe, die sich nun in ihrer bisherigen beharrlichen Arbeit bestätigt sehen darf. Wir möchten allerdings davor warnen, dass Landkreis und Verkehrsbetrieb nun in blinden Aktionismus verfallen - damit wäre der Sache keinesfalls gedient. Auch die anderen direkt oder indirekt beteiligten Verkehrsträger ViP, VTF, BVG, Berliner S-Bahn und DB Regio sowie der Dachverband VBB müssen in die Problemlösung unbedingt mit einbezogen werden. Einer ersten Sondierung des Zieles, ein neues Konzept für den ÖPNV in der Region TKS auch unter politischen Aspekten zu entwickeln, sollte deshalb eine noch anzuberaumende Regionale Buskonferenz im ersten Halbjahr 2009 dienen.         



Das Eis ist gebrochen: Der Regionale ÖPNV steht auf der Tagesordnung
Schon im vergangenen Sommer, als es klar wurde, dass die Stammbahn in Kleinmachnow auf Basis eines erstellten Gutachtens nun wohl nicht zur Ausführung kommen wird, schlugen die Diskussionen hoch, um Argumente für den S-Bahn-Anschluss der Region TKS zu finden. Zunächst wurde diskutiert, die S-Bahn nach Düppel ab S Zehlendorf weiter bis Dreilinden zu führen, um den Europarc an das Schienennetz anzuschließen. Über diesen Weg könnte dann der Ringschluss nach Teltow-Stadt über Stahnsdorf realisiert werden (MAZ vom 13.08.2008). Als weitere Variante wäre der Wieder-Aufbau der Friedhofsbahn von Wannsee via Dreilinden/Stahnsdorf und dann mit Ringschluss nach Teltow-Stadt denkbar. Beide Linienführungen hätten Vor- und Nachteile - verkehrstechnisch sollte der Anschluss nach Wannsee günstiger sein, würde dieser doch TKS mit einer schnellen Verbindung nach Potsdam über Wannsee versehen. Diese Verbindung wäre auf jeden Fall schneller als mit dem Bus 601. Die Trasse über Düppel hätte Vorteile für Kleinmachnow, würde aber betrieblich ungünstige Anschlussbeziehungen ergeben. Die ganzen Überlegungen scheitern derzeit immer daran, dass die Linie S25 zu wenig genutzt wird. Statt der erwarteten 5 ... 10.000 Fahrgäste sind es bisher nur etwa 3500. Das liegt zum einen an dem fehlenden Pendleraufkommen im Teltower Zentrum, zum anderen an den schlechten Bus-Verknüpfungen. Auch die Tarifzone C wird immer wieder als Argument angeführt, was wir jedoch nicht akzeptieren, denn auch Hennigsdorf liegt allein in dieser Zone, hat aber ein sehr gutes Fahrgastaufkommen.
Die S-Bahn GmbH hat sich offensichtlich von diesen skizzierten Varianten bereits verabschiedet, denn es werden und wurden in Stahnsdorf munter Bahn-Grundstücke veräußert
(PNN vom 17.08.2008).     
Auch die Diskussion um eine Tram-Anbindung Potsdam-Teltow ist immer wieder im Gespräch. Hier engagiert sich insbesondere die Stahnsdorfer AG "Verkehrskonzepte" (MAZ vom 30.08.2008). Dieses Projekt wurde vor allem von der SPD als Wahlkampf-Zugpferd im vergangenen Jahr diskutiert. Nach der Wahl wurde es allerdings wieder still darum.

