Aktuelle Meldungen (Ticker) (Stand 13.04.2012)

Die ÖPNV-Anbindung des Berliner Großflughafens
BER nimmt immer groteskere Formen an (aktualisiert 13.04.2012)
Der Eröffnungstermin für die größte Berlin-Brandenburger Baustelle, den Großflughafen BER, rückt trotz vieler Pleiten, Pech und Pannen unaufhaltsam näher. Nach der spektakulären Umzugsaktion vom 2. zum 3. Juni 2012 soll das bisher von berechtigten Protesten begleitete Projekt nun wohl - erst mal probeweise - ernsthaft an den Start gehen.

Nicht nur, dass die Protestbewegung keinesfalls abgeebbt ist sondern im Gegenteil durch neue Horrorzahlen, die das Szenario noch einmal deutlich verschärfen werden, wieder neue Nahrung zu weiteren Protesten erhalten hat, wird vor allem die Verkehrslogistik, die immerhin bis zu 20.000 Pendler aus dem südwestlichen Umland von Berlin sowie dem gesamten westlichen Brandenburg zum BER transportieren soll - wenn man den Zahlen wirklich Glauben schenken darf - das eigentliche Problem.

Die halbwegs an den BER angebundenen Städte sind Brandenburg, das Teil-Mittelzentrum Werder und die Landeshauptstadt Potsdam
, die in einer Reisezeit von unter 60´ an den BER angebunden sind - freilich auch nicht ohne Umstieg bzw. Richtungswechsel. Die Katastrophe betrifft jedoch die Anbindung der Kreisstadt Bad Belzig und alle weiteren im Bereich des RE7 angebundenen Orte wie z.B. Beelitz (ebenfalls Teil-Mittelzentrum), Seddin, Michendorf oder Brück, für die nun keine Anschlussverbindungen mehr über Michendorf vorgesehen sind. Hier verbleibt - in diesem Jahr noch durch die Bauarbeiten zwischen Berlin-Wannsee und -Charlotttenburg erzwungene Zugunterbrechung erschwert - nur der umständiche Weg über den zeitaufwändigen Bustransfer über Potsdam oder das mehrmalige Umsteigen zwischen den S-Bahn-Linien S1 und dem neuen RE9 bzw. der Buslinie BER1 ab Südkreuz (?). Die Gondelei einmal quer durch die Stadt dauert noch länger. Erst, wenn die Bauarbeiten beendet sind, verkürzt sich die effektive Fahrzeit um weitere 20´.

Alle Vorschläge zur Verbesserung der Anschlüsse über Bahn- oder Buszubringer über Bhf. Saarmund wurden zunächst rundweg abgelehnt
, ganz zu schweigen von der Wiederinbetriebnahme der ehem. Bahnhöfe Bergholz-Rehbrücke oder Pirschheide/oberer Bhf. Stattdessen wurde die schwach genutzte Linie RB23 eingeführt, die derzeit überhaupt keine sinnvollen Umsteigebeziehungen ermöglicht. Allerdings ist jetzt auch durch Landes- und Bundesparlamentarier etwas Bewegung in die Sache geraten - so wird endlich ernsthaft über eine Reaktivierung des Bahnhofs Pirschheide/oberer Bhf., insbesondere jedoch über den Ausbau des Bhf. Saarmund nachgedacht. Über letzteren könnte dann die Anbindung vom RE7 über den RB23 zum RB22 erfolgen. Dies wäre zumindest ein erster, wenn auch umständlicher Schritt in die richtige Richtung (MAZ vom 23.03.2012).
Jetzt hat auch die SPD diesen wichtigen Knotenpunkt entdeckt und fordert außerdem eine vernünftige Bus- und Radweganbindung (MAZ vom 10.04.2012). Verkehrsexperten der Region fordern schon lange diese Anbindung ebenso wie die lukrative Verknüpfung der Bahnhöfe Genshagener Heide bzw. Struveshof nicht nur für die Stadt Ludwigsfelde sondern auch für den Raum TKS, was jedoch sowohl die Politik als auch die Verkehrsträger immer nur belächelt hatten !!!   

Der Clou der Unfähigkeit, einen vernünftigen ÖPNV-Zubringerverkehr für die Regon TKS/Nuthetal anzubieten, zeigt sich darin, dass zwar auf der Anhalter Bahn gut 80 zusätzliche Züge in Gestalt des RE9 durchrauschen werden - immerhin soll sich der Flugreisende ab dem Berliner Hauptbahnhof auf der 30´-Fahrt schon einchecken können -, aber kein Zug auf dieser Strecke zusätzlich halten wird, um das mit etwa 67.000 Ew bewohnte Gebiet wenigstens durch einen Halt am "Mittelzentrum" Teltow oder auch wie alle anderern RE-Züge wenigstens in Berlin-Lichterfelde/Ost mit einem Einzugsbereich von mehr als 300.000 Ew anbindet. Aber nichts dergleichen ist geplant !!! Im Gegenteil -
als "kleine Zugabe" wird für die Bahn-Wohngebiete in Lichterfelde/Süd und Teltow-Seehof/Sigridshorst auch der einmal planfestgestellte Lärmpegel erneut überschritten werden !! Und da selbst die bisher geplante Buslinie 600 (Erschließungsbus) auf Grund finanzieller Engpässe und Gerangel zwischen den beteiligten Landkreisen weiterhin in den Sternen steht, wird somit die "Boom"-Region TKS per ÖPNV ebenfalls mit mindestens 60 - 80´ dabei sein - mit der S25 bis Südkreuz + Wartezeit + 26´ Fahrzeit zum Terminal. Dabei haben die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf die schlechtere Anbindung, Teltow ist durch RE4 und S25 etwas besser dran. Nur - so schnell wäre man etwa auch mit der Linie 600 am Ziel.

Der einzige Lichtblick wäre dann die durch das Privat-Unternehmen ANGER täglich und stündlich angebotene Expressbus-Verbindung BER2 von Potsdam über TKS zum BBI-Terminal - was dann allerdings mit einem Sonderzuschlag von 5  € zu honorieren wäre.

An dieser dilettantischen Gesamt-Planung kann man eigentlich nur verzweifeln - und wie der Kreistagsabgeordnete der Fraktion FDP/BiK-B.I.T. Dr. Fanter auf der Kreistagssitzung am 16.02.2012 (PNN vom 18.02.2012/MAZ vom 21.02.2012) in einem offenen Brief an alle Abgeordneten feststellte, blieb für die Bemühungen der verantwortlichen Fachdienste des Kreises nur eine "Bankrotterklärung" (IV 431/2012) übrig, die gemeinsam das MIL und der VBB als Koordinierungsstelle durch ihre starrsinnige Haltung zu verantworten haben. Allerdings muss man auch den Kreisbehörden vorwerfen, dass sie sich in zwei Jahren nicht hinreichend um eine Lösung mit entsprechendem Engagement bemüht haben. So wurden sämtliche Vorschäge des Kreises durch das MIL einfach abgeschmettert. Selbst Abgeordnete erhielten auf diesbezügliche Anfragen hin nicht einmal ein Antwortschreiben vom zuständigen Fachminister Vogelsänger (SPD) !!

Inzwischen sind zwar weitere Politiker wachgerüttelt worden, um vielleicht doch noch eine Wende zum Besserern zu erzielen. Aber auch gewisse Aktivitäten brachten bisher nicht den Durchbruch für eine Lösung des Problems. Zur Debatte stehen derzeit folgende Alternativ-Modelle zur BER-Erschließung von der Region TKS aus (mit Priorisierung):
  1. Halt des RE9 alternierend in Berlin-Lichterfelde-Ost und/oder Teltow, Bahnhof und/oder Großbeeren
  2. Einführung der neuen Buslinie 600 von (Stahnsdorf über Kleinmachnow /) Teltow / Mahlow / (Selchow) / S Wassmannsdorf / Bahnhof Schönefeld / Terminal BER --> möglicherweise auch ohne Bedienung von Selchow und nur bis S Wassmannsdorf
    Der zunächst geplante Linienstart erst ab S Teltow-Stadt ist nicht akzeptabel !!
  3. Anbindung von Teltow und Kleinmachnow,  ggf. auch von Stahnsdorf, über eine Busverbindung 621 oder sogar Weiterführung der Linie 620 bis Bahnhof Genshagener Heide oder Struveshof --> für Stahnsdorf böte sich auch die Alternative über Saarmund via die Buslinien 624 oder 627 an
  4. Es verbleiben noch die großzügig über SW-Berlin möglichen Busanbindungen an das Busnetz TKS2010, z.B. mit Umsteigemöglichkeiten zu den Linien X11 und BER1 bzw. per S25 über S Südkreuz an alle schnellen Bahnverbindungen --> mit stets relativ langer Busfahrt durch Berlin
  5. Neu diskutiert wird auch ein anderer Weg von Teltow über Kleinmachnow / Stahnsdorf / Güterfelde / Großbeeren / Dahlewitz / Blankenfelde über die Schnellverbindung L40 zum BER-Terminal --> diese Variante ist aber vom Strecken- und Zeitaufwand nicht akzeptabel !!
Leider ist über die Vorschläge wegen der verlorenen Zeit nicht mehr schnell zu entscheiden - vom LK PM und der HVG wird bisher nur die Variante 2 unterstützt und weiterhin euphorisch durch die HVG verteidigt, was derzeit aber nur unrealistische Hoffnungen weckt, die durch nichts belegt sind (so z.B. in der MAZ vom 13.04.2012).

Die Variante 1 wird grundsätzlich durch das MIL aus Kostengründen abgelehnt. Wenn auch das Argument, dass der RE9 keine Erschließungsfunktion haben soll, durchaus gerechtfertigt ist, gäbe es aber logistische Möglichkeiten, wie z.B. "das Halten nur zum Einsteigen" in Richung BER bzw. das "Halten nur zum Aussteigen" aus Richtung BER, um trotzdem ein attraktives Angebot für 67.000 (bzw. etwa 300.000 Ew einschließlich SW-Berlin) vorzuhalten.

Über Variante 3 wurde bisher überhaupt nicht laut nachgedacht, obwohl eine stündliche Verbindung z.B. der Linie 620 von S Wannsee nach Genshagen / Struveshof durchaus nicht abwegig wäre. Für Stahnsdorf wäre schließlich auch die direkte Anbindung des Bahnhofs Saarmund eine Überlegung Wert.

Variante 4 ist relativ gut organisiert, aber durch das häufige Umsteigen und lange Fahrzeiten für Flugreisende ziemlich unattraktiv,
während Variante 5 aus Zeit- und Kostengründen eher nur ein Denkmodell bleiben dürfte.

Ein großes Handicap für alle Busanbindungen an den BER besteht vor allem darin, dass das Terminal nur von Osten her über die schon jetzt sehr stark belastete Autobahn A113 erreicht werden kann. Hier ist also bereits jetzt das Nadelöhr zu erkennen, was sich z.B. darin äußert, dass man vom U-Bhf. Rudow etwa 11´ und vom S-Bhf. Wassmannsdorf bereits 16´ mit dem Bus einplanen muss. Damit verbleibt als einzig sinnvolle Alternative für alle Fahrten zum BER-Terminal nur die Bahnfahrt mit attraktivem Busanschluss bestehen.    

Im Sinne der vielen zu erwartenden Fahrgäste wäre eine dringende Lösung zu wünschen, denn sonst käme zur Verpestung der Luft mit Kerosin nun auch noch weiterer Dreck durch den möglicherweise sprunghaft ansteigenden PKW-Verkehr zustande.
Was soll dann aber noch das Gerede vom Klimaschutz - vom Lärmschutz ganz zu schweigen ??      
 


Trauer um Erhard Wigand (aktualisiert 24.01.2012)

Mit aufrichtiger Anteilnahme und tiefer Trauer haben wir vom Ableben des Teltower Politikers Erhard Wigand erfahren.
Er verstarb am Freitag, dem 06.01.2012, in einer Berliner Herzklinik.
Teltow ist ohne diese interessante, etwas schillernde, aber immer positiv vorandenkende Persönlichkeit nicht so recht vorstellbar.
(Den ersten Video-Nachruf des Lokalen Fernsehsenders "teltOwkanal" können Sie nach Anklicken des Fotos sehen.)

Nach seiner erneuten CDU-Kandidatur für die Teltower Stadtverordnetenversamlung im Jahr 2008 zog er dort auch als Abgeordneter ein.
Auch im Kreistag errang er einen der vorderen Nachrückerplätze für die CDU, die er ab 2011 auch konkret wahrnahm.
Nach seinem Bruch mit der Teltower CDU, für die er lange Zeit als Fraktionschef wirkte, war er fortan seit 2008 als freier Mandatsträger in der SVV aktiv.

Zur Teltower AGENDA-Bewegung und den BürgerInitiativen der Region pflegte er ein gutes Verhältnis.
Viele gute Anregungen, die oft nicht immer sofort durchschaubar waren, kamen aus seiner Feder.
Für alle, die ihn kannten und schätzten, war er zwar ein nicht immer bequemer Partner, aber sein berechenbares Engagement und sein steter Einsatz für die Sache machten ihn zu einem angenehmen Gesprächspartner.
Die BürgerInitiative Teltow e.V. kann die Worte des Teltower Bürgermeisters, der zum Ableben von Erhard Wigand von "einem echten Verlust für die Stadt" sprach (MAZ vom 10.01.2012), nur unterstreichen.
Auch wir werden sein Andenken in Ehren halten. (Quelle des Fotos: PNN vom 10.01.2012) 

In einer bewegenden Gedenkfeierstunde am 20.01.2012 in seiner letzten Wirkungsstätte, die sein Engagement für die Allgemeinheit aus Sicht der Familie, der persönlichen, politischen, akademischen und kirchlichen Weggefährten und Freunde noch einmal lebendig werden ließ, wurde das selbstlose Arbeiten, Denken und Handeln des bereits am 12.10.2012 in seiner Heimatstadt Beerdigten auch in unserer Region gebührend gewürdigt. Mehr als 150 Trauergäste von Rang und Namen aus der Region und dem Landkreis PM sowie seine Burschenschaftsmitstreiter, die aus dem Rheinland angereist waren, kamen in den Konzertsaal der Musikschule in der Teltower Biomalzfabrik, wo auch sein Arbeitsplatz war, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Einhellig wurde von allen Rednern sein Tun mit Bedachtheit und ohne viele Worte, sein steter Einsatz für die Sache und sein ausgleichendes und ruhiges Wesen als bedeutsame Eigenschaften gewürdigt. Zu kurz kamen in der Erinnerung auch nicht die Erwähnung seiner großen Liebe zu Schottland und an die dort gewonnenen Erkenntnisse für bestimmte Getränke, die er immer gern mit seinem verschmitzten Lächeln und einer kräftigen Prise Humor zu präsentieren verstand.

Alle, die ihn als Freund, Bekannten oder Gesprächspartner auf politischem, kirchlichem und geschäftlichem Gebiet kannten und schätzten, werden ihn so in Erinnerung behalten, aber sicherlich auch noch längere Zeit sehr vermissen.


Linke und Grüne bilden nun sogar zwei gemeinsame Fraktionen! - Geht denn das? (aktualisiert 09.12.2011)
"Dunkelrot" und "Grün", die sich im Frühjahr 2010 zu einer gemeinsamen Fraktion in der Teltower SVV zusammengeschlossen hatten (s. hier), lassen nicht locker, um auf sich (meist negativ) aufmerksam zu machen. Offensichtlich wegen persönlicher Animositäten steckte die Fraktion der LinksGrünen in diesem Herbst in einer tiefen Krise (MAZ vom 03.11.2011). Aber schon der Zusammenschluss der beiden Gruppierungen war von pikanten Umständen begleitet, denn immerhin hatten die BündnisGrünen zuvor ihr Zusammengehen mit den (schwarzen) CDUlern nach etlichen Querelen aufgekündigt - und in diesem Zusammenhang war auch der noch vor der Kommunalwahl 2008 vollzogene Wechsel des jetzigen linken Abgeordneten Köhn aus dem Ortsvorstand der Grünen zu den Linken - immerhin der zweitstärksten politischen Kraft in Teltow - beachtenswert. Über die Fraktionsbildung "DieLinke/BündnisGrüne" fanden sich dann schließlich alle in trauter Gemeinsamkeit an einem gemeinsamen Tisch wieder.

Allerdings war die Euphorie des Beginns nicht von langer Dauer ! Nachdem erste Unstimmigkeiten
in der ersten Jahreshälfte 2011 bereits zum Ausscheren der linken Abgeordneten Gebauer aus der gemeinsamen Fraktion führten, wurden offenbar die persönlichen Probleme mit den sehr dominant agierenden Abgeordneten Adenstedt (BündnisGrüne) und Köhn (Linke) so erheblich, dass nun ein "Staatsstreich der Links-Mehrheit" getreu der Devise:  "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende !" im November 2011 einen Schlussstrich unter diese Episode zog. Im Ergebnis dessen fanden sich schließlich die beiden erwähnten Herren mutterseelenallein in einer "gemeinsamen" Fraktion wieder, nachdem auch der zweite BündnisGrüne Szilleweit sowie die Linken Frank, Heller, Herrmann und Mann die bisherige Fraktion der "Linken/BündnisGrünen" verließen und seit dem 15.11.2011 im Ergebnis einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Linken nun als "Linke/Grüne" firmieren.
Die beiden von ihren Mitstreitern verlassenen Abgeordneten bleiben dagegen weiterhin unter der alten Bezeichnung
"DieLinke/BündnisGrüne" aktiv.
Pikant ist dabei, dass der "Linke" Köhn das Votum der eigenen Mitgliederversammlung für die neue Gruppierung nicht akzeptieren will, da er dies als "inszenierten Coup" bezeichnet und offenbar rechtlich anfechten will
(MAZ vom 18.11.2011, PamS vom 19.11.2011)

Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass sich nun ausgerechnet die beiden Politiker aus der "linksbündnisgrünen" Fraktion zusammenraufen müssen, die bisher - und nicht erst jetzt - immer wieder teils für erheiternden, teils für respektlosen Wirbel auf der politischen Bühne in Teltow sorgten.
Ob das wohl gutgehen wird ? Aus der bisherigen Erfahrung ist da mit einem klaren "NEIN" zu votieren !

Die Aussagen Köhns, dass
"sich die beiden Splittergruppen in ihrer Sacharbeit weiterhin sehr nahe stehen und mittelfristig wieder finden werden" (MAZ vom 03.11.2011), sind ebensowenig glaubhaft wie seine Feststellung, dass aus den Querelen "keine Partei ihren Nutzen ziehen wird", was bereits zur SVV am 23.11.2011 wiederlegt wurde.
Denn lachende Dritte ist nun erwiesenermaßen die SPD-Fraktion, die dadurch in allen Fachausschüssen mit drei Vertretern präsent ist. Außerdem mussten 
die Linken ihren Vorsitz im Umweltausschuss (wegen notwendiger Losentscheide) an die FDP abgeben - Vorsitzender des Umweltausschusss ist nun U. Valentin -, sie behalten allerdings weiterhin den Vorsitz des wichtigen Haupt-Ausschusses und des Ausschusses für Soziales, Kultur, Schule und Sport. 
Die
G
rünen Abgeordneten haben keinen Ausschutzvorsitz mehr inne
, während die CDU einen Sitz im KiTa-Werksausschuss und die FDP einen Sitz im Finanzausschuss hinzugewann. Die bisherige Fraktion
"DieLinke/BündnisGrüne" hat nun außer im obligatorischen Haupt-Ausschuss in keinem Fach-Ausschuss weder Sitz noch Stimme.

Überhaupt ist das auf diese Weise entstandene Konstrukt des Teltower Parlamentes mit zwei Fraktionen, die aus den gleichen Parteien rekrutiert sind, unserer Meinung nach auch kommunalrechtlich äußerst bedenklich.
Vor allem kann der Wille der linken und grünen Wähler wohl kaum durch zwei so gegensätzlich zusammengesetzte Abgeordnetengruppen unter einheitlichen Gesichtspunkten wirklich zum Ausdruck gebracht werden. Die Einschaltung der Kommunalaufsicht ergab jedoch keine kommunalrechtlichen Einwände, so dass diese Konstellation auf der Politbühne Teltows wohl oder übel akzeptiert werden muss - leider nicht zum Nutzen der Bürger, sondern eher zu deren Schaden. Auch die beiden Zank-Parteien werden wohl Federn lassen müssen, denn der ganze "Zirkus" löste bei deren Mitgliedern ziemlichen Unmut aus - sogar von Parteiaustritten war die Rede (MAZ vom 18.11.2011).  


So wird also zum wiederholten Male der Wählerfrust auch auf kommunaler Ebene gefördert, anstatt endlich die vielen gemeinsamen Probleme in Stadt und Region anzupacken !
Ein Leserbrief in der MAZ vom 26.11.2011 bringt die Situation mit folgenden Worten auf den Punkt: "Welch ein lächerlich zerstrittenes Bild stellt sich wohl dem Teltower Bürger und Wähler dar? Sieben erwachsene Menschen können keinen gemeinsamen Konsens für die Sache finden, um die man sich streitet. ... Wer ... zerstritten ist, hat schon verloren im Stadtparlament! ... Die Teltower Bürger haben (eigentlich) ein Parlament gewählt, das sich um die kommunalen Probleme und Aufgaben kümmert ..."
Wie wahr ! - Dieser Aussage ist leider nichts hinzuzufügen !!!


Neue Hoffnung für die Entwicklung der Teltowkanalaue ? (aktualisiert 25.10.2011)
Im Sommer 2009 waren die Aktivitäten und Aussagen der "" (IG TEK) noch sehr vielversprechend. Mit einem ansprechenden Flyer wurde für eine weitere schnelle Entwicklung dieses Naturrefugiums von Naturaktivisten und Politikern positiv Front bezogen. Die Euphorie erreichte ihren Höhepunkt, als das Bundes-Verkehrsministerium am 23.09.2009 Fördermittel für den Bau der Radwege an der Teltowkanalaue in Aussicht stellte. Doch leider blieb es nur bei der Absichtserklärung - und im Februar 2010 war der Traum schließlich ausgeträumt, da sich die neuen schwarz-gelben Hausherren nicht mehr an das Versprechen der schwarz-roten Staatssekretärin gebunden fühlten.
Als letzte öffentliche Aktivität zu diesem Thema führte die IG TEK schließlich noch ein Treffen am 21.06.2010 mit allen an der Fortentwicklung interessierten Bürgern durch, um mit letzter Kraft die anliegenden Kommunen in der Region TKS doch noch zur Erschließung durch Radwege in Eigeninitiative zu bewegen. Jedoch außer Absichtserklärungen der drei verantwortlichen Bürgermeister konnte Moderatorin Dunkel vom Verein "Regionalmarketing Teltow" keine konkreten Ergebnisse kommentieren.

So verblieb es prinzipiell bis heute, wenngleich zwischenzeitlich neue Aktivitäten, die sich jedoch zu einem nicht geringen Teil als kontraproduktiv herausgestellt haben, angelaufen sind.
So wurden der Teltower Bürgermeister (BM) Schmidt (SPD) und die Abgeordneten inzwischen in Zugzwang gebracht, weil sich einer der wichtigsten Eigentümer von Flächen in der Kanalaue selbst in die Weiterentwicklung des Geländes in der Nähe der Teltower Jahnstraße eingemischt hat. Und da der BM selbst großes Interesse an der Weiterentwicklung, vor allem aber an der Vermarktung des attraktiven Geländes signalisierte, hat nun ein Hauen und Stechen um die Immobilien unter dem Deckmantel einer zügigen Entwicklung der Brache begonnen, die ihresgleichen sucht.
Folgende Interessengruppen stehen sich damit gegenüber:
- Der Immobilienbesitzer Klösters mit einem immer gespannten Verhältnis zur Stadtverwaltung hat hochfliegende Pläne zur Entwicklung vorgelegt, z.B. den Bau einer 80m x 100m großen Halle gegenüber der Jahnstraße, in der für die entsprechende Klientel mit dem nötigen Kleingeld Yachten zum Verkauf angeboten werden sollen.
- Der Stadt Teltow schwebt zusätzlich schon länger der Bau einer "Marina" mit Hafen, Bootsanleger und entsprechenden Liegeplätzen sowie Gastronomie und Wohnungsbau vor. Letzterer könnte mit zur Finanzierung der "Marina" herangezogen werden. Auch Fördermittel des Landes sollen für diese Aktivitäten akquiriert werden.
- Die Reha-Klinik mit einem ebenfalls gespannten Verhältnis zur Stadtverwaltung, deren Größe schon lange nicht mehr ausreicht, hat sich nach dem Debakel an der Ruhlsdorfer Straße (im Buschwiesenkarree) dazu entschlossen, sich mit einem neuen Gesundheitshaus in der Kanalaue niederzulassen.
- Auch die Existenz des Teltower Betonwerkes Nähe Nuthestraße, das wahrscheinlich bis 2025 an seinem Standort verbleiben kann, ist in der Planung zu berücksichtigen.
- Die Aktivisten der Lokalen Agenda und der Naturschützer wollen möglichst viel vom natürlichen Gelände erhalten und deshalb nur eine behutsame Bebauung zulassen. Oberste Priorität sollte der Naturerhalt bzw. die Schaffung von Erholungsoasen anstelle neu versiegelter Flächen haben. Auch die Anlage überregionaler Wanderwege ist unbedingt vorgesehen.
- Die Abgeordneten der SVV mit sehr unterschiedlichen Meinungen zur Gestaltung der Teltowkanalaue.

Die Politiker sind nun aufgefordert, die verschiedenen, teilweise konträren Interessen entsprechend zu werten, abzuwägen und möglichst vielfältig allen Wünschen und Forderungen zu entsprechen. Das ist bei den komplexen Fragestellungen, die die Wirtschaftlichkeit, ökologische Aspekte, Attraktivität des Geländes und Schaffung einer neuen Aufenthaltsqualität in Einklang bringen müssen, keine leichte Aufgabe.
Folgende Ergebnisse wurden zunächst auf der 28. SVV am 21.09.2011 erzielt:
- Festlegung von Verfahren und Entscheidungsgrundlagen zur Entwicklung der Teltowkanalaue (Konsens durch einstimmige Beschlussfassung der DS 128/2011neu), "die neben der Einrichtung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung der einzelnen öffentlichen und privaten Investitionsvorhaben im Zusammenhang mit der Entwicklung der Kanalaue auch die jeweiligen Vorhabenträger und Grundstückseigentümer aktiv in die Vorbereitung einbinden, und die weiterhin ergänzend die Bildung eines Beirates zur Entwicklung der Kanalaue etabliert, der dafür Sorge trägt, dass die Anforderungen an die städtebauliche Gestaltung sowie den öffentliche Freiraumanspruch angemessen berücksichtigt werden
."
- Mit klarer Mehrheit (Abstimmung 19/05/00 zur DS 077/2011) votierten die Abgeordneten allerdings für den Abwägungsbeschluss zum B-Plan 57, der die planerische Voraussetzung für die Beplanbarkeit der Teltowkanalaue darstellt.   
- Dem Anliegen "Gesundheitshaus" wurde bisher keine Zustimmung erteilt. Während ein Teil der Abgeordneten diesem Bau zustimmt, plädieren andere für einen anderen Standort in der Nähe, wobei die Eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt sind.
- In ganz knapper Entscheidung (Abstimmung 11/08/04 zur DS 148/2011) wurde dagegen eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Teltowkanalaue zwischen der Fa. Klösters und der Stadt Teltow zugestimmt. Die Gegenstimmen resultieren aus der bisher nicht gerade vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den "Partnern", die an etlichen Beispielen aus der Vergangenheit belegt werden können. Gleichzeitig damit erübrigte sich die Aufrechterhaltung der Veränderungssperre im Bereich der Kanalaue (DS 115/2011neu). 

Die Zahl der Gegner des gegenwärtigen Ausbauvorhabens reicht zur Zeit leider nicht aus, um dem wilden Bebauen Einhalt zu gebieten - aber man sollte die Mahner unbedingt beachten. Leider gibt es hier auch durch die Medien wenig Unterstützung - im Gegenteil spricht der
BäkeCourier vom 29.09.2011 davon, dass "Blockadehaltung nicht förderlich" sei. Offensichtlich begreifen manche Journalisten und Politiker immer noch nicht, dass der Ökologie ein höherer Stellenwert gebührt als der vor den Investoren kritiklos ausgerollte rote Teppich. 

Die Betreiber des Gesundheitshauses rühren inzwischen die Werbetrommel für ihr Projekt, indem sie in den einzelnen Fraktionen ihr Projekt vorstellen. So erläuterte Dr. Hartmann zur MV der B.I.T. am 21.11.2011 das Vorhaben in einer sehr sachlichen Diskussion. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft könnten sich, so die Quintessenz, mit diesem Projekt durchaus anfreunden, wenn es denn harmonisch in der Aue eingepasst wird und dadurch von vornherein ein weiteres ungezügeltes Bebauen verhindert, wenngleich der städtebauliche Charakter des Projektes besser in die Jahnstraße als Fortsetzung der Junggesellenbauten passen würde. Dem stehen jedoch derzeit Eigentumsprobleme entgegen. Auch soll die Marina in dieses Vorhaben integriert werden.    

Es bleibt zu hoffen, dass sich vor allem noch erheblicher Widerstand gegen die bisher wenig plausible Bebauung in diesem sehr sensiblen Stadtbereich aus den Reihen der Agenda-Bewegung formiert, damit die oben formulierten Ziele möglichst im breiten Konsens und mit einem ansehnlichen Ergebnis erreicht werden. Dazu gehört u.a. die Verhinderung des Baus der riesigen Yachthalle, die damit jegliche durchgängige Wegebeziehung in der Kanalaue unmöglich machen würde. Insofern hätte die Verlängerung der Veränderungssperre durchaus ihre Berechtigung behalten, um letztlich einer Gigantomanie entgegenzuwirken. Obwohl dieser Bau nun etwas kleiner angelegt werden soll, wie aus der Sitzung des Beirates der Teltowkanalaue am 24.11.2011 zu erfahren war, bleibt die Aversion dagegen sicher bei vielen Gegnern dieses Baues unverändert. 

 
Da es inzwischen auch überörtliche Aktivitäten zur festen Etablierung überörtlicher Wanderwege unter Einbeziehung des Berliner Stadtgebietes gibt, erwächst allerdings auch die Befürchtung, dass, wenn nicht bald gehandelt wird, das gesamte Projekt "Teltowkanalaue" speziell auf Teltower Seite
- wie makaber !! - schließlich auf Grund selbst geschaffener Hindernisse sterben könnte, womit eine weitere Möglichkeit zum Erhalt von natürlichen Ressourcen und Schaffung von neuer Lebensqualität wieder einmal vertan wäre.   


Wie geht es mit den Förderschulen in der Region weiter ? - Lösung gefunden !
(aktualisiert 08.01.2012)
Bereits seit August 2010, als den Abgeordneten des Kreistages vom Fachbereich Schule, Soziales und Jugend offeriert wurde, dass sich der Besuch von Förderschülen für geistig behinderte Kinder rückläufig entwickelt, aktivierten die Fraktionen von FDP/BiK-B.I.T. und auch der Bündnisgrünen eine Kampagne zum Erhalt bzw. zur weiteren Entwicklung dieser Einrichtungen. Den sehr vordergründigen Aktivitäten des Kreises zur Abwicklung dieser Einrichtungen, die auf eine Übernahme durch kirchliche und/oder private Schulträger orientierte, wurde ziemlich einhellig von allen politischen Richtungen eine Absage erteilt. Stattdessen wurde der Anpreisung des "Inklusions"-Modells (Integration von Behinderten in die Regelschulen) das Wort geredet - und seit 2011 propagiert auch die Landesregierung dieses Modell, obwohl es insgesamt sehr umstritten ist. Insbesondere die "Bündnisgrünen" machen sich für dieses Modell stark. Allerdings werden auch die Kreisgremien von Bund und Land ziemlich allein gelassen - und so nimmt es nicht wunder, dass der Kreis dieses "teure" Thema schnell vom Tisch haben will.

Der vom Schulamt verfügte Aufnahmestopp von behinderten Kindern in die Förderschulen wurde schließlich durch einen Konsensbeschluss aller Fraktionen (DS 318/2010) im November 2010 zunächst aufgehoben. U.a. Vor-Ort-Termine des Kreis-Bildungs-Ausschusses in den entsprechenden Einrichtungen (z.B. am 18.01.2011 in Kleinmachnow) zeigten die engagierte Arbeit der speziell ausgebildeten Lehrkräfte. Mit all den Prämissen und Statements der politisch Verantwortlichen entwickelten die
Kleinmachnower Förderpädagogen schließlich im Sommer 2011 ein Konzept für die Region TKS, in das auch das "Inklusions-Modell" integriert wurde. Die Krux liegt auch insbesondere darin, dass die Eltern geistig behinderter Kinder eine große Hemmschwelle besitzen, ihre Kinder trotz guter Erfahrungen an Regelschulen mit Modellcharakter einzuschulen.

Durch die außerdem praktizierte Geheimniskrämerei und nicht öffentlich geführte Diskussion im Bildungsministerium sind somit alle in die Problematik Involvierten - betroffene Eltern sowohl behinderter als auch "normal entwickelter" Kinder, Pädagogen und Schulleiter aller Bildungseinrichtungen, Politiker und Kreisbehörde - total darüber verunsichert, wie es im gesamten LK PM weitergehen soll. Um gegenüber dem Land Flagge zu zeigen und eine politisch und fachlich getragene Lösung zu präsentieren, regte die Kreisbehörde an, erneut die sogenannte "Bildungswerkstatt" zu aktivieren. Dieses aus KT-Abgeordneten und Fachleuten bestehende Gremium sollte sich umgehend mit dem Thema "Inklusion" auseinandersetzen (MAZ vom 13.10.2011). Der Vorschlag wurde auf der Beratung des Kreis-Kultur- und Bildungsausschusses am 11.10.2011 von den Abgeordneten aller Schattierungen außerordentlich begrüßt.
Derzeit ist der LK für noch drei Förderschulen in Kleinmachnow, Beelitz und Werder verantwortlich, für deren Zukunft bisher niemand garantieren will und kann. Das hemmt leider auch dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen, vor denen sich der LK verständlicherweise drückt, da sie unnütz wären, wenn es erklärtes Ziel des Landes bleibt, "eine Schule für alle" zu etablieren. Deshalb müssen nun schnellstens durch die "Bildungswerkstatt" belastbare Kriterien für oder gegen das Inklusions-Modell erarbeitet werden.

Am 22.11.2011 trafen sich schließlich im Landratsamt Bad Belzig Vertreter aller Fraktionen (insbesondere Mitglieder der Ausschüsse für Kultur und Bildung sowie Jugendhilfe) mit den entsprechenden Verwaltungsmitarbeitern des Kreises. An der Aussprache nahmen außerdem Schulräte des Staatlichen Schulamtes Brandenburg und Vertreter des Kreis-Schulbeirates teil. 
Es gab hier ebenfalls Konsens darüber, dass die Förderschulen in Kleinmachnow nicht durch den Kreis geschlossen werden dürfen, sondern nach Möglichkeiten zu suchen sei, beide Einrichtungen zu erhalten, wenngleich der reale Bedarf (lt. bisher vor allem für die Region TKS selten zutreffenden demografischen Einschätzungen) scheinbar im Abnehmen begriffen ist.
Um Mittel zu sparen, favorisierten die Abgeordneten deshalb die Zusammenlegung beider Einrichtungen zu einer gemeinsamen Einrichtung, worin sie auch durch die Modellvorschläge der Förderschulen bestärkt wurden. Dies stößt jedoch einerseits aus rein formalen Gründen auf Ablehnung im Bildungsministerium, da dessen angestrebte Politik der konsequenten Einführung der Inklusion den Zusammenschluss solcher unterschiedlich gestalteter Einrichtungen per Dekret verbietet. Andererseits wird sich die flächendeckende Einführung der Inklusion noch über Jahre hinziehen, da nur wenige Einrichtungen schon jetzt die entsprechenden baulichen und lehrkräftemäßigen Voraussetzungen (wie z.B. in Integrationsschulen) erfüllen. Das wird noch dadurch verkompliziert, dass das Ministerium bisher keine verbindichen Vorgaben bzw. Anweisungen herausgegeben hat, so dass hier alle Partner ziemlich im Dunkeln tappen.
In einem ersten Schritt wurde deshalb die Kreisverwaltung beauftragt, den aktuellen Stand sowie die künftigen Bedarfe erfassen, um eine sinnvolles Planungsinstrument zu schaffen. Da jedoch dringender Handlungsbedarf bestand und die ersatzlose Schließung der "Albert-Schweitzer-Förderschule" zunächst durch die Anmahnung eines vorläufigen Konzeptes zur Entwicklung der Förderschulen durch den Kreistag (DS 345/211) bereits im April 2011 abgewendet wurde, konnte nun wohl als wichtigstes Ergebnis dieses ersten Treffens der "Bildungswerkstatt" am 22. November 2011 die zermürbende Debatte um den Erhalt der Förderschulen mit einem allseits
- vor allem durch die Abgeordneten, Lehrer, Schüler und Eltern - akzeptierten und begrüßten Konsens beendet werden (MAZ vom 05.01.2012).