Erst im Jahr 2009, als die Diskussion um den ÖPNV dank der Projektgruppe in unserer Region wieder entbrannte, wurde auch die Diskussion um die Schienenanbindung der Region wieder ernsthaft aufgenommen. So verständigte sich der neue Stahnsdorfer Bürgermeister Albers mit dem Kleinmachnower BM-Kandidaten Warnick im Februar über den Wiederaufbau der Friedhofsbahn (MAZ vom 03.02.2009). Die Diskussion um die Schienenanbindung fand dann schließlich ihren vorläufigen Höhepunkt mit der sogenannten "S-Bahn-Konferenz" in Teltow am 10.03.2009. Wenngleich man auch gewisse Wahlkampf-Taktik vor allem der SPD dahinter vermuten kann, besteht doch ziemlich breites Interesse über Parteigrenzen hinweg, dass die Region an die Schiene angeschlossen wird (MAZ vom 06. und 12.03.2009). Auf dieser Fach- und Ideenkonferenz, die gemeinsam von der Stadtverwaltung Teltow und dem Regionalen Gewerbeverein organisiert wurde, war das wesentliche Thema der Ringschluss zwischen "Friedhofsbahn" und S25 in Teltow. Zu diesem Thema gestaltet das Regionalmarketing "Der Teltow" einen entsprechenden begleitenden INTERNET-Auftritt. Das Neueste zu diesem Thema findet man ab sofort unter den Adressen
  und   .  In diesem Zusammenhang kam auch wieder die Diskussion um die Stammbahn und die Tram-Verbindung Potsdam-Teltow auf, allerdings lief die Diskussion letztlich auf den Ringschluss hinaus. Es soll nun im Ergebnis der Konferenz entsprechender Druck auf das Land und den Bund ausgeübt werden, um die Schienenanbindung nicht aus dem Auge zu verlieren. Auch die Organisation der Region "KAT" soll hierfür stärker eingebunden werden - entsprechende Beschlüsse existieren bereits, sollen aber mit Nachdruck erneuert bzw. aktualisiert werden. Über entsprechende Aufträge der KAT bzw. des Brandenburger Verkehrsministeriums sollen nun Variantenprüfungen beauftragt werden, um ähnlich der Stammbahn-Untersuchung zu handfesten Ergebnissen zu gelangen, denn bisher ist vieles reine Spekulation. Und wenn auch einige Zweifler all diese Überlegungen als Träumereien bezeichnen (MAZ vom 14.03.2008), sollte die Region zunächst standhaft an ihrem Schienenkonzept festhalten, denn schließlich wohnen in der Region 55.000 Menschen, im erweiterten Bereich mit Ludwigsfelde, Großbeeren und Nuthetal sogar 90.000 Einwohner. Allerdings formiert sich auch erheblicher Widerstand vor allem aus Stahnsdorf gegen die Trassenführung durch den Ort, da, wie gesagt, bereits viele Trassengrundstücke bebaut wurden.
 
Bis es zu einer attraktiven Schienenanbindung
kommen wird, ist auf jeden Fall der Busverkehr auf ein höheres Niveau zu bringen. Hierfür wurden Ende April weitere entscheidende Weichen gestellt:
Mit einem ersten Paukenschlag reagierte zunächst das Brandenburger Verkehrsministerium
: Mit einer Reaktion, die mehr einem Akt der Verzweiflung gleicht, will die S-Bahn mehr Fahrgäste in die S25 locken. Deshalb soll ab 31.08.2009 zwischen Lichterfelde Süd und Teltow-Stadt ein 10-Minuten-Takt eingerichtet werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt - aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies als tolles Wahlgeschenk für die künftigen SPD-Landtagsabgeordneten und Bürgermeister gedacht ist, da es gerade 4 Wochen vor den Wahlen zum Tragen kommt. Natürlich wäre dies für den ÖPNV der Region eine gute Sache, denn damit wären die Anschlussbedingungen zum Busverkehr deutlich besser zu gestalten - aber woher sollen die Fahrgäste eigentlich kommen ? Ob dieser pure Aktionismus wirklich etwas bringt, ist absolut unklar !!! Ein weiteres Problem, auf das die "Interessengemeinschaft Lärmschutz Teltow" aufmerksam macht, ist viel gravierender: Der schon jetzt vernachlässigte Lärmschutz, der zu Emissionen hart an der erlaubten Grenze führt, wird durch die Verdoppelung der Zugzahl nur noch dringlicher, d.h. die Einführung des 10-Minuten-Taktes ist lt. Planfeststellung zunächst einmal rechtswidrig !!
 

Als weiteres Ereignis hatte dIe Projektgruppe "Regionales Buskonzept TKS" (s. weiter oben) nun am 29.04.2009 die nicht-öffentliche Expertenrunde (= Buskonferenz) im Teltower Bürgerhaus vorbereitet, um über die weiteren Schritte zur Erarbeitung eines neuen, attraktiven Buskonzeptes für die Region, ähnlich dem neuen ÖPNV-Konzept im Raum Falkensee, zu beraten.
Der Einladung zu dieser  Veranstaltung, die die „Projektgruppe Regionales Buskonzept TKS“ bereits im Februar angekündigt hatte, waren die Verantwortlichen der wichtigsten regionalen Bus-Unternehmen (Havelbus-Gesellschaft – HVG, Verkehrsbetrieb Potsdam – ViP, Berliner Verkehrsbetriebe – BVG) und des koordinierenden Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) gefolgt.