I
m Ergebnis ihrer Überlegungen kam die Kreisverwaltung zu der Entscheidung, der Empfehlung der "Bildungswerkstatt" zu folgen und nun beide Kleinmachnower Förderschulen im Haus am Schleusenweg - als eigenständige Einrichtungen unter gemeinsamer Leitung (?) - zusammenzulegen. Die dafür benötigten Mittel sind bereits in den Haushalt 2012 eingestellt, damit die Arbeiten zügig begonnen und zum kommenden Schuljahr 2012/2013 abgeschlossen werden können. Wenngleich der zuständige Fachbereichsleiter bei der Vorstellung seines Vorschlages im Kultur- und Bildungs-Ausschuss des Landkreises am 03.01.2012 immer noch gewisse Bauchschmerzen hatte, ob hier in den richtigen Standort investiert wird, indem er feststellte: "Wir investieren hoffentlich in den richtigen Standort und in eine Schule, die auch in 15 bis 20 Jahren noch gebraucht wird !!", begrüßte der Ausschuss-Vorsitzende diese Entscheidung mit den Worten: "Es ist richtig, dass es endlich mal vorwärts geht!" - denn das ganze Prozedere schleppt sich schon seit knapp 18 Monaten hin. Vor allem im Sinne der betroffenen Kinder wurde es Zeit, dass endlich eine Lösung des Problems präsentiert wurde.     
Es verbleibt nun noch die Absegnung durch den Kreistag, was aber wohl keine Hürde sein dürfte, denn dieses Ergebnis ist schließlich in fraktionsübergreifendem Konsens entstanden. Als weitere zu klärende Aufgabe verbleibt noch die Nachnutzung der kreiseigenen Immobilie.

In diesem Zusammenhang muss man sich allerdings auch die Frage stellen, weshalb die mit viel Herzblut und Engagement seit der Wende aufgebauten "Integrations"-Schulen (z.B. die Teltower Anne-Frank-Grundschule) nicht eine mögliche Alternative im Gegensatz zur Inklusion darstellen, die es gilt, weiter zu entwickeln, anstatt sie als ungeliebtes Kind der Nachwendezeit lieber dahindümpeln zu lassen und nur auf Inklusion zu setzen. Auf jeden Fall ist dieser Schultyp sehr dafür prädestiniert, wegen der bereits weitgehend vorhandenen Ausstattung mit entsprechendem Lehrpersonal und behindertengerechtem Equipment eine Vorreiterrolle für die Einführung der Inklusion in Brandenburg zu spielen.


Chaos verlief trotz katastrophaler Verkehrsführung glimpflich - Gute Lösung für den ÖPNV gefunden (aktualisiert 17.10.2011)
Mit der kurzfristigen Ankündigung einer Vollsperrung der Kreuzung "Stahnsdorfer Hof" sowie der angrenzenden Straßenzüge Bäkedamm und Wilhelm-Külz-Straße bis Striewitzweg in der Zeit vom 04. bis 14. Oktober 2011 (u.a. MAZ vom 01.10.2011) kam einiges Ungemach auf alle Verkehrsteilnehmer zu (BV: L76/L77 OD Stahnsdorf - Stahnsdorfer Hof: Deckenerneuerung unter Vollsperrung - Verkehrsführung während der Bauzeit - Amtsblatt der Stadt Teltow, Nr. 7, vom 26.09.2011, S. IX). Diese Maßnahme wird mit einer dringenden Fahrbahnerneuerung dieser stark belasteten Straßenabschnitte der Landesstraßen L76/L77 begründet. (Sind das schon die Sanierungsmaßnahmen vor Übergabe der Straßenzüge in die Obhut der Kommunen, denn eine solche Dringlichkeit im Bereich der meistbefahrenen Kreuzung im LK PM war eigentlich nicht auszumachen ?)
Die grundsätzliche Umfahrung dieses neuralgischen Bereiches sollte in West-Ost-Richtung ab "Güterfelder Eck" im Verlauf der Landesstraßen L40 und L794 am Ruhlsdorfer Platz wieder auf die L76 (Mahlower Straße) in Richtung Schönefeld geführt werden. In der Gegenrichtung (Ost nach West) wurde der Verkehr ab Teltow-Warthestr. auf dem Straßenzug Thomas-Müntzer-Damm - Zehlendorfer Damm - E.-Thälmann-Str. - Hohe Kiefer durch Kleinmachnow nach Stahnsdorf-Waldschänke geleitet, um dort anschließend wieder in die L76 einzumünden.
Da die Ramrath-Brücke in Teltow in ihrer Belastbarkeit eingeschränkt ist, wurde der LKW-Verkehr wie der Gesamtverkehr in West-Ost-Richtung ab Ruhlsdorfer Platz ebenfalls über L794 und L40 über Güterfelde zum Güterfelder Eck geleitet. (Umleitungskarte als *.pdf-File)
Vergleicht man diesen so veröffentlichten Vorschlag des Landesbetriebes Straßenwesen, Niederlassung West, mit der bisher vollmundig vom Landesbetrieb, Hauptsitz Hoppegarten, gepriesenen künftigen Verbindung von Potsdam nach Schönefeld über den Straßenzug L40neu - B101 - L76, so muss man sich schon sehr wundern, dass nicht auch dieser Weg als Umfahrung von Teltow gewählt wurde ! War das etwa schon der Vorgeschmack auf den Landesstraßenentwicklungsplan, der vorsieht, die Verkehre von der L40 in die Orte der Region TKS über die L77neu und L794neu zu lenken ? Und wenn die LKW-Mautgebühr für die B101 eingeführt wird, sollten sich die Teltower schon jetzt damit vertraut machen, welche LKW-Verkehre sich dann vor allem durch die Mahlower Str. und Lichterfelder Allee wälzen werden ?? Besonders unverständlich war vor allem die Orientierung auf die Befahrung des Ruhlsdorfer Platzes anstatt der Umfahrung über Gonfrevillestr./Schönower Str.
Und für Kleinmachnow bedeutete diese Verkehrsführung erheblichen Stress, da die Ortsstraßen relativ schmal sind und bereits durch die AVUS-Problematik zusätzlich belastet sind.
Die einzig sinnvolle Lösung für Teltow und Kleinmachnow gemeinsam wäre die konsequente Durchsetzung der Landesplanung - nämlich die Umfahrung im Zuge der L40 und B101neu für alle Fahrzeuge in beiden Richtungen ! Jede andere Lösung müsste im Chaos enden !

Abgesehen vom ersten Tag, als die Sucherei nach Schleichwegen die Oberhand hatte, verlief die gesamte Umleitungsprozedur zum Glück glimpflich, wie auch die Polizei bestätigte (MAZ vom 15.10.2011). Hier mögen auch die Ferien eine wesentliche Rolle gespielt haben - in Kleinmachnow war das Chaos am deutlichsten auf dem Thomas-Müntzer-Damm zu spüren, wo zum Berufsverkehr zeitweilig gar nichts mehr ging.
Vor allem muss man sich bei solchen komplexen Straßenbaumaßnahmen immer wieder fragen, weshalb nicht erst die anderen geplanten Maßnahmen abgearbeitet werden (z.B. Fertigstellung von L40neu, Biomalzspange und Öffnung der Sputendorfer Straße). Aber diese Hoffnung ist wohl vergebens !

Im Gegensatz zum Landesbetrieb Straßenwesen hatte sich dagegen die Havelbus GmbH (HVG) wirklich Gedanken über die Lösung des prekären ÖPNV-Problems gemacht, denn immerhin sind durch diese Baumaßnahme direkt oder indirekt neun Tages- und eine Nachtbuslinie betroffen. Folgende wesentlichen Änderungen ergaben sich:
- Die Linien X1/601 fuhren im Bereich Teltow-Sigridshorst/Regionalbhf. bzw. Potsdam und Stahnsdorf-Waldschänke in beiden Richtungen im normalen Plan. Da die durch Kleinmachnow geführte Umleitung etwa 10 Min. mehr Zeit erfordert, schlüpften an der Teltower Warthestr.
im Tagesverkehr die Busse der Linie X1 in die Rolle der Linie 601 und die Busse der Linie 601 in die Rolle der Linie X1.
-
Durch die Maßnahmen auf den Linien X1/601 verkehrte die Linie 620 im Tagesverkehr nur auf den Teilstrecken zwischen Stahnsdorf-Waldschänke und Berlin-Wannsee sowie zwischen S-Bhf. Teltow-Stadt und Teltow, Feuerwehr.
- Die Linien 622, 624, 626, 627 und N12 verkehrten ganztägig nicht über Stahnsdorfer Hof und erhielten deshalb leicht veränderte Linienführungen und modifizierte Fahrzeiten.
- Im Spät- und Wochenendverkehr waren weitere Fahrplanänderungen zu beachten.         


Mehr Lärm durch den BBI - aber keine bessere Anbindung (aktualisiert 12.09.2011)
Man mag zum neuen Berliner Flughafen BBI/BER stehen, wie man will - unsere Meinung hierzu ist hinlänglich bekannt -, aber die Anbindung dieser neuen hoch gelobten "Jobschmiede" BBI wird begleitet von einem dilettantischen Sparangebot des ÖPNV, das die Anbindung des Berliner und Brandenburger Einzugsbereiches (Gesamtbevölkerung in 2020 etwa 4,5 Mio Ew) mit nicht nur den vielen Tausend Fluggästen (täglich von ca. 50.000 auf 150.000 Personen steigend) des anvisierten "Drehkreuzes" sondern auch die täglich ein- und auspendelnden Arbeitskräfte (man schätzt ca. 40.000 - 50.000 Beschäftigte) bewältigen soll. Natürlich wird dieser Bedarf nicht bereits in 2012 vorhanden sein, aber er wird sich stetig in diese Richtung entwickeln. Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten und nicht viel an Vorstellungsvermögen, um die programmierte Katastrophe vorherzusehen, wenn, wie Airport-Chef Schwarz erwartet, jeder zweite Fluggast und jeder zweite Pendler den ÖPNV, also etwa 50.000 Fluggäste und eben so viele Pendler, nutzt. Da pro Stunde mindestens 3.300 Sitzplätze zur Verfügung stehen sollen, bedeutet dies ein Gesamtangebot von rund 80.000 Sitzplätzen pro Tag, d.h. rund 20.000 Fahrgäste
(also jeder fünfte Fahrgast) müssten stehen. In Spitzenzeiten dürften sich die Relationen drastisch verschärfen, z.B. im Frühberufsverkehr von 04 - 07 Uhr dürfte dem Angebot von rund 13.500 Plätzen ein Bedarf von ca. 20.000 Plätzen gegenüberstehen. In ruhigen Zeiten dürfte bei gleichbleibendem Angebot für vier Stunden von rund 13.500 Plätzen auch ein Bedarf von etwa 13.500 Plätzen gegenüberstehen, d.h. zum Berufsverkehr wären die Verkehrsmittel zu etwa 170% ausgelastet bzw. hätte bereits jeder dritte (!) Fahrgast nur einen Stehplatz. Was daran gut sein soll, wissen die Götter!     
Bei diesem Angebot werden viele Fahrgäste weiterhin dem MIV treu bleiben, d.h. man verspielt erneut auch diese gute Möglichkeit, einen attraktiven ÖPNV zu präsentieren !!

So, wie bisher alle mit dem BBI zusammenhängenden Probleme mit rosaroten Argumenten heruntergespielt werden, ist man auch von dem neuen Konzept der Verkehrsanbindung so überzeugt, dass ein Herr Wowereit das nun nach mehr als 2 Jahren Diskussion am 08.09.2011 vorgelegte Ergebnis in höchsten Tönen mit den Worten: "Die Anbindung des Willy-Brandt-Airports kann sich sehen lassen!" anpreist (MAZ/BZ vom 09.09.2011).
Wenn der Berliner Landesvater doch bloß wüsste, wovon er spricht, denn die Realität sieht anders aus !

Was ist zu bemängeln ?
- Alle Verbindungen sind lediglich auf das Berliner Zentrum (Hauptbahnhof bis Südkreuz) ausgerichtet.
- Die schnelle Verbindung über die Dresdener Bahn als wesentliche Voraussetzung für eine schnelle Anbindung kommt frühestens im Jahr 2020.
- Nur für die Zubringer aus Berlin werden das Busnetz und die Bahnverbindungen teilweise neu geordnet.
- Der Berliner Südwesten wird so ziemlich vergessen.
- Der Berliner Osten wird etwas besser angebunden, obwohl während des Umbaus des Ostkreuzes wieder Vorteile zunichte gemacht werden.
- Die großen Verlierer bei der Anbindung werden vor allem die Brandenburger Randgebiete vom Süden über den Westen zum Norden sein.
- Der erweiterte Einzugsbereich in den Randkreisen vom Südwesten zum Nordwesten mit etwas größerer Entfernung wird schlechter bedient als bisher.
- Die Autobahn-Anbindung für den MIV über die A113 ist schon jetzt nicht ausreichend - Dauerstau ist somit garantiert.
- Es ist weiterhin unklar, ob das neue Zugmaterial (Talent 2) rechtzeitig seine EBA-Zulassung erhält, so dass ähnlich den Verhältnissen bei der S-Bahn mit Kapazitätsengpässen zu rechnen ist.
- Die Anlieger der Anhalter Bahn müssen neben dem Fluglärm auch noch eine weitere Zunahme des Bahn-Lärms ertragen (täglich 80 Züge mehr als bisher).
- Die Pünklichkeit auf der Anhalter Bahn lässt schon jetzt Wünsche offen, so dass auch hier mit einer Verschärfung der Verhältnisse zu rechnen ist.

Was erwartet die Fahrgäste des ÖPNV nun an tollen Leistungen?
- Von und zum Hauptbahnhof fährt halbstündlich der Flughafen-Express FEx9 (Fahrzeit = 30´) über die Anhalter Bahn mit Halt nur am Potsdamer Platz und am Südkreuz, sowie ebenso halbstündlich über die Stadtbahn und Karlshorst mit mehreren Halten alternierend die Linien RB14 aus Nauen und RE7 aus Dessau (Fahrzeit jeweils 36´). Dabei wird Linie RB14 über Königs-Wusterhausen nach Senftenberg geführt und RE7 bis Wünsdorf verlängert. Durch die drei Linien soll es insgesamt ein Tagesangebot von 240 Zugfahrten in beiden Richtungen geben.
- Potsdam wird über die Linie RB22 im Stundentakt angebunden (Fahrzeit 42´), wodurch der Südwesten abgekoppelt wird..
- Die S-Bahnlinien S45 fahren von Südkreuz in 37´ und die S9 von Ostkreuz in 32´ jeweils im 10-Minuten-Takt zum Airport.
- Einige Züge des Fernverkehrs sollen ebenfalls über den Airport geleitet werden.
- Einen großen Teil des Zubringerverkehrs aus der näheren Umgebung und dem Süden/Südwesten Berlins und des angrenzenden Brandenburger Gebietes sollen Busverbindungen im 5´-Takt (Berliner X-Linien) bzw. im Stundentakt (südliches Brandenburger Umland) übernehmen.

Zieht man das Resümee, so ergibt sich insgesamt eine Verschlechterung für fast alle Richtungen, denn der Wegfall des zweiten Flughafens Tegel war doch für einen Großteil der Berliner Fluggäste deutlich bequemer. Besonders unverständlich bleibt in diesem Zusammenhang auch die stiefmütterliche Behandlung des Berliner Südwestens und seines Umlandes, das trotz einer vorhandenen direkten Bahnanbindung
(mögliche Halte in Lichterfelde-Ost, Teltow, Großbeeren bzw. Seddin, Michendorf, Bergholz) erneut nicht erschlossen wird. Das verlärmte Ludwigsfelde erhält zumindest einen direkten Zugang zur Linie RB22. Das Argument, ein weiterer Zeitverlust auf den Linien FEx9 und RB22 sei nicht akzeptabel, kann einfach nicht hingenommen werden. Es sollte doch jede Möglichkeit genutzt werden, mögliche Anschlusspunkte zu nutzen anstatt zu ignorieren - alles wegen 5´ Zeitverlust. Schließlich bekommen diese Regionen auch den zusätzlichen Lärm aufgebürdet. Aber selbst die Bemühungen des Kreistages Potsdam-Mittelmark blieben trotz eindeutiger Beschlusslage beim MIL ungehört.
Wenn man sich einmal die Anbindung des Airports Franz-Josef-Strauss in München oder die Anschlussgestaltung im Bahnland Schweiz anschaut, kann mehr Zeit durchaus ein Mehr an Qualität sein. So sind die Fluggäste seit Eröffnung des Münchener Airports mit der S-Bahn mindestens 45´ unterwegs - und das hat bisher auch niemanden gestört, denn dieser Airport floriert trotz alledem.
 
Somit kann man dieses Gesamtangebot nicht akzeptieren, sondern Nachbesserungen sind weiterhin unbedingt erforderlich.
 


10-Minuten-Takt der S25 soll ab 18.07.2011 eingeführt werden (aktualisiert 12.07.2011)
Nach den hausgemachten chaotischen Verkehrsverhältnissen auf der Berliner S-Bahn, die seit Anfang Juli 2009 massiv den Nahverkehr in Berlin und seinem Umland behindern, konnte die S-Bahn nicht umhin - nachdem sie in erster Reaktion die gesamte Führungsriege um T. Heinemann entlassen hatte -  von den vorgesehenen "Verbesserungen" im Netz zunächst wieder Abstand zu nehmen. Das betrifft u.a. auch die Einführung des 10-Minuten-Taktes auf der S-Bahnlinie S25 (MAZ vom 17.07.2009). Verständlicherweise stieß diese Entscheidung auf ein geteiltes Echo. Zunächst gab es aber auch keine Einschränkungen - bis auf die Verkürzung der Linie S25 in der 30. KW von S Teltow-Stadt nach S Yorkstaße. Seit der 31. KW 2009 lief der Verkehr auf dieser Strecke wieder normal, wenngleich der 10-Minuten-Takt auch zwischen S Lichterfelde Süd und S Pankow zunächst nicht wieder aufgenommen wurde.
Während der Teltower Bürgermeister das Ganze bedauerte, hoffte er dennoch weiter auf die kommende Taktverdichtung nach Teltow, welche auch durch das MIL bestätigt/bestellt wurde (MAZ vom 18.07.2009). Ein genauer Termin ließ sich jedoch zwei volle Jahre nicht realisieren:
 
- Man strebte zunächst den Fahrplanwechsel am 13.12.2009 an, doch daraus wurde nichts, denn das Chaos nahm weiter seinen Lauf.
- Nächster Zieltermin war dann der 12.12.2010, der mit der Einführung des neuen TKS-Busregimes synchron laufen sollte. Schließlich hatten sich die Fahrplankonstrukteure bei der HVG allen Warnungen zum Trotz darauf verlassen, dass der Termin gehalten wird - aber daraus wurde wieder nichts, so dass sich die Anschlüsse am S-Bhf. Teltow-Stadt auch nicht sonderlich optimal gestalteten.  
- Nach zwei weiteren Anläufen im Frühjahr 2011 musste die S-Bahn GmbH erneut einen Rückzieher machen - und nun soll es ab 18.07.2011 endlich klappen !! (MAZ vom 29.06.2011)
Über Sinn oder Unsinn dieser teuren Maßnahme (Zunahme des Angebotes um 75 %), den das Land Brandenburg als Leistung bei der Berliner S-Bahn bestellt hat, kann man eh trefflich streiten. Der ohnehin nicht die ursprünglichen Erwartungen erfüllende S-Bahn-Anschluss (Zur Einführung im Jahre 2005 war euphorisch von täglich 8.000 ... 10.000 Fahrgästen die Rede !) hat in der Realität nicht einmal das halbe Ziel erreicht, wofür vor allem folgende Gründe ins Feld geführt werden:

- Die Station S Teltow-Stadt liegt im Tarifbereich C.
--> Mit diesem "Problem" haben aber auch andere Kommunen ihren Kummer (wie z.B. Hennigsdorf, Schönefeld, Erkner). Und wenn anstelle des MIV der Zubringerverkehr stärker genutzt würde, wäre die Anfahrt i.d.R. schon mit dem Tarif abgegolten !