In seiner Begrüßung stellte das Mitglied der Projektgruppe Dr. Detlef Fanter (Kreistagsabgeordneter, Lokale Agenda Teltow) erfreut das breite Interesse an einer verbesserten verkehrlichen Erschließung der Region TKS fest – „einer Region, die sich auch in den nächsten 10 bis 20 Jahren durch eine besondere Wachstumsdynamik auszeichnen wird“. Wichtige Elemente für eine nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung seien auch leistungsfähige und attraktive öffentliche Verkehrssysteme, um den Motorisierten Individualverkehr (MIV) in Grenzen zu halten. In Bezug auf den fehlenden Lärmschutz sagte er, dass zu solchen Systemen auch die Schaffung der technischen und baulichen Voraussetzungen gehöre, die z.B. mit der Einführung eines 10-Minuten-Taktes auf der Linie S25 Hand in Hand gehen müssten. 
Wie es mit dem fehlenden Lärnschutz weitergehen wird, bleibt zunächst offen. Hierüber können Sie sich unter der INTERNET-Adresse    informieren.

In einem Schreiben hatte der Landrat des LK PM, Wolfgang Blasig, vorab betont, dass es „dem Landkreis als Aufgabenträger für den übrigen Öffentlichen Personennahverkehr (üÖPNV) wichtig sei, dass die bestellten und finanzierten Beförderungsleistungen attraktiv und zuverlässig geplant und durchgeführt werden. Punktuelle Nachbesserungen in der Region können nicht die geforderten und gewünschten Verbesserungen herstellen.“ Deshalb werde der LK jetzt eine umfassende Analyse durchführen und daraus ein integriertes ÖPNV-Konzept entwickeln.
Projektgruppenmitglied Michael Lippoldt (Lokale Agenda Kleinmachnow), der die Veranstaltung moderierte, warb dafür, Kundenzufriedenheit zum Erfolgsmaßstab für das neue Konzept zu machen. Mehr Qualität zur Steigerung des Kundennutzens ermögliche höhere Einnahmen und könne so einen aktiven Beitrag zur Senkung des öffentlichen Zuschussbedarfs leisten.


In seinem Einführungsvortrag wies das Mitglied der Projektgruppe Dr. Jens Klocksin (MdL, KAT-Vorstand) darauf hin, dass für durch den Schienenpersonenverkehr erschlossene Regionen der ÖPNV insgesamt einen Anteil von 40 % aufweisen sollte. Trotz guter Voraussetzungen, wie z.B. eine hohe Haltestellendichte, seien wir in unserer Region mit 20 % aber noch sehr weit davon entfernt. Den hohen und weiter steigenden Mobilitätsbedarf (s. Bild: Regionale Schul-/Berufspendler, Stand 2007) könne man nicht durch ständig weiteren Straßenbau lösen, denn dadurch würde im Gegenteil weiterer MIV induziert. Die Region mit ihrer typischen suburbanen Struktur und starker Umlandverflechtung, die durch die Aufwertung von Teltow als Mittelzentrum und zunehmende touristische Attraktivität noch verstärkt werde, sei mit ihrer Verkehrstruktur nicht optimal aufgestellt. Klocksin unterstrich das Erfordernis einer klaren Ausrichtung des Liniennetzes am Pendler- und Schülerverkehr mit Blick auf die zentralen Verknüpfungspunkte zum Schienenverkehr (SPNV) im Fernbereich (Potsdam, Schönefeld) sowie im Nahbereich (S1, S25, RE 4/5), in die die Optimierung des Binnenverkehrs (Flächenbedienung durch City-/Regiobus) organisch einzubinden sei. Berücksichtigen müsse man unbedingt auch die Schaffung eines attraktiven Angebotes für den Freizeitverkehr (Spät-, Wochenend-, Nachtverkehr) auf suburbanem Niveau.

Georg Dukiewicz, Fachdienst Verkehrsmanagement des LK PM, machte auf die finanziellen Probleme bei der Organisation eines effektiven ÖPNV aufmerksam. Er konnte in diesem Zusammenhang positiv berichten, dass die ÖPNV-Mittel des LK seit 2008 wieder gestiegen sind, u.a. auch deshalb, um die Erarbeitung des neuen ÖPNV-Konzeptes für die Region abzusichern. Dukiewicz informierte auch über die weiteren Schritte zur Erarbeitung des ÖPNV-Konzeptes nach der bereits im April erfolgten Ausschreibung und Vergabe des Gutachtens. Es würde dazu noch vor Pfingsten ein begleitender Arbeitskreis eingerichtet, der ebenfalls noch im Mai tagen soll (Terminplanung 26.05.2009). In den Arbeitskreis wird die „Projektgruppe Regionales Buskonzept“ beratend mit eingebunden. Als erstes wird die Abstimmung der endgültigen Aufgabenstellung erfolgen. Bis Ende Juli könnten dann Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse folgen, an die sich Ende August 2009 die Erarbeitung von Optionen für die Netzoptimierung anschließen würde. Es sei realistisch, dass bis Ende September eine Vorzugsvariante vorliegt, die dann frühestens ab dem Zeitraum Dezember 2009 bis zum Sommer 2010 zu konkreten Umsetzungen führen könnte. An der Diskussion sollte auch die Öffentlichkeit (z.B. über Internet-Umfragen) beteiligt werden.

Der Geschäftsführer der HVG, Dieter Schäfer, der für das Projekt auch gleich ein entsprechendes Logo mit dem eingängigen Slogan „TKS-Netz 2010 – Die Region im neuen Takt“ präsentierte, betonte in seinem Beitrag den festen Willen, sich als kreativer Partner in das Projekt einzubringen. Obwohl er auf zahlreiche positive Veränderungen in den letzten Jahren verwies, räumte er dennoch ein, dass es etliche Konflikte gibt, die durch punktuelle Korrekturen nicht zu beheben seien, wie z.B. beim Fahrplan der Linie 601. Diese Linie mit ihren vielen Verknüpfungspunkten mache die größten Sorgen, weil sich daran letztlich der gesamte üÖPNV der Region orientiert. Dieser Gordische Knoten müsse in enger Zusammenarbeit aller Verkehrsunternehmen unter Federführung des VBB gelöst werden. Den Gedanken Schäfers aufnehmend, signalisierte der Bereichsleiter Planung und Fahrgastinformation des VBB, Jürgen Roß, weitgehende Unterstützung für das komplexe Vorhaben. Er erläuterte, dass es insgesamt 10 solcher Bereiche im Berliner Umland gibt, die ähnlich strukturiert sind und nach und nach optimiert werden sollen. Der große Erfolg bei der Neuordnung des Einzugsbereiches Falkensee lasse erwarten, dass der ÖPNV in der Region TKS ebenso positiv verändert werden könne.

In der anschließenden Diskussion wurde herausgearbeitet, dass die Finanzierung der erforderlichen Neuordnung nicht zu Lasten des übrigen Kreisgebietes gehen werde. Genau so wichtig wie Investitionen für ein Mehr an Qualität und Effektivität der Verbindungen seien auch neue intelligente Lösungen. Der Vorstandsvorsitzende der BVG, Sturmowski, machte klar, dass für die Realisierung des Projektes eine ausreichende Zeitspanne einkalkuliert werden müsse. Leider ging kein Diskussionsredner auf die seit 2005 bestehenden Lärmprobleme an der Anhalter Bahn und nun auch an der S-Bahntrasse ein, worauf Fanter in seinen Eingangsworten aufmerksam gemacht hatte (aktuelle Meldungen hierzu).

In seiner Zusammenfassung lobte das Mitglied der Projektgruppe Martin Heiland (AG Verkehrskonzepte Stahnsdorf) schließlich die ansonsten offene Atmosphäre der Konferenz, die in den einzelnen Projektphasen beibehalten werden sollte. Nur durch Transparenz und durch „Mitnahme“ der Fahrgäste ließen sich die gemeinsam vereinbarten Ziele letztlich verwirklichen. Die Projektgruppe wird ihre Arbeit in diesem Sinne gern fortsetzen !