- Mit dem Bedarf wurde von vornherein maßlos übertrieben.

--> Dies scheint uns der entscheidenden Grund zu sein, denn ohne dieses Hochpokern wäre die S-Bahn wahrscheinlich nie gebaut worden !
Der Besteller, das Land Brandenburg, will der Region TKS etwas Gutes tun und durch den 10-Minuten-Takt bis zu 1.000 Fahrgäste zusätzlich gewinnen.
Wir sind gespannt, wie sich der Bedarf nun wirklich weiter entwickelt !


- Die Bedienung durch den Bus-Zubringer-Verkehr ist schlecht angepasst.

--> Dieser Grund war in der Tat ein großer praktischer Mangel, da die HVG trotz viel Mühe keinen optimalen Anschlussverkehr zustande brachte (Löbliche Ausnahme waren die CityBusse mit optimaler Anbindung - aber leider nur stündlich.). Mit dem neuen Bussystem TKS 2010 sollte nun der große Wurf gelingen - die Einführung war allerdings auch nicht berauschend, und mit der konsequenten Ausrichtung auf den 10-Minuten-Takt der S 25 und einigen anderen Problemen war eher der Flop abzusehen (s.hier). Dieser Grund wird sich allerdings mit der Einführung des
10-Minuten-Taktes der S 25 relativieren.

- Die Hauptverkehrsbeziehungen der Region TKS sind stärker durch engere Bande mit Zehlendorf und dem Rathaus Steglitz geprägt als mit Lankwitz / Lichterfelde / Tepelhof.   
--> Dieser Grund ist zwar nicht schwerwiegend, aber auch nicht ganz zu vernachlässigen. Vor allem Bürger in Kleinmachnow nutzen die Linie S1 weitaus häufiger als die Linie S25, auch aus traditionellen Beziehungen mit Zehlendorf heraus. In Stahnsdorf ist der Bedarf eher geteilt, und in Teltow sind traditionell die Beziehungen nach Lichterfelde / Lankwitz enger. Das Ganze wurde durch die Organisaton des unglücklichen Bus-Zubringerverkehrs nur noch unterstrichen !

Im Interesse der Umwelt ist die Aufnahme des 10-Minuten-Taktes auf der S25 nur zu begrüßen. Auch waren alle offiziellen Teilnehmer der Einführungs-Pressekonferenz am 11.07.2011 (S-Bahn-Geschäftsführer P. Buchner, HVG-Prokurist R. Poleske und der Teltower BM Th. Schmidt) davon überzeugt, dass dieses Signal gerade noch in der Region TKS gefehlt hat, um der Nutzung des ÖPNV (wesentliche Erhöhung der Kenngröße "Modalsplit" zugunsten des ÖPNV) weitere entscheidende Impulse zu verleihen !
HVG-Pressesprecherin U. Rehberg unterstrich diese Entwicklung, denn nach einem guten halben Jahr kann festgestellt werden, dass bereits die Einführung des neuen Bussystems "TKS 2010" der richtige Weg war und schon jetzt zweistellige Zuwachsraten in der Busnutzung realisiert werden.    


Die "Interessen-Gemeinschaft Lärmschutz Teltow (IGeL)" kann diese Entscheidung jedoch nach wie vor nicht gutheißen, denn auch das kostbarste Gut, die Gesundheit der Menschen, sind unantastbar - und Lärm macht krank ! IGeL-Chef Kudlek bekräftigte immer wieder, dass diese für den ÖPNV in der Region eigentlich gute Maßnahme sich wegen des nicht ausreichenden Lärmschutzes jedoch ins Gegenteil verkehrt (siehe  <hier>).
Nach dem drohenden Flug-, Straßen- und bereits jetzt ständig zunehmendem Bahnlärm sind die Teltower wahrhaftig nicht mit wenig Lärm belastet. 

Durch den Zeitaufschub, der sich nun durch das um zwei Jahre verzögerte Einführen des
10-Minuten-Takt bei der S 25 ergab, wurden etwa 70 weitere Forderungen nach ergänzenden Lärmschutzmaßnahmen aufgestellt. Während dieser Zeit konnte die IGeL auch etliche Gespräche mit MIL und EBA führen, um in diesen beiden entscheidenden Gremien Verständnis für noch ausstehende zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen zu wecken - aber auch diese waren leider bis zum heutigen Tage nicht von Erfolg gekrönt.
Obwohl bereits seit 2007 eine Zivilklage gegen DB und EBA anhängig ist (Die Verhandlungen sollen noch im Herbst 2011 beginnen !) und wahrscheinlich noch weitere Klagen folgen werden, war das MIL zwar zu Gesprächen, aber bisher nicht dazu bereit, etwas für zusätzlichen Lärmschutz zu tun. Dabei wäre das Ganze so einfach: Die notwendigen Schutzwände im Bereich Seehof / Sigridshorst könnten sich schnell amortisieren, wenn diese auch hier mit Solaranlagen gekoppelt würden.

Es bleibt somit zunächst nur der Klageweg durch konkret belästigte Bürger übrig
- was selbst durch MIL und EBA bestätigt wird -, denn solange keine Klagen geführt werden, kann angeblich auch das EBA nicht handeln ! Das ist wieder die berühmte Katze, die sich in den Schwanz beißt ! Was ist das nur für eine Demokratie ??!!
Man dürfte eigentlich vom EBA als oberster Aufsichtsbehörde für den Eisenbahnverkehr erwarten, dass es von sich aus den 
10-Minuten-Takt der S 25 solange aussetzt, bis die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen ausgeführt wurden, denn diese waren schon beim 20-Minuten-Takt hart an der Grenze des Erträglichen bzw. führten ja bereits zu angewiesenen Betriebs-Einschränkungen (wie der Rücknahme des BüG, Geschwindigkeitsreduzierung auf der gesamten Strecke der S25 ab Priesterweg auf 80 km/h gegenüber den planfestgestellten 100 km/h, Langsamfahrstrecke mit 40 km/h beginnend 500 m vor Einfahrt in den Bahnhof S Teltow-Stadt), die die Teltower Lärmschutzaktivisten der IGeL in mühevoller Kleinarbeit schließlich durchsetzen konnten.

Wir können deshalb hiermit nur alle lärmgeschädigten Mitbürger erneut aufrufen, sich mit ebensolchem Engagement wie gegen den Fluglärm auch gegen den weiter zunehmenden Bahnlärm zu wenden, denn die Eröffnung des BBI / BER wird neben der jetzigen Einführung des 10-Minuten-Taktes bei der S 25 täglich dann noch zu 80 weiteren Regionalzügen auf der Anhalter Bahn führen !!
Das bedeutet dann z.B. für den Teltower Naherholungsbereich Seehof / Sigridshorst in Spitzenzeiten ein Zugangebot von täglich 300 Zügen
(ICE, IC, RE, Güterzüge, Leerzüge) auf der Anhalter Bahn, von denen allerdings nur 13 % auch in Teltow anhalten, und im Mittel von täglich 220 Zügen auf der S25 (S-Bahn) - also summa summarum täglich 520 Züge (ab 18.07.2011 also 440 Züge) !! Das kann man so nicht hinnehmen !!


Nach langen Anlauf: Endlich Verkehrsspiegel auf der Mahlower Straße / Einfahrt Siegfriedstraße (01.06.2011)
Nach einem etwas sehr langen Anlauf seit 27. Oktober 2010, als die B.I.T. mit ihrem Beschlussantrag (DS 432/2010) die Installation eines Verkehrsspiegels an der Straßen-Einmündung Siegfriedstr. / Mahlower Str. empfahl, hat die Stadtverwaltung resp. die Teltower Verkehrsbehörde, die ja künftig weiterhin die Verkehrs-Geschäfte für Teltow in der Hand behält (DS 071/2011), nun endlich die Einsicht gewonnen, einen solchen Spiegel aufzustellen, nachdem etliche Terminverschiebungen (z.B. auf die 21. SVV, dann eine anberaumte Ortsbegehung und schließlich weiteres Schmoren des Falles) dazwischen kamen, kümmerte sich nun vor allem die 1. Beigeordnete um das Corpus delicti. Und schon nach etwas mehr als 7 (in Worten "sieben") Monaten wurde das Gerät für einen Spottpreis besorgt und nun auch in der vergangenen 25. KW an Ort und Stelle installiert.

Die Bedeutung ergab sich auch dadurch, dass die bisher geplante Ampelanlage an der Einmündung wegen des ruhenden Radwegbaus an der Mahlower Straße duch das Land bisher nicht eingerichtet wurde. So ist aus dem Provisorium "Fußgängerampel am Regionalbahnhof" im Zusammenhang mit den neuen Bushaltestellen inzwischen auch eine Dauerlösung mit unbekanntem Ende geworden. Das Hineinfahren von der Sigridshorster Siegfriedsr. in die Mahlower Str. geriet immer mehr zum Abenteuer für alle Verkehrsteilnehmer, denn auch der Busverkehr hat ja auf Grund des Systems TKS auch erhelich zugenommen. So war die Sicht in die Mahlower Str. in Richtung Stadt sehr häufig stark beeinträchtigt bzw. getrübt. Erstaunlich waren die bisher wenigen Unfälle, was allerdings sogar noch als k.o.-Kriterium für das Nicht-Aufstellen eines Spiegels herhalten sollte.
Dank beharrlichen ständigen Erinnerns durch die B.I.T. an die Situation hatte man nun ein Einsehen, und ein  - allerdings sehr viel kleinerer Spiegel als sonst üblich - ziert nun die Straßeneinmündung. Möge er allen Verkehrsteilnehmern zum Vorteil gereichen.

Wir bedanken uns dafür bei der Stadtverwaltung, können uns aber die Frage nicht verkneifen, weshalb das Prozedere eigentlich so lange dauern musste. Die Kosten können es wahrlich nicht gewesen sein !! Übrigens - ein größerer Spiegel konnte wegen der Windlast nicht angebracht werden. Wie soll man das nun wieder verstehen ? Wenn man es nicht weiß, fällt einem der Spiegel nämlich überhaupt nicht auf ! Ist das im Sinne der Verkehrssicherheit ?            

Nachruf des B.I.T-Vorstandes  (16.04.2011)

Mit aufrichtiger Anteilnahme geben wir bekannt,
dass das B.I.T.-Gründungsmitglied der ersten frei gewählten Teltower Wählergemeinschaft, Klaus Krämer, am Dienstag, dem 12. April 2011, im Alter von 59 Jahren nach schwerer Krankheit, immer auf vollständige Genesung hoffend, verstorben ist.

Als Aktivist der ersten Stunde und Mitglied des Teltower Runden Tisches engagierte sich der umtriebige GRW-Diplom-Ingenieur  unmittelbar nach der Wende auch auf politischem Gebiet und gründete mit Gleichgesinnten im Jahre 1990 die Bürger-Initiative Teltow e.V., die bis zum heutigen Tage in der politischen Szene unserer Stadt einen nicht zu vernachlässigenden Faktor darstellt.
Er war von 1990 bis 1995 deren erster Vorsitzender; von 1993 bis 1995 war Klaus Krämer auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Teltow.

Aus beruflichen Gründen - Klaus Krämer war auch ein gefragter Spezialist für Steuerungs- und Regeltechnik in einem großen Elektronik-Konzern - musste er 1995 leider seine hoffnungsvolle politische Karriere beenden und widmete sich nun vor allem seinen beruflichen und familiären Aufgaben, ohne jedoch seinen Kontakt mit der Wählergemeinschaft aufzugeben. So konnte er sich
im Jahre 2005 bei seinem Besuch zum 15jährigen Bestehen der B.I.T. vom kontinuierlich weitergeführten Engagement der Wählergemeinschaft überzeugen. 

Die Mitglieder, Freunde und Sympathisanten der B.I.T. trauern mit den Angehörigen und Hinterbliebenen um Klaus Krämer und werden eingedenk seiner Verdienste um die Wählergemeinschaft sein Andenken in Ehren halten.

B.I.T.-Vorstand Dr. Carola Fanter, Dr. Petra Nicksch-Kasdorf, Christian Lehmann



B.I.T. wählte am 28.03.2011 einen neuen Vorstand - Überraschungseffekt inbegriffen
Am 28. März 2011 fand nach dem Ende der turnusmäßigen Zwei-Jahres-Legislatur erneut eine Vorstandswahl statt.
In ihrem Rechenschaftsbericht zur Arbeit in den vergangenen Jahren 2009 - 2011 konnte die amtierende Vorsitzende der B.I.T., Dr. Carola Fanter, wiederum ein positives Bild von der Arbeit der nun seit 20 Jahren im Teltower Stadtparlament (zur Zeit mit drei Abgeordneten) vertretenen Wählergemeinschaft zeichnen. Die Mitgliederzahl ist sogar leicht trotz einiger Personalprobleme gestiegen. (Derzeit hat die B.I.T. 27 ordentliche Mitglieder und 13 Freunde.) Durch Weggang eines Fraktionsmitgliedes verlor die B.I.T. leider ein Mandat - außerdem wurde eine weitere Neuordnung der Fraktion durch Ortswechsel eines weiteren Mitgliedes erforderlich.
Einige neue Mitglieder wurden in der B.I.T. aufgenommen. Vorläufiger Höhepunkt war nun zum 28.03.2011 der Eintritt der ehemals für die Linken im Stadtparlament vertretenen parteilosen Abgeordneten, Frau Dr. Nicksch-Kasdorf, die von der B.I.T. schon bei ihrer Kandidatur zur Bürgermeisterwahl im Jahre 2009, wenn auch leider erfolglos, unterstützt wurde. Die ehemalige Beigeordnete der Stadt Teltow mit entsprechender Verwaltungserfahrung ist nun wieder auf die politische Bühne zurückgekehrt und wird sich fortan in ihrer politischen Arbeit der Unterstützung der B.I.T. widmen.

Auch in ihrer parlamentarischen Arbeit war die B.I.T. wie stets sehr aktiv und teilweise auch erfolgreich. In den Jahren 2009 - 2011 konnten 22 Anträge - zum Teil gemeinsam mit anderen Fraktionen, was durch keine spezielle Vorliebe charakterisiert ist, da stets Sachentscheidungen gegenüber Befindlichkeiten im Vordergrund stehen - eingebracht werden. Auch das gesellschaftliche Leben in der Stadt wird wesentlich durch die Wählergemeinschaft geprägt. Wichtige Veranstaltungen sind dabei der traditionelle jährliche Neujahrsempfang und das Hanami im Frühjahr. Ein wichtiger Höhepunkt des Jahres 2010 war schließlich die Würdigung des 20jährigen Bestehens des politischen Vereins.
Hauptsächlich wurde die B.I.T. in Stadt, Region und Kreis aktiv auf den Gebieten Umweltschutz (Erhalt der Rieselfelder, Baumschutzsatzung, Entwicklung des Teltowparks) über verschiedene Gremien (vor allem die AGENDA-´21-Bewegung, Regionalmarketing) und auf dem Gebiet der Stadt-, dort vor allem der Verkehrsentwicklung ebenfalls über die Mitwirkung in der AGENDA-´21-Bewegung. Die B.I.T. tritt bereits seit den 90iger Jahren als warnender "grüner Finger" in der Öffentlichkeit auf, um die naturgegebenen Ressourcen weitgehend zu erhalten. Das geschah lange bevor die "Grünen" auch Teltow für sich entdeckten - insofern ist den "Mittwochsspitzen" in der MAZ vom 30.3.2011 energisch zu wiedersprechen !!

Auch für die Region wurden maßgebliche Themen in dieser Richtung erstmalig gemeinsam mit den Bürger-Initiativen aus Kleinmachnow und Stahnsdorf erfolgreich auf den Weg gebracht (Verkehrs-/Standortentwicklungskonzept). An der Neuordnung des ÖPNV in der Region haben Mitglieder der B.I.T. ebenfalls einen erheblichen Anteil.
Leider gab es auf den Gebieten des Umweltschutzes aber auch erhebliche Rückschläge wie z.B. bei der Durchsetzung des Lärmschutzes, der Verkehrsberuhigung oder den städtebaulichen Fortschritten. Während das Problem der BBI-Flugrouten von allen politischen und gesellschaftlichen Kräften sehr weit hochstilisiert wurde, werden die übrigen Lärmprobleme sowohl auf der Straße als auch beim Schienenverkehr nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit vor allem durch die Verwaltung bedacht - ja sogar boykottiert oder kleingeredet.   
Ein wesentliches Element der Öffentlichkeitsarbeit der B.I.T. stellt die INTERNET-Präsentation dar, die von allen politischen Rivalen mit sehr viel Aufmerksamkeit bedacht wird.
Nach dem positiven inhaltlichen Resümee konnte schließlich auch die finanzielle Situation durch den Schatzmeister etwas positiver als in den vergangenen Perioden beurteilt werden.
So gab es auch auf diesem Gebiet keine Beanstandungen, so dass der gesamte Vorstand für seine Arbeit entlastet werden konnte.               
  