Soweit der Bericht von der Buskonferenz ! (Auch die PNN berichteten am 02.05.2009.)

In puncto Unterstützung des ÖPNV-Konzeptes hat nun auch die KAT auf ihrer Sitzung am 06.05.2009 ihre Weichen gestellt. Es wird auf Vorschlag der Fraktionen von B.I.T., BiK und FDP eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Aktivitäten des Kreises und der Verkehrs-Unternehmen aus der politischen Sicht der Region unterstützen wird. Die Bildung der AG soll bis Mitte Juni erfolgen ! 
In das neu zu erarbeitende ÖPNV-Konzept werden auch die Anbindungen an den BBI vom Südwesten Berlins aus mit einbezogen !

Der Arbeitskreis des Landkreises PM zur Neuordnung des ÖPNV in der TKS hat sich am 29.04.2009 konstituiert. Dieses Gremium, dem ständige Vertreter der Kreisverwaltung, der Projektgesellschaft Planung Transport Verkehr AG (PTV), der Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, der KAT, der lokalen Agenden, des VBB und der regionalen Busunternehmen sowie zeitweilig auch von BVG und DB Regio angehören, werden die Arbeit des Gutachters PTV sachlich und fachlich begleiten. Erste Ergebnisse sollen im Herbst 2009 öffentlich gemacht werden. Mit zahlreichen Informationsveranstaltungen und massiver Werbung soll die Bevölkerung an dieser Aufgabe beteiligt werden, damit es gelingt, den Individualverkehr einzudämmen und somit weitere Fahrgäste zu gewinnen. Das neue Gesamt-Konzept soll spätestens zum Jahresende 2010 zum Tragen kommen (MAZ vom 03.06.2009)
In diesem Zusammenhang ist der Vorstoß der Potsdamer Verkehrsbetriebe ViP als nicht besonders zielführend anzusehen, der nun zur Unzeit erneut den Bau einer Straßenbahn-Linie von Potsdam nach Teltow mit in den Focus des Interesses rückt. Denn bis zum Herbst ist die Politik nun auch noch gefragt, hierzu ebenfalls eine Entscheidung zu fällen, damit eine Kosten-Nutzen-Analyse beauftragt werden kann
(MAZ vom 04.06.2009). Das Echo über diesen erneuten Vorstoß des ViP, in der Region eigenständig aktiv zu werden, da der Busverkehr absehbar durch die HVG betrieben werden wird, ist sehr geteilt. So drückte Landrat Blasig seine Verwunderung über den Vorschlag aus, da gerade jetzt über die Busoptimierung beraten wird. Natürlich ist auch ein weiteres Nachdenken über die Tram Bestandteil der Landkreis-Strategie. Auch der Stahnsdorfer BM Albers findet es fatal, wenn es parallele Planungen für die Region TKS gäbe. Es sei vielmehr wichtig, ein Gesamtpaket für Bus, S-Bahn und Tram zu schnüren. Gegen eine Prüfung der Sinnfälligkeit einer Tram-Linie gäbe es allerdings keine Einwände, betonte Teltows Wirtschaftsförderer Kosanke, wie es auch auf der Schienenkonferenz im März und bei der KAT beraten wurde.    

Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei
Die Ereignisse in Bezug auf den ÖPNV in der Region TKS überschlagen sich fast täglich. Nachdem der Arbeitskreis "Busverkehr TKS 2010" beim Landkreis PM seine Arbeit am 29.04.2009 aufgenommen hat, eine KAT-Arbeitsgruppe sich dort einbringen und außerdem um die Einbindung des künftigen SPNV kümmern soll/will, in Stahnsdorf ein separater Runder Tisch zur Diskussion des dortigen Verkehrs-Entwicklungsplanes etabliert wurde und sich einige weitere Initiativen für oder gegen den Ringschluss Teltow-Stahnsdorf-Wannsee (Aufbau und Verlängerung der "Friedhofsbahn") bzw. Nutzung eines "Stammbahn"-Abschnittes als S-Bahn-Trasse einsetzen, wird der Ton in den Auseinandersetzungen der Kontrahenten zunehmend rauher und unsachlicher. 

Während zum einen die Rufe nach der "Friedhofsbahn Wannsee-Dreilinden-Stahnsdorf" lauter werden und durch die evangelische Kirche, die 1913 diese Strecke erbauen ließ, durch eine entsprechende Klage untermauert werden (MAZ vom 09.06.2009), taten sich andererseits heimlich, still und leise die DB AG, die "EuroParc"-GmbH, der Berliner Stadtbezirk Steglitz-Zehlendorf und die Gemeinde Kleinmachnow im April zusammen, um einen bereits fast vergessenen BVV-Beschluss aus dem Jahre 2008, der nach dem Desaster zur Reaktivierung der Stammbahn als Regionalbahn-Strecke gefasst worden war, wieder aufzunehmen. Dieser Beschluss sieht die Bemühungen um die Reaktivierung eines Teiles der "Stammbahn"-Strecke zwischen S Zehlendorf und Dreilinden/EuroParc als wieder zu ertüchtigende S-Bahn-Strecke vor. Nun wäre daran prinzipiell nichts auszusetzen, wenn in diesem Zusammenhang alle möglichen Varianten gemeinsam diskutiert worden wären, um eine sachliche Vorauswahl unter verkehrspolitischen Aspekten zu treffen. Doch ohne jegliche Vorwarnung wurde das Ergebnis der entsprechenden Vorstudie schließlich in einer "Hau-Ruck-Aktion" am 09.06.2009 (BZ, MAZ und PNN vom 10.06.2009, MAZ vom 11.06.2009, RR vom 17.06.2009) auf einer Pressekonferenz im Rathaus Zehlendorf vorgestellt (Ergebnisse als *.pdf-File - 1,3 MB). In seltener Einmütigkeit wurde der Öffentlichkeit offeriert und suggeriert, dass diese Lösung die beste für die Anbindung des EuroParcs an den SPNV darstellt und somit für eine offizielle Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) durch die Länder Brandenburg und Berlin empfohlen wird. Diese Aktion, die zweifellos von einer Lobby organisiert worden war, sollte zum wiederholten Male nur die "Stammbahn" ins rechte Licht der Öffentlichkeit rücken, denn die sachlich vom B.I.T.-Abgeordneten des Kreistages PM, Fanter, vorgetragene Frage nach dem K.o.-Kriterium für die Variante "Friedhofsbahn", die seit der S-Bahn-Konferenz in Teltow am 03.03.2009 ernsthaft nun auch durch die KAT als ebenso wichtige Variante diskutiert wird, wurde auch nach weiterem Nachfragen nicht mit Sachargumenten beantwortet, sondern mit einer rein politischen Entscheidung begründet. Dass diese Frage den Steglitz-Zehlendorfer Baustadtrat Stäglin sichtlich verunsicherte und seine Antwort nicht gerade überzeugte, ist verständlich - vor allem, wenn man berücksichtigt, dass die Kosten und die verkehrspolitische Bedeutung beider Varianten etwa vergleichbar sind. An einigen Beispiel-Kriterien soll das im Folgenden erläutert werden:

Anbindung von Steglitz-Zehlendorf, Kleinmachnow und Stahnsdorf an den SPNV
"Stammbahn" (negativer): Anbindung von Steglitz-Zehlendorf und Kleinmachnow
"Friedhofsbahn" (positiver): Anbindung
von Steglitz-Zehlendorf, Kleinmachnow und Stahnsdorf
Einbindung des EuroParcs Dreilinden
"Stammbahn" (positiver): Anbindung gewährleistet (günstigere Entfernung)
"Friedhofsbahn" (negativer): Anbindung gewährleistet (ungünstigere Entfernung)
Verkehrslogistik
"Stammbahn" (negativer): Anbindung an den Durchgangsbahnhof S Zehlendorf, Umbau der Gleisanlagen wegen Einfädelung erforderlich,
Direkt-Anschlüsse nach Berlin-Zentrum auf einem Weg (nur S-Bahn über Wannseebahn) und nach Potsdam (nur S-Bahn über Wannseebahn)
"Friedhofsbahn" (positiver): Anbindung an den wichtigen Regionalknoten S Wannsee, Umbau der Gleisanlagen wegen Einfädelung erforderlich,
Direkt-Anschlüsse nach Berlin-Zentrum auf drei verschiedenen Wegen (Regionalbahn, Stadtbahn und Wannseebahn) und nach Potsdam (S-/Regionalbahn)