Im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung fanden schließlich die Wahlen für einen neuen Vorstand, den Schatzmeister und die Kassenprüfer statt. Bis auf die bisherige Vorsitzende Dr. Carola Fanter, die erneut kandidierte, stellten sich den Wählern zwei neue Kandidaten: Herr Christian Lehmann, der seit 2008 Mitglied der Fraktion ist, und der Neuzugang Frau Dr. Petra Nicksch-Kasdorf, die auf Grund der bereits umfangreich absolvierten politischen Tätgkeit in der Vergangenheit einen reichen Erfahrungsschatz in die unabhängige Wählergemeinschaft einbringen wird. Alle drei Kandidaten wurden schließlich in den Vorstand gewählt. Nach der Konstituierung des Vorstands, die erst am 29.03.2011 erfolgen konnte, ergaben sich folgende Funktionsverteilungen:
- Frau Dr. Carola Fanter --> weiterhin Vorsitzende des Vereins und der Fraktion   
- Frau Dr. Petra Nicksch-Kasdorf --> 1. Stellvertetende Vorsitzende
- Herr Christian Lehmann --> 2. Stellvertretender Vorsitzender und Fraktions-Mitglied
Als Schatzmeister wurde erneut Herr Enrico Roesler und als Kassenprüfer wurden erneut Herr Dr. Michael Gericke und Herr Dr. Manfred Richter gewählt.
Die künftigen Schriftführer werden Frau Anett Fernell und Frau Dr. Petra Nicksch-Kasdorf sein.

Allen bisherigen und neuen Funktionären wurde für ihre Arbeit gedankt bzw. viel Erfolg für ihre neue Tätigkeit gewünscht.
Einen besonderen Dank sprach die alte und neue Vorsitzende den bisherigen Vorstandsmitgliedern Andreas Keymer und Michael Müller aus, die sich vor allem durch ihre gute Arbeit während der Kommunal- und Bürgermeister-Wahlen ausgezeichnet haben.


Weiteres B.I.T.-Mitglied durch Eintrag in "Goldenes Buch" der Stadt Teltow geehrt
Eine gut gelungene und absolut gerechtfertigte Ehrung erfuhr ein Gründungs-Mitglied der B.I.T. im Anschluss an den Festgottesdienst zur Beendigung der umfassenden Sanierung der Teltower St.-Andreas-Kirche. Von dieser Ehrung überrascht und überwältigt konnte das Gründungs-Mitglied der B.I.T., Pfarrerin Ute Bindemann, lange nicht fassen, dass ihr diese hohe Ehrung durch die Stadt Teltow zuteil wurde (MAZ vom 21.03.2011). Neben der langjährig ebenfalls aktiven Karola Graumann ist die seit 26 Jahren in der Stadt Teltow wirkende Pastorin das zweite Mitglied der Wählergemeinschaft, dem diese hohe städtische Ehrung zuteil wurde. Ebenfalls ins "Goldene Buch" trug sich der evangelische Landesbischof Dröge ein, der an der Einweihungszeremonie der sanierten Kirche teilnahm. Anlass für die Ehrung war die inoffizielle Beendigung des aktiven Pastorendienstes mit dem 65. Geburtstag, obwohl die umtriebige Pastorin nach wie vor noch eine gewisse Zeit für die Gemeinde aktiv zur Verfügung stehen wird.
Als Mitglied des "Runden Teltower Tisches" betätigte sich die Pastorin nach der Wende 1989 auch politisch und gilt somit als ein "Urgestein" der seit dieser Zeit bis heute im Teltower politischen Leben aktiven Wählergemeinschaft B.I.T.

Wir gratulieren der so geehrten Teltower Pastorin aus vollem Herzen und wünschen ihr weiterhin viel Kraft, damit sie durch ihre Aktivitäten für Teltow auf vielen Gebieten weiterhin zum Wohle der Stadt wirksam bleiben kann. 
    


Wahl des 2. Stellvertreters der SVV mit Hindernissen
Zur 19. SVV am 15.09.2010 stand die Wahl eines 2. Stellvertreters des SVV-Vorstehers auf der Tagesordnung. Die Nachwahl war erforderlich, da der bisherige 2. Stellvertreter, B.I.T.-Mitglied Michael Müller, sein Mandat wegen Wohnungswechsel nach Stahnsdorf aufgeben musste und somit der Stellvertreter-Posten vakant war. Als einziger Kandidat stellte sich R. Bereczky (CDU) zur Verfügung, und das ganze Prozedere hätte ohne Probleme ablaufen können, da die B.I.T. zu diesem Zeitpunkt keinen Gegenkandidaten benennen konnte.
Leider hatte der SVV-Vorsteher Längrich (SPD) einen schlechten Tag, als er die Wahlprozedur durchführen ließ. Er ließ für die Wahl keine geheime Abstimmung zu, obwohl von fast allen Fraktionen einhellig die Wahl als nicht regelrecht eingeschätzt wurde. Das missfiel schließlich Bürgermeister Schmidt, der den Beschluss durch die Kommunalaufsicht kassieren ließ.

Nun musste ein zweiter Wahlgang durchgeführt werden, der für die 20. SVV am 27.10.2010 eingeplant wurde. Der CDU-Kandidat Bereczky stand diesmal aber nicht allein zur Kandidatur, denn nun konnte die B.I.T. auch ihren Kandidaten Christian Lehmann, der inzwischen durch veränderte persönliche Bedingungen ebenfalls zur Verfügung stand, ausrechnete, präsentieren.
Im ersten, nun auf jeden Fall geheimen Wahlgang, konnte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit aller SVV-Mitglieder erreichen (Lehmann = 13 Stimmen, Bereczki = 12 Stimmen, 1 ungültige Stimme). Der zweite, ebenfalls geheime Wahlgang, ergab eine Patt-Stuation (Lehmann = Bereczki = 13 Stimmen). Beim nun erforderlichen Losentscheid traf Ch. Lehmann (B.I.T.) die bessere Wahl und wurde somit zum neuen 2. Stellvertreter des SVV-Vorstehers gewählt.       



Die Stellvertretende Bürgermeisterin wurde endlich gewählt
Am 2. September 2010 wurde bekannt (MAZ vom 03.09.2010), dass der Teltower Bürgermeister offensichtlich seine Wahl für seine Stellvertretung und damit seinen neuen 1. Beigeordneten, der künftig eine Beigeordnete werden soll, getroffen hat. Er präsentierte der SVV vom 15.09.2010 seine Stellvertreterin, das SPD-Mitglied Beate Rietz, die sich durch einen guten Leumund auszeichnet. Die neue "2. Chefin" im Teltower Rathaus bringt aus ihrer vergangenen Amtszeit gute Noten aus der CDU-Hochburg Werder mit, wo man ihr eine sehr gute Arbeit als 2. Beigeordnete bescheinigte.

Über diese Personalie haben die Abgeordneten dann auch mit klarer Mehrheit (Abstimmung 18/06/02 - Beschluss 05/19/2010) entschieden, nachdem sich der Ältestenrat am 07.09.2010 ein Bild über die Kandidatin gemacht hatte. Die Chancen für eine problemlose Wahl standen auf Grund der fachlichen Qualitäten der Kandidatin deutlich besser, so dass es auf der 19. SVV nicht wieder zum Eklat wie am 16.06.2010 kam.
 
BM Schmidt charakterisierte seine Kandadatin dahingehend, dass "Frau Rietz über langjährige Erfahrung als kommunale Wahlbeamtin in einer Stadt vergleichbarer Größenordnung wie Teltow verfüge. Sie habe in Werder gezeigt, dass sie überparteilich und fachlich kompetent handeln könne." Wir hoffen, dass es ein guter Griff ist und wünschen der neuen 2. Bürgermeisterin allzeit eine glückliche Hand bei Ihren Entscheidungen !!
Ihre anspruchsvolle Tätigkeit hat die neue 1. Beigeordnete am 14.10.2010 planmäßig aufgenommen.  

In einer feierlichen Zeremonie am 13. Oktober 2010 wurde der bisherige 1. Beigeordnete Thomas Koriath durch Bürgermeister und Abgeordnete mit Dank für die in den acht Jahren seiner Tätigkeit in Teltow geleisteten Arbeit verabschiedet. Er wird im Stadthaus keine weitere Tätigkeit mehr aufnehmen. 
 


Amtsgericht erlässt einstweilige Verfügung gegen Teltower Baumschutzsatzung
Mit Beschluss 04/28/06 hatte sich die Teltower SVV nach hartem Ringen um den Teltower Baumschutz ziemlich schwer getan und schließlich eine allseits (außer durch die FDP) anerkannte und relativ scharfe Baumschutzsatzung gegeben, die zunehmend in Bedrängnis kam. Die Satzung war vor allem durch maßgebliche Aktivitäten der B.I.T. und der Grünen schließlich durchgesetzt worden.
Im Frühjahr dieses Jahres sollte die Satzung erneut auf den Prüfstand. Es kam zu einem Antrag des Bürgermeisters (DS 205/2010), der die Baumschutzsatzung auf Grund des damit in Zusammenhang stehenden Arbeitsaufwandes auf Drängen der zuständigen Verwaltungsmitarbeiter abschaffen wollte. Dieses Ansinnen wurde aber durch massiven Widerspruch des Parlamentes vereitelt - auch einer damit verfolgten Aufstockung des Personals wurde nicht stattgegeben.

Nun kam dem Ansinnen des Bürgermeisters bzw. der Gegner des Baumschutzes ein Gerichtsurteil zu Hilfe, das mit einer einstweiligen Verfügung die Teltower Baumschutzzsatzung außer Betrieb setzte und die Baumschutzsatzung des Kreises an seine Stelle hievte (MAZ vom 07.07.2010).  
Das Potsdamer Amtsgericht gab der Klage einer Teltowerin recht, dass die derzeitige Baumschutzsatzung zu strikt sei und deshalb seit Juni 2010 ungültig ist. Damit ist derzeit der Landkreis für Fällgenehmigungen zuständig !

Die Grundstücksbesitzerin hatte um die Fällung zweier Douglasien und zweier Tannen interveniert und schließlich durch das Gericht auch Recht bekommen, weil sich die Klägerin "durch die mehr als haushohen Bäume in ihrer gärtnerischen Freiheit beeinträchtigt fühlte."
Das Gericht erkannte weiter zu Recht, dass die Stadt durch die Satzung gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstoßen hätte, als sie einheitlich Bäume unter Schutz stellte, deren Umfang in Brusthöhe mehr als 30 cm betragen. Mit dieser vom Gericht als "übermäßig" bezeichneten Restriktion "wird die mit dem kommunalen Baumschutz bezweckte Wohlfahrtsentwicklung zu Lasten des Bürgers unangemessen verschoben, was nicht gerechtfertigt sei. Der Kreis der schutzbedürftigen Bäume sei zu weit gefasst." Geradezu Hohn spricht gegen den Schutz des nun gerade in Teltow nicht üppigen Baumwuchses die Begründung des Urteils, dass "gerade kleine Bäume nur in geringem Umfang prägend für das Teltower Landschaftsbild seien."
Ferner kritisierte das Gericht, dass sich die Stadt (sprich die Abgeordneten) keine Mühe bei der Erarbeitung der Satzung gemacht hätten, sondern lediglich eine Mustersatzung des Landes-Umweltministeriums wortgetreu übernommen hätte. "Eine eingehende Prüfung der Schutzbedürftigkeit des in Teltow vorhandenen Baumbestandes ist augenscheinlich unterblieben - den örtlichen Gegebenheiten wurde keine Beachtung geschenkt." Das ist die größte Frechheit, denn gerade auf diesem Gebiet gab es ein langwieriges Ringen um jedes Wort der Satzung. Man muss sich wirklich fragen, ob dieses Staats-Gebilde wirklich noch ein Rechtsstaat ist, der einfach mit den dümmsten Begründungen das Recht einer Kommune beugen kann und jedem x-beliebigen Kläger die Natur zum "Abschuss" freigibt. Das ist mit normalem Menschenverstand nicht mehr zu begreifen, denn schließlich benötigen wir alle natürlichen Ressourcen für unseren eigenen Fortbestand. Und mit einem solchen Urteil wird jeglichem Frevel Tür und Tor geöffnet, denn das ist nur der Anfang für weiteren Frevel an der Natur, die wir so dringend für die Reproduktion unserer Kraft benötigen.
Das Urteil ist vor allem auch deshalb so dramatisch, weil wir zwar immer mehr Einwohner in Teltow begrüßen, die von der Naturerhaltung reden, sich aber in kürzester Zeit vom gewachsenen Bestand verabschieden, alles oder zumindest vieles abholzen und sich schließlich einen sterilen ("betonierten und damit pflegeleichten") Rasen anlegen und immer größere Flächen versiegeln.     

Diesem vernichtenden Urteil gegen den Schutz der wahrlich nicht üppigen Flora in Teltow hat der Bürgermeister allerdings nichts entgegenzusetzen außer den lakonischen Kommentar:
"Wir wussten, dass die Satzung sehr restriktiv war - aber wir wollten das so. Es war klar, dass es Widerstand geben würde." Da sich die Kritik des Gerichtes im Wesentlichen am Baumdurchmesser festmacht, sieht der Bürgermeister deshalb gute Chancen, durch eine Modifizierung der Satzung das Problem aus der Welt zu schaffen. Für jede Baumsorte muss dann - in Anlehnung an die Satzung von Königs-Wusterhausen - eine individuelle Dicke vereinbart werden. Die Stadt will aber auf keinen Fall Rechtsmittel einlegen. 

Was macht es unter diesen Vorzeichen eigentlich noch für einen Sinn, wenn sich die Stadt auf der anderen Seite am Bundeswettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" beteiligen und die Bürger dazu aktivieren will (MAZ vom 07.07.2010), aus Teltow ein blühendes Refugium zu machen. Das ist einfach himmelschreiend und lächerlich. Viele Bürger, die ihre Schollen inzwischen versiegelt haben, sind ja nicht einmal in der Lage, den dürstenden Bäumen, die nicht mehr auf ihrem Grundstück vorhanden sind, in der starken Sommerhitze einen Eimer frisches Wasser zu spendieren, sondern rufen lieber nach Bauhof und Feuerwehr, die dies doch erledigen mögen. 

Unnötige dritte Niederlage für den Teltower Bürgermeister innerhalb von zwei Monaten (aktualisiert 08.07.2010)
Zur 18. SVV am 16. Juni 2010 hatte sich der Teltower Bürgermeister offensichtlich vorgenommen, die Niederlage von der 17. SVV im Mai und die Ablehnung eines 2. Beigeordneten wieder auszubügeln. Mit der Etablierung eines 2. Beigeordneten wollte Schmidt zum einen eine neue Organisationsstruktur etablieren (zwei Beigeordnete mit innerer und externer Funktionalität) und dabei gleichzeitig zwei lästige Personalprobleme erledigen: einen neuen Posten für den jetzigen, nur noch bis 13.10.2010 zu beschäftigenden Beigeordneten Thomas Koriath finden und die Einstellung des jetzigen SPD-Fraktionschefs RA Fromm als 1. Beigeordneter zu organisieren. Da das Parlament jedoch dem Anliegen nicht stattgab, zwei Beigeordnete zu dulden, indem es die Änderung der Hauptsatzung strikt ablehnt, muss Schmidt zuächst weiterhin mit nur einem Beigeordneten arbeiten.

Da sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Fromm in der Zwischenzeit selbst zum Top-Kandidaten für den 1. Beigeordneten hochstilisierte, blieb Schmidt trotz vieler Warnungen aus den anderen Fraktionen und aus den eigenen Reihen keine andere Wahl als Fromm nun am 16.06. als Nachfolge-Beigeordneten für Koriath vorzuschlagen. Dieses Anliegen ging jedoch "voll in die Hose", denn sein einziger Kandidat fiel in zwei Wahlgängen komplett durch (Ergebnis 1. Wahlgang = Abstimmung 08/20/00, Ergebnis 2. Wahlgang = 09/17/02) ! Hätte der Bürgermeister auf seine Ratgeber besser gehört bzw. mehr seinem gesunden Menschenverstand vertraut, wäre ihm diese außerordentliche Blamage, die vor allem auch die weitere politische Arbeit von Fromm als SPD-Fraktionsvorsitzender stark belasten dürfte, erspart geblieben. In allen Fraktionen, ja selbst in den eigenen Reihen der SPD, war die Sympathie für Fromm (gelinde ausgedrückt) "sehr zurückhaltend", wozu vor allem die während der Kandidatur zur Schau gestellte "Siegesgewissheit" von Fromm sicher eine entscheidende Rolle gespielt haben dürfte. Wie aktuell zu erfahren ist (MAZ vom 08.07.2010), zog Fromm nun folgerichtig und konsequent, wie Bürgermeister Schmidt sagte, den einzig richtigen Schluss aus seiner verpatzten Kandidatur: er legt sein Mandat für die SVV ab sofort nieder. Wenngleich er weiterhin noch Chef des Ortsvorstandes bleiben will, dürften aber auch dort die Konsequenzen nicht lange auf sich warten lassen ! Und leider ist auch der Tenor, den der Politiker in seiner Begründung für diesen Schritt anschlägt, bezüglich der Sache wohl eher nicht angemessen, denn er bezeichnet die demokratische Entscheidung des Teltower Parlamentes unzutreffend als "politische Unkultur", die er nicht länger mittragen wolle. Und: "Er erlebe es als Tiefpunkt, wenn er merke, dass es in der SVV nicht mehr um Teltow, sondern um Befindlichkeiten und gegen den Bürgermeister gehe, dem ein abgesprochenes Ergebnis präsentiert wurde." 

Sehr geehrte Herren der Teltower SPD-Führung,
auch hier machen Sie es sich etwas zu einfach, indem Sie auf das Ergebnis einer demokratische Abstimmung verbal eindreschen, anstatt darüber nachzudenken, weshalb der Kandidat von vorn herein abgelehnt wurde, aber immer noch so vehement protegiert wurde ! Sie verwechseln offensichtlich die Begriffe "Ursache" und "Wirkung".
Wenn der Bürgermeister, als er ursächlich mehrfach gewarnt wurde, diese Abstimmung durchzupeitschen,
besser eingelenkt hätte - denn selbst in den eigenen Reihen standen eben nicht alle Mitglieder hinter dem Kandidaten, obwohl dieser vollmundig das Gegenteil behauptete -, wäre Konsenz des gesamten Parlamentes zur Lösung der Strukturprobleme in der Stadtverwaltung durchaus realistisch gewesen.
Aber die "schlussendlich" zelebrierte Brechstangenpolitik des Bürgermeisters als Ursache der aktuell eingetretenen Entwicklung zeigt nun als fatales Ergebnis die Wirkung, dass sich einzig und allein die SPD selbst an den Pranger stellt und ins Aus manövriert, indem sie wie ein bockiges Kind mit dem Fuss aufstampft und der gesamten Opposition die Schuld daran gibt, dass die SPD ihre Machtvorstellungen nicht durch personelle Schachzüge und Kungeleien durchsetzen konnte. Was für eine absurde Vorstellung von Demokratie muss man sich eigentlich noch gefallen lassen ! Wessen Befindlichkeiten sind hier eigentlich gemeint ? Nun - das erkennt selbst ein Blinder ! Somit lässt die ganze Affäre hoffen, dass die Demokratie durchaus noch sehr lebendig gelebt wird und sich gegen unsaubere absolutistische Machtstrukturen, wie sie sich offensichtlich die TeltowerSPD vorstellt, durchaus wehren kann.
Und dass in der SPD ein Klima des Misstrauens entstanden ist, kann doch wohl auch nicht Schuld der Opposition sein. Es ist Ausdruck einer auch in der SPD zum Glück noch gelebten Demokratie, denn mit dem offensichtlich verkündeten Fraktionszwang brachte Fromm selbst das Fass zum Überlaufen und musste letztendlich daran scheitern.               