Gestaltung der Zug-Umläufe
"Stammbahn" (negativer): durch Verkehren der Verstärkerzüge S Zehlendorf - S Potsdamer Platz im ganztägigen Betrieb Bedarf von zusätzlichem Wagenmaterial
und erheblichen Strecken-Zusatzleistungen für das Land Berlin

"Friedhofsbahn" (positiver): unproblematische Verlängerung der Linie S1 über S Wannsee hinaus ohne weitere Zusatzzüge im durchlaufenden Ganztagsbetrieb
Ortsanbindung
"Stammbahn" (negativer): P+R-Anbindung am S Dreilinden für Kleinmachnow und A115
"Friedhofsbahn" (positiver): P+R-Anbindung am S Dreilinden für Kleinmachnow und A115 sowie am S Stahnsdorf für Stahnsdorf 
Kunstbauten / Umbauten
"Stammbahn" (positiver): Neubau einer Autobahnbrücke, Neubau von drei Bahnhöfen,
moderater Umbau der vorhandenen Gleis-/Sicherungsanlagen
in S Zehlendorf, Neubau von drei beschrankten Bahnübergängen (problematisch!)
"Friedhofsbahn" (negativer): Neubau einer Autobahnbrücke, Neubau einer Kanalbrücke, Neubau von drei(?) Straßenbrücken, Neubau von zwei Bahnhöfen,
komplexer Umbau der vorhandenen Gleis-/Sicherungsanlagen (und des Überwerfungsbauwerkes ?) in S Wannsee,

Lärmschutz
"Stammbahn" (negativer): zusätzlicher Lärmschutz erforderlich, da Strecke weitgehend in dicht besiedelter Ortslage
(braucht wegen Wiederertüchtigungsklausel nicht realisiert zu werden, daher zukünftig erhebliches Konfliktpotenzial mit Anliegern !!)

"Friedhofsbahn" (positiver): wenig oder kein zusätzlicher Lärmschutz erforderlich, da Strecke weitgehend in Waldlage
Erwartete Kosten (kostenneutral)
"Stammbahn" - 5,15 km Streckenlänge: durch Baumaßnahmen und notwendige Zusatzzüge ca. 35,6 Mio € 
"Friedhofsbahn" - 4,16 km Streckenlänge: nur durch Baumaßnahmen, keine Zusatzzüge ca. 35,6 Mio €

Aus diesen einfachen Überlegungen ist zu ersehen, dass die Strecken zunächst äquivalent zu sein scheinen, d.h. man kann eigentlich keine Favorisierung irgendeiner Variante ohne Weiteres ableiten.
Auch bleibt nach den Ergebnissen der bekannten NKU "Stammbahn" von 2008 offen, woher sich die zusätzlichen Fahrgäste rekrutieren sollen. Auch fehlt aus verständlichen Gründen eine transparente Betriebskostenkalkulation. Deshalb teilen wir die bisherige Euphorie der Presse und des Bahnkunden-Verbandes (MAZ vom 12.06.2009) zur "Stammbahn"-Variante allein  nicht.

Wir bitten alle Verantwortlichen, weiterhin nach sachlichen Gesichtspunkten kühl und emotionslos zu entscheiden und abzuwägen, und plädieren vor allem für eine Lösung, die der gesamten Region und nicht nur einer bestimmten Gemeinde Vorteile bringt und lehnen deshalb die praktizierte Überrumpelungstaktik kategorisch ab !!  


Auf ähnlich abstrusem Niveau wurde eine weitere Diskussionswelle um die "Regio-Tram Potsdam-Teltow" losgetreten. Die Urheber derer waren diesmal die Vertreter der Koalition im Kreistag selbst.  Obwohl es vorgesehen war, vom Kreis aus eine weitere Studie dafür in Auftrag zu geben, lehnte der Koalitions-Ausschuss dies am 15.09.2009 kategorisch mit dem Argument ab, dass "der ViP sich um die Verkehrsbelange in Potsdam kümmern möge, anstatt zu versuchen, den Kreis PM an dessen Defiziten zu beteiligen". Auf diesem "kalten" Wege hätte dann Potsdam erreicht, dass die wichtigsten Havelbuslinien durch den ViP betrieben würden (PNN vom 16.06.2009). Wenn zwar auch wir geteilter Meinung über die Sinnfälligkeit einer Tram sind, können wir uns trotzdem diesem modernen Verkehrsmittel nicht verschließen. Deshalb stimmt die B.I.T. diesem Ansinnen der Koalition nicht zu, solange nicht der sachliche Gegenbeweis erbracht ist, sondern bedauert die Haltung der Koalition ausdrücklich und bittet darum, das Ganze noch einmal zu überdenken !! Von einer enttäuschenden Unsachlichkeit ist außerdem die Aussage geprägt, dass die Region TKS im Vergleich zu den dünner besiedelten Teilen des Landkreises PM "sehr gut" aufgestellt sei. Dadurch wird die in diesem Jahr endlich erkämpfte Unterstützung des Kreises und der Verkehrsbetriebe für eine Neuordnung des ÖPNV in der Region, die vor allem die qualitative Verbesserung in unserem Ballungszentrum mit 55.000 Einwohnern zum Ziel hat, und an dessen Verwirklichung die Projektgruppe "Regionales Buskonzept", der Mitglieder der SPD, FDP und B.I.T. angehören, maßgeblichen Anteil hat, total konterkariert. Damit bleibt das ehrliche Bemühen, durch Stärkung des ÖPNV den Individualverkehr nachhaltig zurückzudrängen, schließlich auf der Strecke. Da ist es nicht verwunderlich, wenn nun Linke, Grüne und auch Teile der SPD, FDP und Bürger-Initiativen, die der Ökologie verbunden sind, nicht mehr mitgehen können! Der Sieg der Straße (Individualverkehr) über die Schiene (ÖPNV) muss unbedingt aufgehalten werden (siehe auch MAZ vom 18.06.2009) !!          

Leider ist mit dem derzeitigen Getöse
(Kakophonie) um den ÖPNV, das zunächst gut gemeint war, genau das Gegenteil eingetreten. Die Diskussion muss dringend wieder in ruhiges, sachbetontes Fahrwasser gesteuert werden, da inzwischen jedermann, der schon einmal im Bus fuhr oder ein Fahrplanheft gelesen hat, sich zum Verkehrsexperten berufen fühlt. Und auch diejenigen, die das Sagen haben, sind offensichtlich nicht mehr in der Lage, den Überblick zu wahren. Inzwischen ziehen Kreis, Kommunen, Politiker, Sachkundige und Möchtegern-Fachleute jeweils an einem anderen Ende des Tischtuchs - und zur Zeit ist nicht mehr zu erkennen, wohin die Reise gehen soll !! Ein solches Orchester aus vielen Köchen könnte dem Anliegen des Ganzen mehr schaden als nutzen - denn wenn das Tischtuch reißt, ist Schluss und die Region bleibt beim SPNV vollkommen auf der Strecke. Wollen wir das ?? Voraussetzung für saubere Lösungen ist allerdings auch die Ehrlichkeit aller Akteure, woran man inzwischen zweifeln muss !! (vgl. MAZ-Kommentar vom 11.06.2009)

Zu beachten ist auch, dass durch das Einbringen ständig neuer unausgegorener Ansichten vor allem auch das Bemühen um die aktuelle Neuordnung des üÖPNV in der Region erschwert wird. Zunächst gilt es nämlich, diese Aufgabe bis Ende 2010 mit Erfolg zu realisieren, denn alle Schienen-Projekte sind bis 2015 garantiert nicht zu erledigen. In diesem Sinne müssen alle Bemühungen zunächst auf die Optimierung der Busverkehre konzentriert werden, denn diese werden auch bei einer verbesserten SPNV-Anbindung weiterhin benötigt. Schließlich wäre es bei dem hohen Erwartungsdruck, der inzwischen bei der Bevölkerung erzeugt wurde, äußerst fatal, wenn durch das bisherige Hick-hack auch noch die Neuordnung des üÖPNV auf der Strecke bliebe !!
Der KAT dürfte nun allerdings neben der wichtigen Koordinierungsfunktion auch die Aufgabe zufallen, für die "Friedhofsbahn" (und Tram ?) eine entsprechende Vorstudie in Auftrag zu geben, damit ein Variantenvergleich möglich bleibt. Dafür werden wir uns gemäß der vorgelegten Vorschläge einsetzen.