Nun sitzt jedoch den Teltower "Führungskräften" die Zeit im Nacken, denn bis September müsste eine Neuausschreibung und die erneute Wahl des 1. Beigeordneten auf der Tagesordnung stehen. Derzeit hat der Teltower Bürgermeister offensichtlich keine "gute Zeit", denn auch der von ihm im Mai vorgeschlagene Wirtschaftsförderer, der jetzige Fraktionsvorsitzende der LinksGrünen, Steffen Heller, war ebenfalls am Parlaments-Votum gescheitert (s. voriger Artikel). Auch hier wird weiterhin nach einem Nachfolger für Sören Kosanke gesucht.            

Linke und Grüne bilden nun doch gemeinsame Fraktion - Linker Wirtschaftsförderer durchgefallen
(aktualisiert 23.05.2010)
Nachdem sich die Teltower SVV einigermaßen zusammengerauft hatte, sind die Grünen erneut für eine Überraschung gut. Nachdem sie in der vergangenen Legislatur alles durcheinanderwirbelten, als sie mit der CDU eine schwarz-grüne Koalition eingingen, die allerdings noch vor dem Ende der alten Wahlperiode zerbrach, versuchten sie es schon einmal im Jahr 2009 auf der linken Seite des Spektrums. Nachdem bereits ein Mitglied der ehemalige Grünen zu den Linken gewechselt war, fühlt sich die 2-Mann-Fraktion der Grünen schon immer unterrepräsentiert. Bereits 2009 (MAZ vom 20.02.2009) war man dabei, einen entsprechenden Koalitionsvertrag mit den Linken zu erarbeiten, der aber schließlich nicht zustande kam.

Im Jahr 2010 nun fanden beide Partner erneut zusammen - und siehe da: Diesmal kam die Heirat zustande. Der Grund für diese gänzlich andersartige Liaison sind die vielen Übereinstimmungen in den Wahlprogrammen der neuen Partner. So klang es vor einigen Jahren auch beim Zusammengehen mit der CDU. Sollte da nicht vielleicht doch der Hunger nach Macht eine Rolle spielen, die den Grünen bisher verwehrt blieb ? Insbesondere in der Bildungs-, Wirtschafts- und Umweltpolitik seien die Übereinstimmungen groß, meint der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Auch werden die zahlreichen Fachleute bei den Linken benannt. Nun ja - wIr können uns noch gut an das Jahr 2008 erinnern, als die Mitbestimmung bei den KiTas und die Gründung der 4. Grundschule auf der Agenda stand: Da waren Linke und Grüne so ganz und gar nicht einer Meinung !
Mal sehen, wie lange diese Zweckgemeinschaft hält !

Auch für die regierende SPD ist eine starke Linke, die nun noch durch die Grünen verstärkt wird, ein wichtiges Faustpfand, um sich gegen die ewigen "Nörgler" B.I.T., CDU und FDP zu behaupten.
Denn so ganz nebenbei fallen durch diese Konstellation alle Ausschuss-Vorsitze nur noch an die beiden Fraktionen SPD und LinksGrüne (aktuelle Mandate und Ausschussbesetzungen). So nimmt es denn auch nicht Wunder, dass auf der 17. SVV am 19.05.2010 als neuer Wirtschaftsförderer, den Teltow nach dem Weggang von S. Kosanke (SPD) so dringend benötigt, der amtierende Fraktions-Vorsitzende der "LinksGrünen" S. Heller präsentiert wurde. Obwohl sich schon im Vorfeld nur eine knappe Mehrheit - wenn überhaupt - für den Kandidaten abzeichnete, blieb der Bürgermeister bei seinem Vorschlag, was aber schließlich zum Eklat führte. Wie die MAZ vom 21.05.2010 berichtete, sollen sich die Abgeordneten mehrheitlich - auch einige Angehörige der SPD-Fraktion - gegen Heller positioniert haben.
In ungewöhnlich scharfen Worten hatte bereits zu Beginn der Sitzung der CDU-Fraktionschef Trog die "offensichtliche" Postenschacherei verurteilt, denn auch die vom Bürgermeister angestrebte Verwaltungsreform mit Schaffung einer 2. Beigeordnetenstelle trifft bei einer Reihe von Abgeordneten - anscheinend auch in der SPD-Fraktion - auf Widerstand. Auch in diesem Fall sind die Personen bereits im Vorfeld durch eigene Indiskretion bekannt geworden, die für die vakanten Posten im Gespräch wären, nämlich der jetzige SPD-Fraktionschef Fromm und der bisherige Beigeordnete Koriath. Voraussetzung für diese Konstellation ist allerdings eine erneute Änderung der Hauptsatzung. Da sich der Bürgermeister seines Erfolges aber nicht sicher schien, zog er vorsichtshalber den entsprechenden Antrag zur 17. SVV zurück und vertagte die Lösung des Problems nun bis zum Herbst. Dann wird es auch höchste Zeit für eine Entscheidung, denn die Berufungsperiode des jetzigen Beigeordneten Koriath läuft dann aus !      

Teltows Mammut-Wahlsonntag beendet - Endergebnis oder Stichwahl
(aktualisiert 28.09.2009)
Pünktlich um 8 Uhr früh öffneten auch in Teltow die Wahllokale. In der seit 1990 größten Wahl in Brandenburg waren die Wähler aufgefordert, für drei maßgebliche Wahlgänge ihre Kreuze auf drei verschiedenen Stimmzetteln zu machen.
Die Ergebnisse zur Bundestags- (weiße Stimmzettel) und zur Brandenburger Landtagswahl (grüner Stimmzettel) wurden in dieser Reihenfolge zuerst ausgezählt. Da diese jedoch für Teltow keine unmittelbare Bedeutung haben, verweisen wir auf die Ergebnisse in den Medien.
Für die Kommune Teltow war der dritte Stimmzettel (orange) der Stimmabgabe für die Teltower Bürgermeister-Kandidaten vorbehalten. Da die Stimmen aber erst als letzte ausgezählt werden durften, lagen die Ergebnisse erst weit nach Mitternacht, gegen 02:30 Uhr, komplett vor. Im Folgenden ist das vorläufige Endergebnis für die Teltower Bürgermeister-Wahl zusammengestellt: 
 
ParteiDie LinkeFDPCDUEinzelbewerberinSPD 
Wahlbezirk TeltowBewerber
Thomas BertzDetlef KolbeSerena Meyer-ZehPetra Nicksch-KasdorfThomas SchmidtWahlbeteiligung (%)
OSZ Warthestraße
01
6736758730654,17
Gesundheits-Zentrum
02
6648437429655,59
Stubenrauch-Grundschule
03
74394911130356,75
ehem. B.-H.-Bürgel-Schule04
5130306731450,46
Stadtverwaltung Neue Straße
05
6834467427149,27
Reha Seehof06
38661267423260,97
"Kartoffelkiste" Seehof0745531086923163,82
Diako083242965728855,19
JTT094939833830561,89
Bethesda106727648325655,51
Hotel "Garni"114861957934965,17
Kinder-Oase1234629811525558,40
KiTa "Sonnenblume"132529868425365,77
Postpavillon Postviertel1422411265228069,58
Anne-Frank-Grundschule1584314513040057,89
Mühlendorf-Oberschule167813248929955,07
Hort Mühlendorf1725631703524966,26
"Lia´s Kantine" - Ruhlsdorfer Straße183837755722260,99
Grundschule Ruhlsdorf193628606222862,84
Ortsbeirat Ruhlsdorf202723385216158,98
Briefwahl-Lokal Neues Rathaus212192153793671288 
Gesamt1.1931.0171.9161.8566.78672,73
 %09,3407,9715,0114,5453,15 
bester - schlechtester
Wahlbezirk der Herausforderer
 81110 + 211 + 1  
 
Mit dem vorliegenden Ergebnis, dass ein Kandidat, nämlich der bisherige Bürgermeister Thomas Schmidt, bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, ist die Wahl  entschieden: Der alte ist auch der neue Bürgermeister.
Wir gratulieren zu diesem doch klaren Sieg und hoffen, dass die Arbeit des neuen Bürgermeisters allen Teltower Bürgerinnen und Bürgern zum Vorteil gereicht !

Nicht unbedingt zu erwarten war das gute Abschneiden der CDU-Kandidatin Meyer-Zeh, die sich den 2. Rang sicherte. Ursprünglich hatte man allgemein ein deutlich besseres Ergebnis der unabhängigen Kandidatin Dr. Nicksch-Kasdorf und eine erforderliche Stichwahl erwartet. Der Favorit, Bürgermeister Schmidt, sicherte sich in allen Wahlbezirken einen klaren Vorsprung.
Die Bedeutung dieser Wahl für Teltow wurde auch durch die außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung von insgesamt 72,73 % unterstrichen. 

Teltower Bürgermeister-Kandidaten stellten sich den Fragen der Teltower BürgerInnen
(neu 11.07.2009)
Nachdem die Kandidaten für die Teltower Bürgermeister-Wahl am 27.09.2009 seit geraumer Zeit feststehen, gab ihnen die Bürger-Initiative Teltow e.V. auf einer

öffentlichen Podiums-Diskussionsveranstaltung am 08. Juli 2009 um 19 Uhr im Teltower Bürgerhaus, Ritterstraße 10,

die Gelegenheit, erstmals in "geballter Ladung" gemeinsam an die Öffentlichkeit zu treten, um sich mit ihren Vorstellungen für die Zukunft von Teltow öffentlich darzustellen.

Der Einladung waren zahlreiche Mitglieder und Freunde der B.I.T., Mitglieder der weiteren in der SVV vertretenen Parteien Bündnis 90/Grüne, CDU, Die Linke, FDP und SPD sowie weitere Teltower Bürgerinnen und Bürger gefolgt, so dass der für etwa 60 Personen zugelassene Raum bis auf den letzten Platz gefüllt war - einige Besucher harrten auch stehend bis zum Schluss der Veranstaltung aus.
DIe Presse war durch die Lokalredakteure von MAZ und PNN sowie das Lokale Fernsehen "teltOwkanal" vertreten.   

Obwohl die bisher offiziell benannten Bürgermeister-Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge)

Thomas Bertz - Die Linke
Detlef Kolbe - FDP
Serena Meier-Zeh - CDU
Dr. Petra Nicksch-Kasdorf - Einzelkandidatin
Thomas Schmidt - SPD
Erhard Wigand - Einzelkandidat


gleichzeitig eingeladen wurden, nahm der Kandidat der Linken, Thomas Bertz, an der Veranstaltung leider nicht teil, was die Organisatoren des Diskussions-Abends sehr bedauern.

Nachdem die Eröffnung der Veranstaltung durch die Vorsitzende der B.I.T., Dr. Carola Fanter, gegen 19:10 Uhr erfolgt war, wobei für ein gutes und sachliches Auftreten aller Akteure geworben wurde, übernahmen die B.I.T.-Mitglieder Peter Jaeckel und Michael Wahl die weitere Moderation des Abends, die gleich mit einem heiteren Auftakt begann, als es darum ging, die alphabetische Reihenfolge der Kandidaten festzulegen. Da die beiden weiblichen Kandidaten Doppelnamen tragen, war zunächst nicht klar, ob der erste oder der zweite Namensteil entscheidend dafür ist. Man einigte sich schließlich auf den ersten Namensteil, so dass die Kandidaten in obiger Reihenfolge (ohne Thomas Bertz) in den ersten fünf Minuten ihrer Redezeit zu ihrer Person und ihren Intentionen für das Bürgermeister-Amt aus ihrer Sicht Stellung nehmen konnten. Anschließend hatte dann das Publikum Gelegenheit, für 15 Minuten den jeweiligen Kandidaten mit ihren Fragen zu quälen.
Die gesamte Veranstaltung verlief in einer sehr angenehm sachlichen und ruhigen Atmosphäre, was u.a. auch der souveränen Tätigkeit der Moderatoren zu verdanken ist.       


Inhaltlich wurden bedauerlicherweise keine überragenden Statements abgegeben. So resümierten denn auch die PNN vom 10.07.2009 mit der Überschrift: "Viel Konsens, wenig Details". Besonders ins Auge fielen aber das selbstbewusste Auftreten der beiden weiblichen Kandidaten Meier-Zeh und Nicksch-Kasdorf sowie des amtierenden Bürgermeisters Schmidt, der sich in bekannter Manier rhetorisch gut in Szene setzte. Er hatte schließlich auch die meisten Fragen zu beantworten.
Die Herren Kolbe und Wigand erweckten allerdings den Eindruck, dass sie sich nicht besonders auf diese Diskussionsrunde vorbereitet hatten, obwohl die Veranstalter zur Vorbereitung vier Themenkomplexe benannt hatten.

Während Kolbe (FDP) vor allem die Losung "Nicht meckern, sondern machen!" strapazierte, bei etlichen Themen aber passen musste und auch sonst nicht sehr sicher wirkte, gab er doch ein klares Votum für eine baldige Fusion der drei Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf ab. Er setzt vor allem auf seine Bekanntheit als Autohändler, der in der Region verwurzelt ist, und will so mit den Altstadt-Anliegern ins Gespräch kommen, um das Image der Stadt zu verbessern.    

Wigand, der als Einzelkandidat rhetorisch nicht in Bestform auftrat, präsentierte sich als die "einzige Alternative", forderte aber mit dem Bau einer Versorgungsstraße hinter den Großmärkten an der Oderstraße den Widerspruch der anderen Kandidaten und des Publikums heraus. Die Verbesserung der Verwaltung sei insbesondere ein Motivationsproblem, stellte er heraus.

Überraschend war vor allem das sehr selbstbewusste Auftreten der CDU-Kandidatin Meier-Zeh, die sich als Neu-Teltowerin vor allem der weiteren Entwicklung des weichen Standortfaktors Kinder- und Jugendpolitik widmen will. Hierbei will sie insbesondere auf Freie Träger setzen. Auf ihre Erfahrungen als Führungskraft in der Freien Wirtschaft aufbauend will sie die Verwaltung wie ein Wirtschaftsunternehmen führen.

Einzelkandidatin Nicksch-Kasdorf setzt vor allem auf Bekanntheit und Erfahrung, die sie aus ihrer Zeit als 2. Beigeordnete unter Alt-Bürgermeister Siegfried Kluge mitbringt. Wesentliche Verbesserungen mahnte sie wie auch Meier-Zeh bezüglich der Verwaltung an - vor allem bei Kommunikation und Motivation des Dienstleisters Stadtverwaltung. Und bis die Liebenswürdigkeit der Stadt erreicht sei, gäbe es noch eine Menge zu tun, vor allem beim gesamten Stadtbild. Sie plädiert auch für mehr Angebote für Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Stadtteilen.

Der derzeitige SPD-Amtsinhaber Schmidt wehrte alle Angiffe ruhig und gelassen ab, wenngleich seine Argumentationen für bisherige Unterlassungssünden nicht unbedingt zu überzeugen vermochten. Es seien auch Fehler gemacht worden, jedoch die Verwaltung sei gut aufgestellt. Den Bonus, den er durch seinen Vorgänger Kluge übernommen hat, wird er wohl einem möglichen anderen Amtsnachfolger nicht übergeben können, jedoch ist er davon überzeugt, dass er sowieso das Mandat zur Fortsetzung seiner bisherigen guten Arbeit erhalten wird. Mehrzweckhalle und Entwicklung der Teltowkanalaue sind seine nächsten Zielprojekte.   

Konsens gab es bei allen Kandidaten zur Entwicklung der Teltowkanalaue sowie einer besseren ÖPNV-Anbindung von Ruhlsdorf an die Stadt. Skeptisch war man allerdings bei der Errichtung eines Einkaufszentrums im dortigen Bereich.

Nach gut zwei Stunden Vorstellung und Diskussion mit den BM-Kandidaten ging die Veranstaltung harmonisch zu Ende. Die B.I.T.-Vorsitzende bedankte sich zum Schluss bei allen Akteuren mit einer überreichten Rose.

Abschließend einige Schnappschüsse von der Veranstaltung:            


S. Meier-Zeh, D. Kolbe, Dr. P. Nicksch-Kasdorf, E. Wigand, Th. Schmidt

Ein gut gefülltes Bürgerhaus 

Eröffnung durch die B.I.T.-Vorsitzende Dr. Carola Fanter

Aufmerksame Zuhörer

Die Kandidaten in Aktion

Knifflige Fragen von der SPD

Die Moderatoren Peter Jaeckel und Michael Wahl

Blumen für die künftige Bürgermeisterin ?

Oder bleibt alles beim Alten ?


Verbesserung des ÖPNV ja - aber nicht auf Kosten der Menschen!!
 (aktualisiert 11.07.2009)
Teltow kann sich rühmen - dafür erhielt die Stadt sogar einen Agenda-Preis -, als eine der ersten Gemeinden Brandenburgs einen Lärmminderungs- und Luftreinhalteplan (Beschluss 12/33/2007) aufgestellt zu haben, bevor er gesetzlich vorgeschrieben wurde. So war es dann schließlich leicht, den gesetzlichen Anforderungen Folge zu leisten - zunächst !!! Doch was einst so vorbildlich begann, wird zunehmend zum Problem. So tat sich die Stadtverwaltung bisher sehr schwer, die Lärmaktivisten der Anhalter und S-Bahn wirkungsvoll zu unterstützen, weil sie ja dazu nicht gesetzlich verpflichtet ist. Ähnlich ist es beim Straßenlärm, dessen dringende Verminderung auf der Agenda steht, aber bisher wurden alle Vorstöße in diese Richtung - also die Durchsetzung des von allen Abgeordneten beschlossenen Dokumentes - mit Füßen getreten, soll heißen: Stadtverwaltung und eine Mehrheit von Abgeordneten haben die dringende Umsetzung der Lärmaktionspläne bisher verhindert oder boykottiert, zumindest aber nicht im erforderlichen Maße befördert (aktuelles Beispiel) !

Für die Durchsetzung von Maßnahmen gegen den Bahnlärm engagieren sich die Agenda-Gruppe "Lärm" und die "Interessen-Gemeinschaft Lärmschutz Teltow" (IGeL) seit 2005 vergeblich bzw. mit einigen marginalen Erfolgen wie z.B. der (inoffiziellen) Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h gegenüber den geplanten 200 km/h. Auch die S-Bahnstrecke erhielt außer einem kurzen Lärmschutzwall und der Maßnahme "Besonders Überwachtes Gleis (BüG)" auf den letzten 500m Streckenverlauf bis zum Stadt-Bahnhof keine weiteren Lärmschutzmaßnahmen, weil dies der Vorhabenträger DB AG in trauter Zweisamkeit mit dem Prüforgan Eisenbahn-Bundesamt (EBA) durch viele faule Tricks () bisher verhindert hat. Hier konnte lediglich erfolgreich das BüG als Maßnahme ausgesetzt werden, und die Geschwindigkeit in diesem Bereich musste auf  40 ... 60 km/h  gedrosselt werden. 
Aber so verrückt es klingen mag: Mit der geplanten Taktverdichtung der S25 auf dem Abschnitt Lichterfelde-Süd - Teltow-Stadt auf 10 Minuten ist nun eine Eigen-Dynamik in den Kampf einiger hundert Anlieger für zusätzlichen Lärmschutz gekommen !! Denn was bisher nicht gelang, könnte nun zwingend werden, denn der bisherige (Mini-)Lärmschutz, der gerade so die gesetzlichen Vorgaben einhielt, dürfte nun durch das neue, ab  31.08.2009 geplante Betriebsprogramm, das einer quasi-Verdoppelung des Lärmes am Tage (entspricht einem Zusatzpegel von knapp drei dB(A)) gleichkommt, ins Wanken geraten. Da das Landesministerium sich nicht für Lärmschutz zuständig fühlt, wurde erst einmal die an sich gut gemeinte Maßnahme bei der S-Bahn GmbH bestellt. Nun hätte jeder logisch denkende Mensch zunächst einmal die Voraussetzungen für den geplanten 10-Minutenverkehr geprüft, nicht so aber das Ministerium. Es darf zunächst einmal bestellen - und dann erst wird auf Grund der folgenden Proteste oder Klagen etc. geprüft, ob die Maßnahme rechtens war - das ist doch kein Recht, sondern nur mit einer Szene aus einem Tollhaus zu vergleichen.

Das Problem ist nun auch von der Presse aufgegriffen worden (MAZ/PNN  vom 15.05.2009), wobei nochmals zu betonen ist: Die Lärmschutzaktivisten sind nicht gegen die Taktverdichtung - aber die umwelttechnischen Voraussetzungen dafür müssen erfüllt sein ! Vertreter der Lärmschutzaktivisten wurden deshalb am 14.05.2009 im Ministerium vorstellig - allerdings ohne direkten Erfolg. Jedoch wurde bzw. wird nun auch das EBA eingeschaltet, das die Erfüllung der Voraussetzungen neu zu überprüfen hat - ggf. auch ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren einleiten muss !! Inzwischen hält auch der Teltower Bürgermeister "eine neue Betrachtung für notwendig" - und auch die Stadtverwaltung will nun bei den zuständigen Behörden (Landesumweltamt, EBA) intervenieren.
Bis zum heutigen Tage gibt es allerdings noch keine Ergebnisse ! Weder das EBA hat auf die bisherigen etwa 100 Eingaben reagiert, noch ein Gesprächsbegehren beim Minister wurde beantwortet. Wie die Aktivitäten der Stadt bisher verliefen, ist auch nicht bekannt ! Bisher ist also auch die neue Aktionswelle leider noch nicht von Erfolg gekrönt !
Was den Sinn der geplanten Maßnahme angeht, kann man geteilter Meinung sein, denn der sonst vehement beschworene Kosten-Nutzen-Vergleich (s. Stammbahn-Diskussion) verkommt hier zur Farce: Man treibt einen Aufwand von geschätzten 1 ... 1,5 Mio € , um damit 500 (!) Fahrgäste zu gewinnen. Wir sind deshalb der Auffassung, dass es sich um reinen politischen Aktionismus handelt, der seine Wirkung als Wahlhilfe für eine bestimmte Partei im Brandenburger Landtags-Wahlkampf bestimmt nicht verfehlen wird.   

Aber die Lärmschützer haben offensichtlich doch einen heimlichen Verbündeten, denn die Berliner S-Bahn steckt aus verschiedenen Gründen derzeit in einer tiefen Krise. Die Mehdorn´sche Profitgier hat nun auch die renommierte Berliner S-Bahn an den Rand des Abgrunds manövriert, was dazu führte, dass der Betrieb inzwischen weder genug Leute noch die geforderte materielle Basis hat, um einen sicheren und effektiven Betrieb zu realisieren und um mögliche größere Störfälle zu neutralisieren (Das ist übrigens ein bitterer Vorgeschmack auf eine mögliche Bahn-Privatisierung, die wir in diesem Zusammenhang ebenfalls kategorisch ablehnen !) Durch die katastrophale Profitgier wurden Wartungszyklen unmäßig verlängert, ältere Reservewaggons rücksichtslos verschrottet, Wartungs- und sogar Triebfahrzeug-Personal in Größenordnungen eingespart, die Gleisanlagen schlecht gewartet und z.B. die Werkstatt in Berlin-Friedrichsfelde aufgelöst. Diese ganzen Maßnahmen führten letztlich zu einem übermäßigen Verschleiß der Fahrzeuge und schließlich zu zwei schweren Zugunfällen, die nun das EBA auf den Plan riefen. Die vorhandenen Sicherheitsrisiken, die von der DB AG zwar dem Hersteller der defekten Achsen, Bombardier Hennigsdorf, angelastet werden, waren nicht mehr tolerierbar, so dass etwa 4.000 Radscheiben zwingend erneuert werden müssen (MAZ vom 08./10.07.2009). So entstand das seit Anfang Juli 2009 auf der Berliner S-Bahn vorhandene Chaos, das zur Entlassung der bisherigen Geschäftsführung mit einem Kaufmann anstelle eines Eisenbahners an der Spitze und zu einem Notbetrieb wahrscheinlich bis zum Herbst führt, der selbst die Auswirkungen der Streiks 2008 in den Schatten stellt. Wir unterstreichen hier ausdrücklich, dass das EBA korrekt gehandelt hat, indem es die Sicherheit als oberstes Gebot durchsetzt. Im Prinzip hat das EBA sogar schon zu lange gezögert, denn auch unsere Lärmschützer mahnen seit viel längerer Zeit den Verschleiß der Wagen und Gleise an, was sich deutlich am erhöhten Lärmpegel manifestierte. Die Maßnahmen des EBA könnten sogar noch schlimmer ausfallen, falls noch zusätzliche Radscheiben ausgetauscht werden müssten, was dann sogar zur kompletten Einstellung des S-Bahn-Verkehrs und zum Verlust der Betriebserlaubnis führen könnte. Dieser Supergau, der spätestens am 13.07. verkündet würde, hätte dann das komplette Verkehrschaos in Berlin und im Umland zur Folge.
Durch diese Umstände ist natürlich die Einführung des 10-Minuten-Taktes nach Teltow-Stadt auf der Linie S25 bereits ab 1.9.2009 ernsthaft in Frage gestellt. Das käme den Ambitionen der Lärmschützer natürlich sehr gelegen, wäre doch nun Zeit gewonnen, die Lärmschutzmaßnahmen weiterhin anzumahnen und vielleicht doch noch zu erzwingen, bevor der 10-Minuten-Takt eingeführt würde.
D.h. so würde durch diese an sich unglücklichen Umstände für die Fahrgäste und die S-Bahn doch noch der Gerechtigkeit genüge getan. (Über die Auswirkungen zur Leichtathletik-WM im August mag man allerdings noch nicht nachdenken. Der Imageverlust für Berlin mit seinem bislang vorbildlichen ÖPNV-Angebot wäre enorm !) Das Ganze gipfelt nicht etwa in Schadenfreude, aber es ist durchaus genugtuend, wenn man außerdem berücksichtigt, dass die (bestellte Zusatz-) Leistung sowieso nicht bezahlt werden müsste, weil die S-Bahn bereits seit Längerem wegen nicht erbrachter Beförderungsleistungen beim Land Brandenburg in der Kreide steht. Diese Wahlkampfhilfe bestreitet das MIR Brandenburg natürlich vehement, die Tatsache als solche wurde aber auch durch die DB AG inzwischen bestätigt. Die einzig Leidtragenden wären wie immer die Bahn-Anlieger, die schließlich den zusätzlichen Lärm ertragen müssten. Da ist es doch nur gerecht, wenn dieses Vorhaben zunächst auf Eis gelegt werden müsste, bis hoffentlich auch der Lärmschutz geklärt ist.
Wir hoffen, dass das zum Wohle der Bürger auch so kommen wird !! Alle Macht liegt nun beim EBA ! 
         

Das zweite Problem, das sich auf die Anhalter Bahn bezieht und unmittelbar Einfluss auf die Lärmaktionsplanung hat, ist die vom EBA bereits im Sommer 2007 zu liefernde, gesetzlich vorgeschriebene Lärmpegelkartierung, was bis zum heutigen Tage in Brandenburg ebenfalls nicht geschehen ist. Nach einem entsprechenden Antrag der B.I.T. im Sommer 2008 wurde per Beschluss 03/47/2008 festgelegt, dass rechtliche Schritte gegenüber dem EBA einzuleiten seien, wenn die geforderten Lärmkarten nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, der durch die Vorlage VL-804/2008 auf Ende November 2008 terminiert wurde, vorliegen. Da dieser Termin nun bereits ein halbes Jahr überschritten ist, wird die Stadt Teltow handeln und Klage wegen unterlassener Bereitstellung von Lärmdaten gegen das EBA führen. Diese, wenn auch unerträglich lange verzögerte Maßnahme, begrüßen wir ausdrücklich und hoffen, dass sie erfolgreich wird. Aber auch hier hat sich sichtbar bisher nichts getan ! Wir werden auch hier erneut nachstoßen müssen !               

Zwei Gegenkandidatinnen werfen ihren Hut in den Ring gegen den (noch) amtierenden Teltower Bürgermeister! -
Kandidatenwechsel bei den "LinksGrünen" - FDP hat sich geoutet! -
Wigand-Kandidatur weiterhin offen! Es bleibt spannend!
 
(aktualisiert 16.05.2009)
Bürgermeister Schmidt erhielt im Februar erstmalig Konkurrenz im Bürgermeisterwahlkampf (MAZ vom 21.02.2009) !
Nach einem bis dahin ausgesprochen langweiligen Bürgermeister-Wahlkampf in Teltow warf zunächst der erste Gegenkandidat, eine Gegenkandidatin, ihren Hut in den Ring, um in diesem Herbst für Spannung im wahrsten Sinne des Wortes zu sorgen ! Frau Dr. Nicksch-Kasdorf, die schon einmal vor acht Jahren dem derzeitigen Bürgermeister das Fürchten lehrte und letztlich durch unfairen Wahlkampf um die Früchte ihrer Arbeit gebracht wurde, will es noch einmal als unabhängige Kandidatin versuchen - und das nicht ohne reelle Chancen ! Sie war damals als Zweite Beigeordnete relativ beliebt, und es wird Zeit, dass im Stadthaus endlich wieder ein frischer Wind einzieht - schon zu lange tanzen die Mäuse dort auf dem Tisch !!
Nachdem andere Parteien weniger laut über mögliche Kandidaten nachgedacht haben sollen, entschied sich die ehemalige Stadtangestellte, die nach Schmidts Amtsantritt im Jahre 2001 den Hut nahm und derzeit als Lehrerin an einem Oberstufenzentrum tätig ist, nach langem Überlegen für eine erneute Kandidatur, obwohl sie nach Beendigung ihrer Abgeordneten-Tätigkeit bei den "Linken" im Herbst 2008 nicht mehr in die Politik einsteigen wollte. Das bedauerten inzwischen viele Teltower - auch ein großer Teil der B.I.T.-Mitglieder. Doch nun hat sie sich für eine "unabhängge" Kandidatur entschieden und hofft auf entsprechende Unterstützung durch recht viele Sympathisanten, denn: Eine Bürgermeister-Wahl ist in erster Linie wohl eine Personenwahl, für die die Kandidaten sehr gut aufgestellt sein müssen !
Vor acht Jahren gewann Nicksch-Kasdorf klar den ersten Wahlgang, unterstützt durch "Linke" (damals noch PDS) und B.I.T. - doch im zweiten Wahlgang konnte sie aufgrund von Wahlabsprachen zwischen SPD und FDP den Erfolg nicht wiederholen. Von welchen Parteien oder Wählergruppen Nicksch-Kasdorf in diesem Jahr Wahlkampf-Unterstützung erhalten wird, ist noch offen. Die B.I.T. hat sich 
zur Jahresversammlung am 23. März noch zu keiner endgültigen Meinung durchringen können - nun fielen die Würfel endgültig auf der Mitglieder-Versammlung am 11. Mai, auf der die Kandidatin Rede und Antwort stehen musste. Es bleibt dabei, dass die B.I.T. auf keinen Fall mit einem eigenen Kandidaten aufwarten wird, wie die Vorsitzende Dr. Carola Fanter schon im März erklärt hatte. Die Mitglieder-Versammlung fasste jedoch mit klarer Mehrheit den Beschluss, die "Unabhängige" Dr. Petra Nicksch-Kasdorf nach besten Kräften zu unterstützen !! 
Seit 19.03.2009 war das Rätselraten zwischenzeitlich bei den Linken vorbei - sie wollten mit einem Kandidaten ins Rennen gehen, der in Teltow ebenfalls kein Unbekannter ist. Ihr Favorit sollte der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Karsten Schuldt sein (MAZ vom 19.03.2009). Schuldt ist ebenso wie Nicksch-Kasdorf parteilos, hofft aber auf  Unterstützung durch die "linke" und "grüne" Fraktion. Die bisher positiv verlaufenen Gespräche sollten Mitte April abgeschlossen werden, wie aus den Statements der Chefs Heller ("Die Linke") und Adenstedt (Bündnis ´90/Grüne) hervorging.
Schließlich kam aber alles ganz anders! Die "Linken und die "Grünen" werden mit einem bisher völlig unbeschriebenen Blatt, dem 42-jährigen Unternehmer und Mitglied der "Linken" Thomas Bertz, der erst seit 5 Jahren im "Städeken Teltowen" heimisch ist, zur Wahl antreten. Mit dem "jungen, frischen und tatkräftigen Unternehmer werde erstmals ein Eigengewächs ins Rennen gehen",
so "Linken"-Chef Heller (MAZ vom 28.4.2009).
Dem Firmenchef, der in seinem Unternehmen vor allem Dienstleistungen wie Wach- und Sicherheitsdienste anbietet, wird zugetraut, trotz fehlender kommunalpolitischer Erfahrungen die Verwaltung einer schwierigen Kommune wie Teltow, die ab Mai nun auch als Mittelzentrum wird, zu meistern. Der am 27.4. nominierte Kandidat "will in Teltow mehr bewegen als nur ein paar Supermärkte". Er verfolge eine Politik der behutsamen Ansiedlungspolitik, um vor allem zu erreichen, dass "Teltow schöner und lebenswerter" wird (MAZ vom 29.04.2009). Er will auch alle Beteiligten am Thema Altstadt an einen Tisch bringen, um die Entwicklung der Altstadt voranzutreiben. Leider sind diese Ziele auch schon vor Jahren von den damaligen Kandidaten formuliert worden - allein das bisherige Ergebnis spricht für sich!  
Pikant bei dieser Konstellation bleibt der Fakt, dass durchaus ein größerer Teil der traditionellen "Links"-Wähler weiterhin der "Unabhängigen" Nicksch-Kasdorf zugetan bleibt, da sie sich bereits mit einer guten Arbeit für Teltow ausgezeichnet hat.  

Weiterhin mitmischen will auch der (noch inoffizielle) Kandidat, der von der Presse (MAZ vom 24.02.2009) unpassend als "Orakel von Teltow" bezeichnete Erhard Wigand, der sein Mandat für die CDU aufgab und seitdem als unabhängiger Mandatsträger "firmiert". Er betreibt derzeit ebenfalls eine "unabhängige" Kandidatur, während seine ehemalige Heimatpartei CDU am 26.3.2009 auch ihren Kandidaten - ebenfalls eine Kandidatin - der Öffentlichkeit präsentiert hatte (MAZ vom 27.03.2009). Die 37-jährige Diplom-Kauffrau Serena Meier-Zeh wird für die seit der Kommunalwahl 2008 schwächelnde CDU ins Rennen geschickt, obwohl die aus Berlin zugezogene attraktive Mutter zweier Kinder aus dem Mühlendorf in der Teltower Polit-Szene ebenfalls ein bisher unbeschriebenes Blatt ist. Sie umreißt ihr Hauptbetätigungsfeld, das sie sich für das BM-Amt vorgenommen hat, mit dem Stichwort "Familienpolitik", für die es in dieser aufstrebenden Stadt noch "viel Bedarf" gäbe. Mit diesem Thema hat sie sicher den Nerv vieler Einwohner getroffen, aber es gibt weitaus brisantere Themen, da Teltow bereits seit der Wende eine relativ fortschrittliche Familienpolitik betreibt (belegt durch die große, wenn auch immer noch nicht ausreichende Zahl von Kindereinrichtungen), die im positiven Sinne z.B. sehr eng mit der Kandidatin Dr. Nicksch-Kasdorf verknüpft ist. Es wird deshalb nicht ganz einfach werden, sich gegen die bereits stadtbekannten übrigen Kandidaten zu behaupten.  

Nach langem Schweigen ließ nun auch die FDP die Katze aus dem Sack und offerierte am 07.05.2005 ihren Kandidaten - den Autohändler Detlef Kolbe aus Seehof. Der 47jährige bodenständige Unternehmer ist in der Stadt relativ gut bekannt - seit Ende 2008 betätigt er sich politisch als Sachkundiger im Finanz-Ausschuss der Teltower SVV. Das langjährige FDP-Mitglied bemängelt vor allem auch das Fehlen einer Innenstadt. Außerdem will er sich dafür einsetzen, dass der Teltower S-Bahnhof in die Tarifzone B eingeordnet wird (MAZ vom 08.05.2009).

Mit insgesamt fünf offiziellen und einem inoffiziellen Kandidaten verspricht der Teltower Wahlkampf nun doch noch spannend zu werden, zumal sich die FDP, die derzeit mit der B.I.T. sehr viel gemeinsam versucht zu bewegen, auf ein erneutes Abenteuer mit der SPD nicht wieder einlassen wird !! Allerdings wird die B.I.T. diesen Kandidaten wohl nicht unterstützen, da es in der Natur der Sache liegt, dass die Bürger-Initiative nicht unbedingt der Autofahrer-Lobby zugetan ist.  
Doch welche Kandidaten sonst noch präsentiert werden: Dr. Petra Nicksch-Kasdorf und Thomas Schmidt, die ewigen Rivalen, dürften als erklärte krasse Gegner wohl die größten Chancen für den Einzug ins künftige Bürgermeister-Amt haben, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht ! Das einzige Handicap für die Rivalin, die im Gegensatz zum (derzeit) Regierenden auch gelernte Verwaltungsfachfrau ist, könnte sein, dass sie als unabhängige Kandidatin der zu erwartenden Materialschlacht der durch die Großen SPD, CDU, FDP, "Linke" und Grüne unterstützten Kandidaten, auch wenn sie durch die B.I.T. unterstützt würde, kaum Paroli bieten kann. Hier müssen klare Aussagen her, wie es in unserer aufstrebenden, jedoch durch viele Probleme gebeutelten Stadt weitergehen soll. Ein chancenreicher Kandidat muss dem Wähler ganz klar signalisieren, dass nicht "Schönrederei" und "Aussitzen" der Probleme wie bisher, sondern Visionen, Tatkraft und Entscheidungsfreude vom künftigen Bürgermeister zu erwarten sind. Das kann allein mit dem Thema "Altstadt" wohl nicht erreicht werden!                         


Neuer Kleinmachnower Bürgermeister wurde gekürt - SPD regiert weiter (aktualisiert 31.03.2009)
Kleinmachnow hat seine erste Runde zur Wahl eines neuen Bürgermeisters mit einer Wahlbeteiligung von 61,67 % am 15.03.2009 hinter sich gebracht.
Wie zu erwarten gab es im ersten Wahlgang noch keinen Sieger, denn der hätte die absolute Mehrheit erreichen müssen. Demnach wurde eine Stichwahl am 29.03.2009 erforderlich.
Bei dieser Wahl zeigte es sich erneut, dass die "zersplitterten" Kleinen WIR, "Grüne", FDP und BiK, wenn sie denn einen gemeinsamen Kandidaten aufgestellt hätten, eine satte Mehrheit erreichen würden. Nun hieß es aber, sich einen "rötlichen" Bürgermeister auszuwählen. Enttäuscht reagierten vor allem die Kandidaten von CDU, "Grünen" und FDP, die offensichtlich mehr erwartet hatten, während der WIR-Kandidat v. Wnuk sichtlich über seinen Achtungserfolg erfreut war.

Zwischen den beiden Erstplatzierten des ersten Wahlganges, dem SPD-Kandidaten Grubert und dem Kandidaten der "Linken", Warnick, wurde nun am 29.03.2009 der Sieger ermittelt, was schließlich davon abhing, welcher Kandidat von welcher Gruppierung unterstützt werden würde.
Die Entscheidung fiel, wie nicht anders zur erwarten, für den "rosaroten" Kandidaten Michael Grubert, der letzlich in einem stillen, aber doch zielstrebig organisierten Wahlkampf schließlich das Rennen machte. Die B.I.T. sagt herzlichen Glückwunsch. Möge es Kleinmachnow und der Region nutzen !!

In ihren Abschluss-Statements waren schließlich alle mit dem Kandidaten doch irgendwie zufrieden - die einhellige Meinung blieb aber, nun an den Taten des neuen Bürgermeisters zu messen, ob die Wähler die "richtige" Wahl getroffen haben.
Grubert will von den vielen heißen Eisen in seiner Gemeinde, die von einer sehr intensiven Streitkultur geprägt ist, zunächst als wichtigste Themen anpacken:
Problem Schulen auf dem Seeberg, Zukunft der Kammerspiele, Sanierung des Freibads Kiebitzberge.
Die Nachbar-Bürgermeister erwarten indes Fortschritte bei der Erarbeitung eines gemeinsamen Mietspiegels für die Region und das Radwege-Projekt in der Teltowkanalaue.

Hier die (vorläufigen) Wahlergebnisse im Einzelnen (MAZ vom 16./30.03.2009):
KandidatMichael Grubert
(SPD)
Klaus-Jürgen Warnick
(Die Linke)
Bernd Krüger
(CDU)
Arnim von Wnuk
(WIR)
Cornelia Behm
(Bü ´90/Grüne)
Wolfgang Jordan
(FDP)
Wahlgang am 15.03.2009
Stimmenzahl2.2341.8151.6541.538978661
%25,1620,4418,6317,3211,017,44
Wahlgang am 29.03.2009
Stimmenzahl4.5973.186 
%59,0640,94


B.I.T.-Jahresversammlung 2009 - Vorstand, Schatzmeister, Kassenprüfer und Schriftführer-Duo gewählt
(neu 25.03.2009)
Auf der Jahresvollversammlung der Bürgerinitiative Teltow e.V. (B.I.T.) am 23.03.2009 erfolgte nach zwei Jahren wieder die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes, des Schatzmeisters und der Kassenprüfer. Außerdem wurde ein neues Schriftführer-Duo gewählt.

In dem vor der Wahlprozedur gegebenen Tätigkeitsbericht über die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre bedankte sich der bisherige Vorstand bei allen Mitgliedern, Freunden und Sympathisanten der Wählergemeinschaft für die allseits erfahrene Unterstützung. Insbesondere durch das erfolgreiche Abschneiden der seit 1990 ununterbrochen im Teltower Stadtparlament vertretenen Bürger-Initiative zur Kommunalwahl 2008 konnte ein Mandat hinzugewonnen werden. Auch für den Kreistag PM gelang es erneut, ein Mandat zu erringen.

Auf Grund der positiven Mitgliederentwicklung standen in diesem Jahr mehr Kandidaten zur Verfügung als zu wählen waren. Nach der geheimen Wahl und konstituierenden Sitzung präsentierte sich schließlich der Vorstand in der neuen Besetzung Dr. Carola Fanter (Vorsitzende), Andreas Keymer (1. Stellv. Vorsitzender) und Michael Müller (2. Stellv. Vorsitzender). Während die Vorsitzende und der 2. Stellvertreter für weitere zwei Jahre die Wählergemeinschaft repräsentieren werden und bereits seit 2003 auch in der Fraktion des Teltower Stadtparlaments agieren, soll der neu hinzugekommene 1. Stellvertreter langfristig als künftiger Vorsitzender der Wählergemeinschaft aufgebaut werden. Er löst die bisherige 1. Stellvertreterin Saskia Tanfal ab, die wegen beruflicher und familiärer Belastung sowie der Tätigkeit als Teltower Stadtverordnete nicht mehr für den Vorstand kandidierte.

Erwartungsgemäß wurde Enrico Roesler als langjährig anerkannter Schatzmeister in diesem Amt bestätigt.
Als Kassenprüfer wurden erneut das Mitglied Dr. Michael Gericke und der B.I.T.-Freund Dr. Manfred Richter in ihrer Funktion bestätigt.
In den letzten Jahren war es immer ein Problem, das Leben in der B.I.T. protokollarisch festzuhalten. In der vergangenen Wahlperiode hatte Dr. Detlef Fanter nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand im Jahr 2007 diese Aufgabe bis Ende 2008 inne. Durch seine Kreistagstätigkeit wurde die Belastung jedoch stärker, so dass eine Alternative gefunden werden musste. Da sich kein Einzelmitglied fand, erklärten sich das B.I.T.-Mitglied Anett Fernell und die B.I.T.-Freundin Annett Roesler bereit, die Aufgabe des Schriftführers für die nächsten zwei Jahre gemeinsam zu übernehmen, was durch die Mitgliederversammlung per Akklamation bestätigt wurde.

Im Rahmen der Jahresvollversammlung wurde auch darüber debattiert, welchen der bisher bekannten Teltower Bürgermeister-Kandidaten die B.I.T. unterstützen wird. Bei der Mehrzahl der Mitglieder und Freunde der Wählergemeinschaft zeichnete sich der Trend ab, die unabhängige Kandidatin Dr. Nicksch-Kasdorf wie bereits im Jahr 2001 zu unterstützen. Eine endgültige Entscheidung wird jedoch erst auf der nächsten Versammlung am 11. Mai 2009 fallen, nachdem die Kandidatin den Mitgliedern Rede und Antwort gestanden hat.

Ausbildungsmesse mit größeren Dimensionen (neu 16.02.2009)
Die diesjährige Ausbildungsmesse wird deutlich größere Ausmaße annehmen als zur Premiere 2008. Wenn sie am 21.03.2009 ihre Pforten öffnet, werden auf 1.300 qm Fläche des neuen "Campus Schwarzer Weg Kleinmachnow" mehr als 60 Firmen der unmittelbaren aber auch ferneren Umgebung (z.B. Potsdam) ihre Ausbildungsangebote präsentieren. Die Organisatoren Teltower Stadtmarketing und Wirtschaftsförderer rechnen mit etwa 4.300 jugendlichen Interessenten, die zuvor mit einer persönlichen Einladung angeschrieben wurden (MAZ vom 13.02.2009). Unternehmensbewerbungen sind noch bis 02.03.2009 möglich.
In den Einzugsbereich der Messe sind nun auch die Orte Nuthetal, Großbeeren und Ludwigsfelde einbezogen worden, aus denen sich schon jetzt ein Gutteil von Arbeitskräften in der Stammregion Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf rekrutiert. Wichtigstes Anliegen der Messe ist die Beseitigung bzw. Linderung des chronischen Fachkräftemangels, der bin dieser stark boomenden Region mindestens für zwei Jahrzehnte weiter zunehmen wird. Auf der Messe wird auch über die Angebote von Universitäten, Hoch- und Fachschulen informiert. Weitere Informationen sind unter  <>  zu erhalten.           

Keine Windräder in der Region
(neu 16.02.2009)
Zur Teltower SVV am 04.02.2009 informierte der Bürgermeister die Abgeordneten, dass der Bau von 29 Windkraftanlagen auf Stahnsdorfer und Teltower Gemarkung durch das Landes-Umweltamt (LUA) abgelehnt wurde. Die Windkraftanlagen sollten auf ehemaligen Rieselfeldern im Bereich Schenkenhorst, Sputendorf und Ruhlsdorf durch die Berliner Stadtgüter errichtet werden. Gegen dieses Ansinnen spricht allerdings der Teilplan "Windenergienutzung" der Planungsgemeinschaft Havelland-Flämimg, der zwischen Potsdam und Ludwigsfelde solche Anlagen nicht vorsieht (MAZ vom 06.02.2009). Gegen den Teilplan, der ursprünglich xxxx aufgestellt wurde, seit xxxx als nichtig erklärt wurde, nun aber seit April 2008 wieder Rechtskraft erlangt hat, liegen mehrere Klagen vor. Die Entscheidung des LUA wird die noch ausstehende Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes sicherlich wesentlich beeinflussen. Der Chef der Planungsstelle rät den betroffenen Kommunen, für die betreffenden Gebiete "Freiraumkonzeptionen" zu erarbeiten, um die bereits vor Jahren praktizierte Ablehnung der Windparks entsprechend politisch zu untermauern (zur Historie bis 2005).      

Achtungserfolg der regionalen Bürger-Initiativen in der KAT (neu 04.02.2009)
Mit der Beinahe-Übernahme des Vorsitzes der Kommunalen Arbeitsgruppe "Der Teltow" (KAT) auf der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl am 21.01.2009 verschafften sich die Bürger-Initiativen, die durch die Gruppierungen BiK und WIR aus Kleinmachnow, BfB und WIR4 aus Stahnsdorf sowie B.I.T. aus Teltow in der neuen Legislatur mit 6 von 25 Mitgliedern gut vertreten sind, einen respektablen Achtungserfolg.
Teltow übernimmt turnusmäßig für zwei Jahre den KAT-Vorsitz, und durch die neue Kommunalverfassung war der Vorsitz in Abänderung zum bisherigen Prozedere aus der Reihe der Teltower Abgeordneten und des Bürgermeisters durch die Versammlung in geheimer Wahl zu wählen.  Auf Vorschlag des Stahnsdorfer Bürgermeisters Albers (BfB)  wurde daraufhin C. Fanter von der Teltower B.I.T. als Gegenkandidatin für den als Nr. 1 gesetzten Vorsitzenden der Teltower SVV, B. Längrich (SPD), ins Rennen geschickt. Die Wahl ging denkbar knapp aus, woraus ersichtlich ist, dass es reale Chancen für einen Sieg der B.I.T.-Kandidatin gab. Mit 12 Stimmen gelang der Coup leider nicht, da offensichtlich mindestens einer der als sicher geglaubten Abgeordneten dann doch nicht für Fanter gestimmt hatte. Damit wurde in der regionalen Arbeitsgruppe, die zwar keine Beschlusskraft für die kommunalen Parlamente hat, zumindest ein Zeichen dafür gesetzt, dass die Bürgerbewegung insgesamt in unserer Region eine nicht zu ignorierende Größe ist und durchaus auch bei anderen Parteien geschätzt wird. Neuer Vorsitzender der KAT wurde also B. Längrich (SPD Teltow), und als seine Stellvertreter wurden jeweils einstimmig ohne Gegenkandidaten J. Klocksin (SPD Kleinmachnow) und M. Grunwald (BfB Stahnsdorf) gewählt (MAZ vom 23.01.2009).
Da die KAT inzwischen in eine Art "Dornröschen"-Schlaf gefallen war, es aber genügend regionale Themen zu klären bzw. zu lösen gibt, war sich die zum größten Teil durch neue Mitglieder gebildete Regionalversammlung darin einig, dass nun endlich Bewegung in die gemeinsame Arbeit der drei Kommunen kommen muss. Besonders wichtig ist die gemeinsame Außenwirkung der drei Kommunen, denen es gelingen muss, die Anerkennung der Region als "Wachstumskern" zuerkannt zu bekommen..
Wichtige Themen auf der Agenda der Regional-Versammlung sind künftig die Entwicklung der Kanalaue, ein gemeinsamer Mietspiegel, die Klärung des Status des Freibads Kiebitzberge und seiner Sanierung, die Realisierung einer großzügigen Mehrzweckhalle am Schwarzen Weg, die Etablierung des dritten regionalen Gymnasiums, die Vollendung des gemeinsamen "Standortentwicklungskonzeptes", in dem die Erarbeitung eines gemeinsamen Verkehrskonzeptes - z.B. mit Schaffung eines regionalen Bussystems - für die Region eine wesentliche Rolle spielen könnte. Zur Finanzierung dieser vielen Projekte hofft man deshalb auf die Nutzung des 2. Konjunkturpaketes
(MAZ vom 29.01.2009), für das noch weitere kommunale Vorhaben auf Abruf bereitstehen würden, wie z.B. auch für die Sanierung der Teltower Turnhallen, die Überwindung des Lehrermangels durch gezielte Neueinstellungen oder auch die Errichtung der neuen 4. Grundschule.
Nachdem der Wirtschaftsplan der KAT bestätigt war, konnte noch ein kleiner Erfolg auf dieser ersten Sitzung nach der Kommunalwahl vermerkt werden. Es wurde nämlich der gemeinsame Beschluss durch das Gremiums gefasst, künftig den regionalen Ferienpass mit 3 T € aus den KAT-Mitteln zu finanzieren.

Wir wünschen dem neuen Vorsitzenden B. Längrich und seinen Stellvertretern trotz unserer Niederlage eine glücklichere Hand als dem scheidenden Vorsitzenden K. Nitzsche (SPD Kleinmachnow), damit im Außenraum demonstriert wird, dass sich in der Region Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf ein neues Wir-Gefühl entwickelt und bei gutem Willen aller auch zu entsprechenden Ergebnissen führen kann.           

Thomas Schmidt will erneut Bürgermeiser von Teltow werden
(neu 10.11.2008)
Der SPD-Ortsverein Teltow nominierte auf seiner Sitzung am 6.11.2008 aus seinen Reihen einen neuen Bürgermeister-Kandidaten: Der neue soll der alte bleiben, d.h. die Versammlung sprach sich erneut für Thomas Schmidt mit klarer Mehrheit aus. Schmidts Herausforderin, die SPD-Abgeordnete Andrea Scharrenbroich, konnte nur rund 20 % der Stimmen auf sich vereinigen, so dass die erwartete weibliche Komponente im Teltower Bürgermeister-Sessel wohl weitere 8 Jahre auf sich warten lassen muss (MAZ vom 08.11.2008). Scharrenbroich hatte vor allem zum Ende des Wahlkampfes noch einmal dadurch die Wähler mobilisiert, indem sie ihr spezielles Thema "Unterstützung der Errichtung einer Teltower konfessionellen Grundschule in Seehof", 
das sich im Prinzip gegen die eigene Partei richtete, in die Waagschale warf. Dieser Meinungsschwenk brachte der SPD unserer Meinung nach noch einen erheblichen Stimmengewinn ein, was allerdings nicht durch eine Option auf den Bürgermeiser-Sessel belohnt wurde.
Trotz ihrer Nichtwahl machte Scharrenbroich inzwischen klar, dass sie als Bürgermeister-Kandidatin für andere Parteien und Wählergruppen aber nicht zur Verfügung stünde. 

Schmidt lobte indessen die breite Unterstützung durch seine Genossen, weil man nun mit einer klaren Wahlaussage in den BM-Wahlkampf gehen könne. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit, die bereits in der vergangenen acht Jahren auf der Agenda standen, bisher aber nicht gelöst wurden, zählen weiterhin die Umgestaltung von Ruhlsdorfer Platz und Potsdamer Straße. Neu auf die Fahnen schrieb sich der Bürgermeister in spe die Etablierung eines "Regionalen Wachstunskernes" in der Region Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf.   
      

Der alte ist der neue Ortsbürgermeister von Ruhlsdorf - Berndt Längrich
(neu 30.10.2008)

Nach dem klaren Wahlsieg der SPD auch bei der Wahl des Ruhlsdorfer Ortsbürgermeisters (s. die amtlichen Wahlergebnisse) war nun der neue Ortschef zu wählen. In der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates wurde der bisherige Chef B. Längrich einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite steht der unabhängige Einzelkandidat B. Blankenburg, der sich erstmalig dem Wählervotum stellte und auf Anhieb das zweitbeste Ergebnis erzielte (MAZ vom 30.10.2008).
Die B.I.T. gratuliert herzlich !

Keine Fällung von Eichen am Sputendorfer Weg in Ruhlsdorf
(neu 12.09.2008)

Etliche besorgte Ruhlsdorfer Bürger fragten bei der B.I.T. an, ob die vielfache Kennzeichnung der alten Eichen am Sputendorfer Weg in Ruhlsdorf mit geplanten Fällungen im Zusammenhang stehen. Ein Anruf bei der zuständigen Mitarbeiterin im Teltower Bauamt brachte Aufklärung:
Die Kennzeichnungen wurden lediglich für die Vermessungsarbeiten angebracht, die zur Zeit in diesem Ortsbereich stattfinden. Eine Fällung von Bäumen ist nicht vorgesehen !
Die Vermessungsarbeiten dienen allein der Vorbereitung zur Widmung des Sputendorfer Weges als Rad-, Reit- und Wanderweg im Netz des touristischen Teltower Wegeplanes.